Dozent Prof. Dr. Michael Thomann über nachhaltige Wasserwirtschaft zwischen Muttenz und den Philippinen.
An der Hochschule für Life Sciences FHNW (HLS) geht es in der Forschung nicht nur um Theorie, sondern um reale Lösungen für globale Probleme. Aktuell betreut Michael Thomann die Studentin Marissa Ford von der Uni Bologna. Nachdem sie im Herbstsemester bereits ihre Module in Muttenz absolviert hat, führt sie ihren Double Degree nun mit einer Masterarbeit fort, die sie für eine zweiwöchige Forschungsreise bis auf die Philippinen führte.
Neue Wege in der Nachhaltigkeit
Der Ursprung dieses Projekts liegt in der kritischen Hinterfragung klassischer Methoden. Eine Publikation aus Singapur gab den Anstoss, die Nachhaltigkeit herkömmlicher Abwasserreinigung zu prüfen. „Mir wurde klar: Neben den klassischen Prozessen will ich eine neue, nachhaltige Ausrichtung erforschen“, erklärt Thomann.
Diesen Weg schlug er jedoch nicht alleine ein: Gemeinsam mit Thomas Gross aus der Forschungsgruppe von Christoph Hugi entwickelte er die Vision für dieses neue Forschungsfeld. Was als erfolgreiche Masterarbeit im Sinne eines „Proof-of-Concepts“ begann, wuchs schnell zu einem grossen internationalen Projekt heran. Dabei konnte das Team auf wertvolle bestehende Kontakte zurückgreifen: Thomas Gross brachte die Vernetzung zu renommierten Forschenden aus Thailand und den Philippinen in das Projekt ein. Gemeinsam gelang es der Gruppe, das internationale Forschungsprojekt zu gewinnen und Lösungen zu entwickeln, die nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit funktionieren.
Der Mehrwert des Perspektivwechsels
Internationale Studierende bringen oft eine ganz neue Sichtweise in die Laborgruppe. Was in der Schweiz als Standard gilt, ist in anderen Ländern oft nicht umsetzbar oder wird anders gelöst. „Diese andere Sicht auf die Abwasserreinigung ist spannend und regt dazu an, die eigenen Ansätze neu zu reflektieren und weiterzuentwickeln“, so Thomann. Besonders die langjährige Partnerschaft mit der Uni Bologna trägt Früchte: Von Masterarbeiten bis hin zu Doktorierenden, die ihren Abschluss an der HLS vorbereiten, ist ein lebendiges Netzwerk entstanden.
Über den eigenen Tellerrand hinaus
Die Aufnahme internationaler Incomings erfordert zwar Planung und eine gute Portion Flexibilität, doch die Ergebnisse sprechen für sich. Den Studierenden an der HLS legt Thomann ans Herz, diese globale Offenheit auch für den eigenen Weg zu nutzen.
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