Nutzung und Schutz von Wasser, Energie und Rohstoffen und Behandlung von Abwässern und Abfällen
Die Nachhaliges Ressourcenmanagement Gruppe untersucht die Auswirkungen von Konsum- und Produktionssystemen auf die planetare und menschliche Gesundheit, sowie die Gesundheit von Ökosystemen und Ressourcen. Unsere Arbeit trägt zu den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung 3, 6, 12, 13, 14 und 15 bei.
Zusammen mit der Praxis entwickeln wir Konzepte und bewerten Projekte zu nachhaltigem Konsum und Produktion in biologischen und technischen Kreislaufsystemen. Unser Forschungsteam greift dabei auf eine breite Palette von Nachhaltigkeits- und Bewertungsmethoden sowie auf starke Kooperationen innerhalb nationaler und internationaler Forschungsnetzwerke zurück.

Biologische Kreislaufwirtschaft 
Technische Kreislaufwirtschaft 
Nachhaltigkeits Bewertungs Methoden 
Forschungsschwerpunkte
Biologische Kreislaufwirtschaft
In der biologischen Kreislaufwirtschaft werden Konzepte und Prozesse entwickelt, um biochemische Rohstoffe, Biogas und Nährstoffe aus biologisch abbaubaren Reststoffen zu extrahieren und diese in Produktions- oder Bodensysteme zurückzuführen.
Biologisch abbaubare Reststoffe, die in der Nachhaltiges Ressourcenmanagement Gruppe untersucht werden, sind Nahrungs- und Agroindustrieabfälle wie z.B. Kaffee, Okara und Weizen. Abwasser ist ebenfalls Teil des Biokreislaufs, aus dem nach der Behandlung Nährstoffe und Wasser zurückgewonnen werden können.
Wir untersuchen das Biogas- und Nährstoffrückgewinnungspotenzial aus biologisch abbaubaren Rückständen vor und nach der Fraktionierung, d.h. nach der Extraktion der gewünschten biochemischen Ausgangsstoffe. Wir untersuchen sowohl die Verfügbarkeit von Pflanzennährstoffen (N, P, K) als auch die Verwertung von Makronährstoffen für Tierfutter, z. B. Proteine.
Wir greifen auf ein modernes und umfassend ausgestattetes Labor und starke Partnerschaften mit anderen Forschungsinstituten und Technologieanbietern für experimentelle Verfahren und Analytik zurück. Wir konzipieren und bewerten verschiedene Rückgewinnungs- und Recyclingpfade von biologisch abbaubaren Reststoffen und ihren Fraktionen und entwickeln Geschäftsmodelle für ihre Verwertung.
Technische Kreislaufwirtschaft
Analog zur biologischen Kreislaufwirtschaft unterstützen und fördern wir auch Kreislaufkonzepte für Technologieprodukte und -materialien.
Ziel ist es, den Ressourcenverbrauch und die Umweltauswirkungen der Technologieproduktion, -nutzung und -entsorgung zu vermeiden.
Die wichtigsten Grundsätze sind:
- Optimierung des Designs, um die Lebensdauer zu verlängern und die Wiederverwendung von Komponenten und Materialien zu ermöglichen
- Umstellung auf erneuerbare und sekundäre Ressourcen
- Gemeinsame Nutzung, Wiederverwendung und Aufarbeitung
- Valorisierung von Abfallströmen
- Schließen der Kreisläufe durch Schaffung wirtschaftlicher Anreize für zirkuläre Geschäftsmodelle
Unter anderem haben wir die Lebenszyklen von organischen und Perowskit-Photovoltaikzellen, von Batterien und von Verfahren zur Rückgewinnung von Scandium aus verschiedenen Abfallströmen untersucht.
Wir haben die bestehenden oder vorgeschlagenen Lebenszyklen der Technologien analysiert, umweltrelevante Prozesse identifiziert und Verbesserungen zur Erhöhung der Kreislauffähigkeit unterstützt.
Außerdem haben wir ein webbasiertes Tool zur Förderung industrieller Symbiosen zwischen Unternehmen und Industrien entwickelt und engagieren uns im internationalen Kapazitätsaufbau für ressourceneffiziente und saubere Produktion und Öko-Industrieparks.
Nachhaltigkeits Bewertungs Methoden
Der Konsum, die Nutzung und die Produktion von biologischer und technologischer Produkte haben Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Um diese Auswirkungen zu bewerten, verwenden wir verschiedene modernste Nachhaltigkeitsbewertungsmethoden.
Um diese Auswirkungen zu bewerten, verwenden wir verschiedene modernste Nachhaltigkeitsbewertungsmethoden. Lebenszyklusanalysen (LCA) ermöglichen die systematische Identifizierung von Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus. Relevante Umweltauswirkungen werden bei der Gewinnung von Rohstoffen, Produktion, Nutzungsphase und Entsorgung oder Wiederverwertung des Produkts sowie bei allen vor- und nachgelagerten Prozessen berücksichtigt.
Die Lebenszyklusanalyse kann durch andere Methoden für eine ganzheitliche Bewertung ergänzt werden, wie beispielsweise:
- Materialflussanalysen (MFA)
- Lebenszykluskostenrechnungen (LCC)
- soziale Lebenszyklusanalysen (SLCA)
- Kosten-Effizienz-Analysen (CEA)
- Kosten-Nutzen-Analysen (CBA)
- Multi-Kriterien-Analysen (MCA)
- Gesundheitsrisiko- und Auswirkungsbewertungen (HRIA)
Wir beziehen Anspruchsgruppen entlang der Produktions-, Konsum- und Nutzungsprozesse mit partizipativen Methoden wie Delphi-Studien, Bürgerwissenschaften und Communities of Practice mit ein.
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Prof. Dr. Christoph Hugi
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