Verfahren und Konzepte zur Wasseraufbereitung, Abwasserbehandlung und der Rückgewinnung von Wertstoffen
Wir untersuchen innovative Technologien und Verfahren zur Reduzierung von Emissionen und zur Entfernung von Schadstoffen aus Wasser, Abwasser und Abfall. Dazu gehören auch die Rückgewinnung und Wiederverwendung von Materialien. Durch die Zusammenarbeit mit der Industrie und Versorgungsunternehmen können unsere im Labor getesteten Verfahren in Pilot- oder technischem Maßstab in die Praxis umgesetzt werden.
Forschungsschwerpunkte
Weitergehende Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung

Die intensive Nutzung von Wasserressourcen und ihre Verknappung erfordern effiziente Aufbereitungs- und Reinigungsverfahren. Die Anforderungen an die Trinkwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung werden immer anspruchsvoller. In der Schweiz sollen beispielsweise Spurenstoffe aus dem Abwasser entfernt werden und Trinkwasser muss stets genusstauglich und gesundheitlich unbedenklich sein.
Eine Vielzahl von Verfahren ist geeignet, chemische und mikrobiologische Verunreinigungen zu reduzieren. Wir testen die Einsatzmöglichkeiten von z. B. Oxidations-, Adsorptions- oder Membranstufen, um Schadstoffe abzubauen oder zurückzuhalten.
Membranprozesse

In der industriellen Wasseraufbereitung gehören Membranen schon lange zu den etablierten Technologien. Auch in der Trinkwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung kommen sie vermehrt zum Einsatz.
Die Verwendung von Membranen in der Wasseraufbereitung erlaubt die sichere Abtrennung von Partikeln und Mikroorganismen. Mit dichten Membranen lassen sich sogar gelöste Bestandteile wie Salze und bestimmte chemische Substanzen zurückhalten. Dadurch können hohe Wasserqualitäten erzielt oder strenge Einleitgrenzwerten eingehalten werden. Es wird möglich, Wasserkreisläufe zu schliessen und den Frischwasserbedarf zu reduzieren.
Auf diesem Gebiet erproben wir Membranverfahren in Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung. Dazu zählen auch die Entwicklung von Membranreinigungskonzepten und die Modifikation von Membranmaterialien und deren gezielte Funktionalisierung.
Wertstoffrückgewinnung und Recycling
Vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen gewinnt die Wertstoffrückgewinnung in unterschiedlichen Bereichen an Bedeutung.
Ein Ziel ist es, die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm zur späteren Nutzung z.B. als Düngemittel in der Landwirtschaft zu ermöglichen. In der Schweiz ist dies sogar gesetzlich vorgeschrieben. Auch in der Industrie kann die Rückgewinnung von Metallen, seltenen Erden und anderen Wertstoffen aus Abfall- und Abwasserströmen mit Hilfe von effizienten Verfahren sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich vorteilhaft sein.
Bauabfälle, wie beispielsweise Altasphalt, fallen in grossen Mengen an. Wir tragen mit technischem Know-How und der Beurteilung von Umweltauswirkungen und Schadstoffrisiken zu einem sicheren Recycling bei. In diesem Themengebiet untersuchen wir sowohl technische Verfahren als auch die gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Angepasste und naturnahe Verfahren

Entwicklungs- und Schwellenländer begegnen den Herausforderungen an die Wasserversorgung und Abwasserbehandlung mit speziell angepassten Lösungen.
Einfache und robuste Membranverfahren zur Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländer stellen in Verbindung mit «Wasserkiosk»-Konzepten einen Projektschwerpunkt dar. Ebenso werden naturnahe Verfahren wie die Grundwasseranreicherung untersucht.
Storys
Projekte
Publikationen
Kontakt

Prof. Dr. Michael Thomann
- Telefon
- +41 61 228 53 34
- michael.thomann@fhnw.ch