Aufgeklärte Welt und Religion – ein Paradox?

Leitung: Mirjam Duff und Mathias Bänziger

Lernziele:
Die Studierenden

  • lernen wesentliche Glaubensinhalte und Praktiken der monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam kennen,
  • können diese Weltreligionen zur Moderne und dem Projekt der Aufklärung in Relation stellen.
  • können denkmögliche Verhältnisbestimmungen von religiösen und naturwissenschaftlichen Weltbildern beschreiben.

Lerninhalte:

«Glaubst du noch oder denkst du schon?» Mit dieser provokativen Frage könnte man eine oftmals portierte Bezugsetzung zwischen Religiosität und Aufgeklärtheit überspitzt zusammenfassen. Aber ist es wirklich so einfach? Wohl kaum. In dieser Lehrveranstaltung möchten wir den Fragen und dem komplexen Verhältnis von Religion und Aufklärung, von Vormoderne und Moderne, von Glaube und Vernunft auf den Grund gehen.

Wir steigen ein mit einer exemplarischen Einführung in die drei monotheistischen Weltreligionen: Judentum, Christentum und Islam. Wir fragen, was Religion eigentlich ist und beschäftigen uns mit dem Verhältnis von Religion und Naturwissenschaften bzw. Glaube und Vernunft. Wir denken nach über das Konfliktpotential von Religion und die Herausforderungen, mit denen Religionsgemeinschaften in der heutigen Zeit konfrontiert sind. Wir überlegen, wie ein vernünftiger Umgang mit Glaubensüberzeugungen aussehen und ein friedliches und konstruktives Miteinander in einer weltanschaulich pluralen Welt funktionieren könnte.

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