Think Globally – Religionen im Kontext der Globalisierung

Leitung: Mirjam Duff und Mathias Bänziger

Leitidee:
Globalisierung bezeichnet den Prozess einer Intensivierung weltweiter sozialer Beziehungen und deren Folgen. Heute sind Staaten, Gesellschaften, Unternehmen oder Einzelpersonen keine isolierten Akteurinnen und Akteure mehr, sondern sind miteinander vernetzt, voneinander abhängig und beeinflussen sich gegenseitig. Die gesamten Lebensverhältnisse unserer Welt sind damit einer tiefgreifenden Transformation unterworfen. So auch die Religionen.

Der Fokus dieses Moduls liegt deshalb auf den vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Globalisierungsprozessen und Religionen. Religionen sind dem Wandel nämlich nicht nur unterworfen, sondern auch gleichzeitig Player, welche diesen Prozessen neue Impulse geben – konstruktive wie destruktive.

Unter diesem Blickwinkel werden wir beispielsweise das Phänomen des religiösen Fundamentalismus zu verstehen versuchen. Oder wir beschäftigen uns mit der Frage, ob die Menschenrechte eine Basis wären, auf die sich verschiedene Weltanschauungen einigen könnten, um Globalisierungsprozesse verantwortungsvoll und gerecht zu gestalten. Auch das Thema Spiritualität bekommt unter dem Vorzeichen postmoderner Trends neue Aufmerksamkeit, zum Beispiel in neuen Ansätzen der Unternehmensführung (Stichwort ‘Achtsamkeit in der Wirtschaft’).

Lernziele:
Die Studierenden können

  • Religionen – exemplarisch eingeführt – als Symbol- und Wertesysteme beschreiben.
  • Globalisierung nicht nur als wirtschaftlichen, sondern auch als sozialen und kulturellen Prozess beschreiben.
  • Religionen als wichtige Player im Globalisierungsprozess identifizieren.
  • das Konzept der Menschenrechte erläutern.
  • die Bedeutung von Moderne und Postmoderne umschreiben und die damit einher gehenden Transformationsprozesse formulieren, denen Religionen unterworfen sind und gleichzeitig mitgestalten

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