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B. Bestimmung Regenereignisse, Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW

Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik


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Teaser Bestimmung Regen.png

B. Bestimmung Regenereignisse

Zielsetzung:

Der Niederschlag (Regen) ist ein wichtiger Input für die Planung und Betrieb von Entwässerungssystemen. Die Bestimmung, bzw. Abschätzung, des Niederschlages ist eine entscheidender "Treiber" des Systemverhaltens. Aufgrund der sehr hochen raum-zeitlichen Variabilität des Niederschlages wird nun versucht, dessen Beschreibung zu verbessern.

1. Methode: "Status quo"

Inputdaten: Zeitreihe von einem Pluviometer

Der "Status quo" in der Praxis ist leider oft noch die Auswertung von "geographisch-nahen" Zeitreihen von Punktmessungen, ggf. eine Extrapolation mit eine ausgesuchten Verteilung (z.B. Log-normal), und die Applikation dieses Niederschlages eines bestimmten Widerkehrsintervalls gleichmässig über die gesamten Fläche des EZG. Dieser, vor ca. 90 Jahren hergeleitete Ansatz, wird hier nicht weiter verfolgt.

Vorteil: sehr einfache Handhabung

Nachteil: mathematisch- statistisch inkorrekt, beachtet keine raum-zeitliche Differenzierung

2. Methode: "Innovation"

Inputdaten: Zeitreihen von mehreren Pluviometer, Radardaten von MeteoSchweiz, Abflussganglinie

In einem ersten Schritt wird anhand der Zeitreihen mehrerer Pluviometer im/um das EZG starke Niederschlagsereignisse identifiziert.

Identifizierte Niederschlagsereignisse im Jahr 2024

Die Intensität der ausgewählten Niederschlagsereignisse werden zunächst abschätzt und eingeordnet. In einem zweiten Schritt werden die Originalradarbilder der MeteoSchweiz zur genaueren Auswahl der Ereignisse hinzugezigen: sie sollten bestenfalls unterschiedliche Jahreszeiten, Intensitäten und Zugrichtungen abdecken. Für die zeitliche Abgrenzung der Ereignisse dient die gemessene Abflussganglinie (an der ARA), sodass der Abfluss zu Beginn und zum Ende auf Basis der Trockenwetterganglinie festgelegt wird.

In diesem Beispiel wurden vier Ereignisse (mit Dauren von 3d - 11d) dargestellt, die zwischen niedrig-intensiv/stratiformen (EV02) über moderat (EV04) und konvektiv (EV08) bis extrem (EV2018) Niederschlag variieren.

--> EV02 (16.02.–27.02.2024) – Winterereignis, Zugrichtung NW→SW. Lang anhaltendes, advektives Ereignis mit niedriger Intensität.

--> EV04 (14.04.–18.04.2024) – Frühjahrsereignis, Zugrichtung SW→W. Kurzes, kompaktes Ereignis mit mittlerer Intensität.

--> EV08 (11.08.–22.08.2024) – Sommerereignis, Zugrichtung S→SW. Konvektiver Charakter mit räumlich heterogenem Niederschlag.

--> EV2018 (23.08.–27.08.2018) – Extremereignis, Zugrichtung W→SW. Hohe Spitzenintensität, relevant für die Dimensionierung und Entlastungssituationen.

Radarbilder des Niederschlagsereignis EV02
Radarbilder des Niederschlagsereignis EV08

Vorteil: differenzierter Systeminput in Rum und Zeit, der die Heterogenität des Niederschlages abbildet.

Nachteil: Datenmanagement von befähigter Person

Fazit: Eine Bestimmung der Niederschlagsereignisse mit Punktmessungen & Radarbildern ermöglicht eine verbessertes Systemverständnis und eine genauere beschreibung des Inputs

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  • C. Befestigungsgrad
  • D. Haltungsflächen
  • E. Niederschlag
  • F. Modellierung Verluste
  • G. Modellierung des Kanalnetzes
  • H. Analyse, Fehler & Vergleich
  • I. Schmutzfrachtberechnung

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