Abgrenzung der Haltungsflächen basierend auf der Haltungslage
Zielsetzung:
Zuordnung der Oberflächen zu den einzelnen Kanalhaltungen → welche Fläche entwässert in welchen Kanal?
1. Methode: "Status quo"
Inputdaten: Haltungsflächen aus GEP-Datenbank, 4204 Haltungsflächen im EZG, Kanalnetzplan, Haltungslage (oft ohne z-Koordinate)
--> 4204 Haltungsflächen im EZG mit Kanaltypen: MW (2655), RW (545), SW (438) und weitere
Vorteil: bestehende Datenbank, einfache Zuordnung über Haltungslage und spezifische Kennung
Nachteil: mögliche Ungenauigkeiten bei grossen Parzellen (z.B. Sportplätze über mehrere Haltungen), Zuordnung zu falschen Kanaltypen (z.B. SW statt MW), Schächte mit mehreren zugeordneten Haltungsflächen, Haltungsgrenzen an Parzellengrenzen
2. Methode: "Innovation"
Inputdaten: SwissAlti3D (mit 0,5m x 0,5m), Kanalnetz mit Höhen
--> Einzugsgebietsabgrenzung mit Haltungslage + DGM/DOM, Fliessrichtungsanalyse auf modifiziertem Oberflächenmodell
--> Zuordnung nur für RW- und MW-Kanäle (relevant für Regenwasserableitung), manuelle Zuordnung der Sonderkanäle
Vorteil: physikalische Zuordnung über reale Fliesswege (mit Gefälle über Parzellengrenzen hinweg). Vertrauensparameter pro Haltungsfläche erlaubt differenzierte Gewichtung – unsichere Zuordnungen können angepasst werden.
Nachteil: DGM/DOM bildet keine unterirdischen Anschlüsse ab. Sonderkanäle müssen weiterhin manuell zugeordnet werden. Ergebnis ist sensibel gegenüber DGM-Qualität und -Aktualität.

Fazit: Der Einsatz von hochaugelösten DGM/DOM verbessert das Systemverständnis der Abflussbildung im Detail.
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