Ermittlung des BFGs.
Zielsetzung:
Zur Berechnung der Oberflächenabflüsse und einer Wasserhaushaltsbilanzierung beschreiben "befestigte Flächen" den, an das Entwässerungssystem «angeschlossene befestigte Anteil der Gesamtläche». Die Genauigkeit ihrer Ermittlung hat einen Einfluss auf den Gesamtabfluss.
1. Methode: "Status quo"
Inputdaten: GIS-Datenbank, Flächenkategorisierung & BFG, ggf. amtliche Vermessungsdaten
--> 38 Flächentypen mit Abflussbeiwert (nach SN 592 000) und spezifischem BFG (nach GEP)

BFG-Kategorien nach SN 592000 ("status quo")
Vorteil: einfache Handhabung, "etablierte" Werte
Nachteil: pauschale Zuordnung pro Flächentyp, keine Erkennung realer Oberflächen

2. Methode: "Innovation":
Inputdaten: IR-Luftbilder (RGB + IR) aus Geoportal Kt.ZH mit räumlicher Auflösung 5 x 5 cm
--> Bilderkennungsverfahren ("Machine Learning") zur Klassifikation "befestigt" /"unbefestigt" mit iterativer Workflow: → Training (1) → Validation → Training (2) → Identifikation Unstimmigkeiten (wenn Δ > 20%) → manuelle Prüfung
Vorteil: sub-parzellen genaue Erkennung, auch unter Laubbäumen durch Winteraufnahmen & Erkennung zeitlicher Verändeungen der Oberfläche
Nachteil: grosser Rechen- und Zeitaufwand, Kenntnis von Klassifikationsalgorithmen, Modelltraining und Nachkontrolle erforderlich
Fazit: Die Nowendigkeit der genaue Bestimmung eines detaillierten BFG hängt von der Zielsetzung der Untersuchung ab. Es beschreibt den BFG im Detrail, doch ist dies für eine gesamtheitliche Betrachtung eines EZG (d.h. "lumped model") nicht unbedingt notwendig.
Vergleich "status quo" vs. "innovation":
Die Karte ΔBFG (alt − neu) zeigt räumliche Abweichungen. Positive Werte (grün) bedeuten eine verbesserte Erkennung des BFG, negative Werte (orange) eine schlechtere Erkennung. Die Hauptabweichungen ergeben sich entlang von Verkehrsachsen und bei Grossüberbauungen.

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