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SCALA

Bildungschancen in sozial heterogenen Schulklassen fördern

Mehr Chancengerechtigkeit in der Schule? Ja, das geht.

Das Projekt SCALA möchte zu mehr Chancengerechtigkeit in der Schulbildung beitragen. Eine neu entwickelte Weiterbildung sensibilisiert Lehrpersonen für Fragen zur Chancengerechtigkeit in der Schule und zeigt konkrete Unterstützungsmöglichkeiten im Umgang mit sozial heterogenen Schulklassen auf.

Ein Projekt des Zentrums Lernen und Sozialisation

Warum?

Kinder und Jugendliche aus tiefen sozialen Schichten und/oder mit Migrationshintergrund sind im Schweizer Bildungssystem nach wie vor stark benachteiligt. Lehrpersonen haben gegenüber diesen Kindern oftmals tiefere Erwartungen, auch wenn ihre Leistungen gleich gut sind wie die von Kindern aus höher gestellten Familien oder ohne Migrationshintergrund. Die Erwartungen und Überzeugungen der Lehrpersonen können weitreichende Folgen haben: sie beeinflussen die Leistungen, das Schülerverhalten, ihre Motivation und auch die Übertrittschancen in die Sekundarstufe I entscheidend. Gleichzeitig sind viele Lehrpersonen unsicher, wie sie sozial benachteiligte Kinder fördern und heterogene Klassen führen.

Wie?

Die SCALA-Weiterbildung wurde entwickelt, um Lehrpersonen für Fragen der Chancengerechtigkeit im Schulkontext zu sensibilisieren und sie in der Förderung von sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern zu trainieren. Das Angebot basiert auf Konzepten der interkulturellen Pädagogik zu heterogenen Unterrichtssituationen sowie wirksamer Lehrpersonenweiterbildung. Das Projekt ist eine Interventionsstudie mit einer Vorher-Nachher-Messung mit Vergleichsgruppe und wurde während zwei Jahren wissenschaftlich begleitet.

Wer?

Am Projekt haben 66 Lehrpersonen und circa 1100 Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern aus 6 Kantonen der Deutschschweiz teilgenommen. Alle Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler und Eltern füllten zu zwei Messzeitpunkten Fragebogen aus. Die Schülerinnen und Schüler absolvierten zudem Leistungstests in Deutsch und Mathematik. 22 der am Projekt involvierten Lehrpersonen nahmen zwischen November 2016 und April 2017 an der SCALA-Weiterbildung teil.

Wozu eine wissenschaftliche Begleitung?

Die wissenschaftliche Begleitung des Forschungsprojektes liefert neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Erwartungen und Überzeugungen von Lehrpersonen in der Deutschschweiz. Folgende Fragen werden u.a. überprüft: Inwiefern sind die Erwartungen der Lehrpersonen in der Deutschschweiz tatsächlich gegenüber bestimmten Personengruppen verzerrt? Welche Wirkung haben die Erwartungen auf die Leistungen, das Verhalten und die Motivation der Schülerinnen und Schüler? Gelingt es, die Erwartungen und Überzeugungen der Lehrpersonen gegenüber Kindern durch die Weiterbildung zu ändern? Können Lehrpersonenerwartungen so von Stereotypen getrennt werden, dass sich die Leistungen in Deutsch und Mathematik bei den Kindern unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status und Migrationshintergrund entwickeln? Kann somit eine höhere Chancengerechtigkeit im Schweizer Schulsystem hergestellt werden?

Wie geht es weiter?

Erste Ergebnisse belegen die Wirksamkeit der Weiterbildung. Es ist gelungen, die Einstellungen von Lehrpersonen so zu verändern, dass Stereotypen sich nicht mehr ungünstig auswirken. Es ist geplant, die Forschungserkenntnisse im Rahmen der Lehrpersonenweiterbildung und -grundausbildung zu vermitteln.
Alle Publikationen zum Projekt SCALA für wissenschaftliches und nicht-wissenschaftliches Publikum, wie zum Beispiel Newsletter, Fachartikel, Vorträge, finden Sie in diesem Verzeichnis.

Das Verzeichnis wird laufend aktualisiert.

Bei Fragen zum Projekt schreiben Sie uns an scala.zls.ph@fhnw.ch. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Projektleitung

Prof. Dr. Markus Neuenschwander

Projektteam

Mag. phil. Edith Niederbacher, MA Janine Bölsterli, MSc Camille Mayland

Wir danken herzlich den folgenden Institutionen für die Finanzierung der Studie: Stiftung Mercator Schweiz, Staatssekretariat für Migration, Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau, Bildungsdirektion des Kantons Zürich.

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