An der AI Conference 2026 in Berlin referiert Helen V. Pritchard von der HGK Basel gemeinsam mit Seda Gürses über ökologische Folgen von KI-Infrastrukturen und die Macht globaler Rechenzentren für Umwelt, Gesellschaft und institutionelle Autonomie.
Prof. Dr. Helen V. Pritchard, Leiter:in Forschung am Institute Experimental Design and Media Cultures (IXDM) der HGK Basel, hält die Keynote an der AI Conference 2026, die am 6. Oktober 2026 unter dem Titel «Green AI neu denken» in Berlin stattfindet.
Die Konferenz beleuchtet Potenziale von KI für Gesellschaft, Wirtschaft und Umweltschutz und zeigt, wie sich Umweltwirkungen entlang des gesamten KI-Lebenszyklus messbar und verantwortungsvoll gestalten lassen. Die Veranstaltung wird organisiert von «Zukunft – Umwelt – Gesellschaft» (ZUG), einer Dienstleisterin der deutschen Bundesregierung. Bundesumweltminister Carsten Schneider wird die Konferenz eröffnen.
Die Keynote mit dem Titel «The impossible engineering of greening AI» hält Helen V. Pritchard gemeinsam mit Seda Gürses halten, Associate Professor an der TU Delft. Der Vortrag zielt darauf ab, einen umfassenderen Blick auf Rechenzentren und ihre Umweltauswirkungen zu werfen. Helen V. Pritchard und Seda Gürses diskutieren, wie Recheninfrastrukturen, die sich in den Händen weniger Unternehmen konzentrieren, Praktiken, materielle Ressourcen und Vorschriften verändern und damit die institutionelle Ordnung untergraben, die für eine umweltfreundliche KI notwendig ist.
Sie argumentieren, dass Emissionen, Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch durch Rechenzentren zwar eine unmittelbare Herausforderung darstellen, jedoch nicht der einzige Schwerpunkt der Bemühungen sein sollten, diese Infrastrukturmacht im Kontext ökologischer Nachhaltigkeit anzugehen.
Stattdessen heben sie hervor, dass die technische Einbettung von Betriebsabläufen und Steuerung in die Infrastrukturen den Institutionen die Möglichkeit nimmt, Entscheidungen zu treffen, Wahlmöglichkeiten zu nutzen oder Autonomie über ihre Abläufe, Praktiken und Richtlinien zu bewahren. Ohne institutionelle Steuerung werden diese Infrastrukturen potenzielle ökologische und wirtschaftliche Vorteile wahrscheinlich mit irreversiblen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Schäden verbinden.
Die Konferenz ist öffentlich. Eine Anmeldung ist online möglich.
