Im Rahmen einer Kooperation des Critical Media Lab der HGK Basel mit Swissnex in Brasilien nehmen die Doktorandinnen Cristina Cochior und Guillemette Legrand an Austauschformaten zu Klimazukunft, Energie und digitalen Infrastrukturen teil.
Im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Swissnex in Brasilien und dem Critical Media Lab am Institute Experimental Design und Media Cultures (IXDM) der HGK Basel nehmen die Künstlerinnen, Forscherinnen und Doktorandinnen Cristina Cochior und Guillemette Legrand an einer Reihe von Austauschveranstaltungen in Brasilien mit Künstler:innen, Forscher:innen und kulturellen Institutionen teil.
Ziel des Besuchs ist es, den Dialog zwischen den kreativen und wissenschaftlichen Gemeinschaften der Schweiz und Brasiliens zu stärken und gleichzeitig zu untersuchen, wie künstlerische Forschung zu Diskussionen über die Energiewende, digitale Infrastrukturen und die Art und Weise beitragen kann, wie klimatische Zukunftsszenarien vorgestellt und dargestellt werden.
Das Critical Media Lab (CML) ist eines der zentralen Labs des Institute Experimental Design und Media Cultures (IXDM) der HGK Basel. Das CML bringt Forscher:innen, Designer:innen, Künstler:innen und Technolog:innen zusammen und untersucht durch kollaborative und experimentelle Praktiken die Schnittstellen von Design, Medien, Technologie und Gesellschaft.
Während ihres Aufenthalts in Brasilien werden Cristina Cochior und Guillemette Legrand mit lokalen Künstler:innen, Forscher:innen und Institutionen zusammentreffen, um Perspektiven auszutauschen und gemeinsame Fragen über Disziplinen und geografische Grenzen hinweg zu erörtern.
Cristina Cochior ist Forscherin und Designerin, deren Arbeit sich auf Wissensorganisationssysteme, situative Software, experimentelles Publizieren, gemeinschaftlich verwaltete digitale Räume, transfeministische Ansätze in der Technologie sowie alternative digitale Infrastrukturen konzentriert. Sie ist Mitglied des in Rotterdam ansässigen Kollektivs Varia und promoviert derzeit im PhD-Programm Make/Sense an der HGK Basel. Ihre Doktorarbeit ist Teil des Forschungsprojekts «Infrastructural Rehearsals: Creative Responses to the Green and Digital Transition».
Guillemette Legrand ist Künstlerin und Forscherin, deren Praxis sich auf die Dokumentation und Intervention in die Vorstellungswelten computergestützter Infrastrukturen konzentriert. Ihre aktuelle Forschung untersucht die Fähigkeit klimamodellierender Praktiken, die Erde in Welt(en) zu objektivieren – eine konstruierte kulturelle, politische und soziale Organisation der Erde und ihrer Zukunft. Ihre künstlerischen Arbeiten wurden unter anderem im Victoria and Albert Museum, im ZKM, im LUMA, im Van Abbemuseum und im V2_ Lab for the Unstable Media präsentiert.
Die Arbeit der beiden Doktorandinnen wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im Rahmen der Forschungsprojekte «Infrastructural Rehearsals: Creative Responses to the Green and Digital Transition» und «Climate Cosmograms: Mobilising Climate-Imaging Practices in Search of New Earth Imaginaries» gefördert.
Der Besuch in Brasilien findet im Rahmen einer zweiwöchigen Swissnex-Veranstaltungsreihe statt, deren Schwerpunkt auf der Energiewende liegt. Parallel dazu gibt es spezielle Programme für Schweizer Start-ups und Forscher:innen, die Möglichkeiten zum Austausch und für künftige Kooperationen mit brasilianischen Partner:innen bieten.
Swissnex ist das weltweite Netzwerk der Schweiz für Bildung, Forschung und Innovation. Swissnex unterstützt seine Partner:innen bei der internationalen Vernetzung und ihrem Engagement im Austausch von Wissen, Ideen und Talenten, um die Ausstrahlung der Schweiz als Innovations-Hotspot zu stärken.

