Intensives Lernen, Einblicke in die Industriepraxis und interkultureller Austausch im internationalen Kontext.
Sebastian Schwarz und Gian Wächter, zwei Studenten der Hochschule für Life Sciences FHNW, hatten die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Thema Robotik auseinanderzusetzen und gleichzeitig internationale Erfahrungen zu sammeln. Gemeinsam mit 14 anderen Teilnehmenden nahmen sie an einem Blended Intensive Programme (BIP) der ChallengeEU-Partneruniversität in Offenburg teil. Dieses bestand aus einer vorbereitenden virtuellen Komponente (jeweils abends online) und einer Woche vor Ort in Offenburg.
Was hat euch dazu bewogen, am BIP « Industrial Robotics in Practice» teilzunehmen?
Gian: Nachdem ich durch meine Studiengangleitung nominiert wurde, habe ich mich näher über das Programm informiert – und wollte mir diese Chance nicht entgehen lassen.
Sebastian: Für mich war vor allem die kurze Dauer ausschlaggebend, da ich das Programm zeitlich gut während meiner Thesis einbauen konnte. Ausserdem fand ich die Kombination aus theoretischer Vorbereitung und viel praktischer Arbeit sehr attraktiv. Robotik ist ein absoluter Megatrend, und es gab auch Überschneidungen mit Projekten an der FHNW, was besonders spannend war.
Was hat euch am besten gefallen?
Gian: Die Interaktion und der Austausch mit Studierenden aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Besonders beeindruckend war, wie schnell man mit Menschen, die man vorher noch nie gesehen hat, auf ein gemeinsames Ziel hinarbeitet.
Sebastian: Definitiv die Arbeit in einer kleinen Gruppe von offenen und interessierten Studierenden aus ganz Europa. Gemeinsam kreative Lösungen zu entwickeln, hat grossen Spass gemacht.
Wie war der Kontakt zu den anderen Studierenden? Gab es kulturelle Unterschiede?
Gian: Wir waren insgesamt 16 Teilnehmende: vier aus der Schweiz, sechs aus Frankreich und sechs aus Nordmazedonien. Wir haben uns sehr gut verstanden und auch ausserhalb des Programms viel gemeinsam unternommen, zum Beispiel Abendessen oder Spieleabende. Ein auffälliger Unterschied war die Pünktlichkeit – in der Schweiz eher strikt, während andere Nationen das etwas lockerer sahen.
Sebastian: Auch ich habe den Austausch als sehr positiv erlebt. Trotz fünf verschiedener Muttersprachen gab es keinerlei Kommunikationsprobleme. Alle waren offen und neugierig. Die kulturellen Unterschiede waren spürbar, insbesondere die entspanntere Lebensweise der nordmazedonischen Studierenden, was unseren oft hektischen Alltag etwas entschleunigt hat.
Was habt ihr für eure Zukunft gelernt?
Gian: Ich konnte mein Wissen über Industrieroboter deutlich vertiefen und vor allem praktisch anwenden. Besonders wertvoll war, dass wir mit realen Problemen konfrontiert wurden, die man in der Theorie oder Simulation so nicht erlebt.
Sebastian: Ich habe ein viel besseres Verständnis für reale Anwendungen von Robotik in der Industrie gewonnen. Besonders eindrücklich war ein Firmenbesuch bei Hansgrohe mit Einblick in automatisierte Produktionslinien. Zudem habe ich viel über die Herausforderungen und Chancen dieses Forschungsfelds gelernt.
Was hat euch am meisten überrascht?
Gian: Wie offen alle waren, neue Leute kennenzulernen und Zeit miteinander zu verbringen. Auch die Ausstattung des Robotiklabors war beeindruckend – das vor Ort zu sehen, war ganz anders als in der Online-Vorbereitung.
Sebastian: Mich hat überrascht, wie gross und gut ausgestattet das Robotikzentrum in Offenburg ist. In der Industriehalle stehen über 25 Roboter, darunter auch humanoide Modelle. Aktuell arbeiten dort 19 PhDs in Kooperation mit der Industrie.
Würdet ihr eine Teilnahme an BIPs empfehlen?
Gian: Auf jeden Fall! Es ist eine einmalige Erfahrung, und ich würde sofort wieder teilnehmen. Mein Tipp: Wählt die von der Organisation vorgeschlagene Unterkunft – so kommt man leichter mit den anderen in Kontakt.
Sebastian: Ich kann das BIP ebenfalls uneingeschränkt empfehlen. Es bietet einen kurzen, aber sehr intensiven Einblick in ein Fach und vernetzt dich mit anderen gleichgesinnten Studierenden aus ganz Europa.
Gibt es besondere Erlebnisse, die euch in Erinnerung geblieben sind?
Gian: Ein Highlight war die Demonstration eines neuen humanoiden Roboters.
Sebastian: Unsere erste Interaktion mit einem humanoiden Roboter war definitiv unvergesslich – gleichzeitig faszinierend und ein bisschen unheimlich.
Das BIP in Offenburg hat eindrücklich gezeigt, wie wertvoll die Verbindung von praxisnaher Lehre und internationaler Zusammenarbeit ist. Erfahrungen wie diese erweitern nicht nur das fachliche Wissen, sondern prägen auch den persönlichen und beruflichen Horizont nachhaltig.
Take your chance to study abroad!

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