Die Kaserne Basel präsentierte vom 12. bis 14. Juni 2026 die Produktion «Countryside 1 - Waldenburg» von Regisseur Maximilian Hanisch mit sechs Studierenden des Masterstudio Scenography der HGK Basel, die zu einem Roadtrip durch Waldenburg einluden.
Vom 12. bis 14. Juni 2026 verwandelte sich Waldenburg in eine Bühne für das Theaterprojekt «Countryside 1 – Waldenburg» des Regisseurs Maximilian Hanisch. Gemeinsam mit der Kaserne Basel, der Performerin Jasmin Gloor und sechs Studierenden des Masterstudio Scenography im Masterstudio Design der HGK Basel entstand ein vielschichtiger Parcours, der sich mit den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen des ländlichen Raums auseinandersetzte.
Unter der Leitung von Prof. Andreas Wenger und Martina Ehleiter entwickelten die Studierenden mehrere künstlerische Interventionen, die das Publikum durch Waldenburg führten und neue Perspektiven auf die Gemeinde eröffneten. Ausgangspunkt war die Frage, wie sich das Leben auf dem Land verändert und welche Geschichten sich hinter dem Bild einer vermeintlich idyllischen Landschaft verbergen.
Der theatrale Parcours verband lokale Geschichte mit aktuellen Themen und führte die Besucher:innen durch unterschiedliche Orte und Erzählungen. Im Zentrum standen Begegnungen mit Bewohner:innen, Einblicke in die Geschichte des Hauensteinpasses und der Uhrenindustrie sowie Auseinandersetzungen mit Fragen von Mobilität, Ökologie, Kultur und gesellschaftlichem Wandel. Die künstlerischen Arbeiten der Studierenden machten dabei verborgene Geschichten sichtbar und eröffneten neue Zugänge zu Waldenburg und seiner Umgebung.
Den Abschluss bildete eine Inszenierung in der ehemaligen Firmenzentrale der Revue Thommen AG. Die leerstehende Uhrenfabrik wurde zum Aufführungsort für eine Performance, die persönliche Erfahrungen, Interviews und dokumentarisches Material miteinander verknüpfte und nach der Zukunft des ländlichen Raums fragte.
Das Projekt bot den Studierenden die Möglichkeit, ortsspezifische und partizipative Formen des Theaters im direkten Austausch mit einer Gemeinde zu entwickeln und umzusetzen. Gleichzeitig entstand ein Dialog zwischen Stadt und Land, Kunst und Alltag sowie Vergangenheit und Zukunft.





