Felipe Castelblanco, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute Experimental Design and Media Cultures (IXDM) der HGK Basel, steht auf der Short-List für den renommierten Aesthetica Art Award 2026
Felipe Castelblanco, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute Experimental Design and Media Cultures (IXDM) der HGK Basel, gehört mit seiner Arbeit «Tunda: A Quantic Plant and the Devil's Breath» (2025) zu den 20 Finalist:innen des renommierten Aesthetica Art Award 2026. Deren Arbeiten sind vom 17. Juli bis 15. November 2026 in der York Art Gallery in England zu sehen.
Das Mehrkanal-Video «Tunda: A Quantic Plant and the Devil's Breath» (Tunda: Eine Quantic-Pflanze und der Atem des Teufels) aus dem Jahr 2025 untersucht die miteinander verflochtenen Geschichten von Pflanzen und kolonialer Ausbeutung.
Wir sehen einen indigenen Mann, der aus dem kolumbianischen Amazonasgebiet in die Schweizer Alpen versetzt wird und zwischen Vision und Realität hin- und herdriftet. Er landet im Herbarium eines abgelegenen Museums und stösst dort auf botanische Artefakte, die mit der Engelstrompete (Brugmansia) in Verbindung stehen.
Diese Pflanze ist für die indigenen Heiler:innen der Kamnënstá in der kolumbianischen Anden-Amazonas-Region eine wichtige Lehrerin. In diesen Gemeinschaften glaubt man, dass sie die Fähigkeit besitzt, die Grenzen von Zeit und Raum zu überschreiten.
Das Werk verbindet Wissenschaft, Ethnomedizin und Ökologie und regt uns dazu an, unsere Sichtweise zu hinterfragen.
Felipe Castelblanco hat die Arbeit «Tunda: Quantic Plant and the Devil's Breath» im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierten und am Institute Art Gender Nature (IAGN) der HGK Basel angesiedelten Forschungsprojekts «Plants_Intelligence. Learning Like a Plant» (2022–2025) realisiert. Die Arbeit wurde vom Haus für Medienkunst Oldenburg mit in Auftrag gegeben und von der Stiftung Niedersachsen unterstützt.
Die 20 Finalst:innen des Aesthetica Art Award 2026, deren Werke vom 17. Juli bis zum 15. November in der York Art Gallery zu sehen sind, setzen sich in den Bereichen Fotografie, Film, Installation, Malerei und digitale Medien mit den Themen Umwelt, Identität und Kultur bzw. mit den miteinander verflochtenen Belastungen auseinander, die das heutige Leben prägen: rasante technologische Entwicklungen, die Wahrnehmung und Wahrheit neu definieren; das Erbe der Kolonialgeschichte und dessen Auswirkungen auf Identität und Zugehörigkeit; sowie ökologische Systeme, die unter Druck stehen.
Die Werke führen durch Wälder, Ozeane und Berglandschaften und loten gleichzeitig technologische Störungen, innere Welten und Stadtstrassen aus. Hier ist Kunst eine Kraft der Disruption und Neukalibrierung, die neue Wege zum Verständnis der Welt eröffnet.
Die Ausstellung wird von Cherie Federico kuratiert und in Zusammenarbeit mit dem York Museums Trust produziert.
Der Aesthetica Art Award ist ein internationaler Kunstpreis des britischen Kunst- und Kulturmagazins Aesthetica. Er zeichnet zeitgenössische Kunst in verschiedenen Bereichen wie Malerei, Fotografie, Installation, Video und Performance aus und richtet sich sowohl an etablierte als auch an aufstrebende Kunstschaffende. Die nominierten Werke werden meist in einer begleitenden Ausstellung in York (England) präsentiert.
Wir gratulieren Felipe Castelblanco herzlich zu seiner Nominierung für diesen bedeutenden Kunstpreis und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!

Tunda is realized in the framework of Plants_Intelligence. Learning Like a Plant, a research project funded by SNSF and hosted by IAGN HGK Basel FHNW. Co-commissioned by the Haus für Medienkunst Oldenburg and supported by Stiftung Niedersachsen. 


The Devils Breath, still 
Jungfraujoch 2021 
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