Auf Einladung des Doktoratsprogramms Make/Sense der HGK Basel ist die brasilianische Künstlerin und PhD-Kandidatin Ludgi Porto vom 30. März bis 12. April 2026 zu Gast im Residenzprogramm «HGK Basel @ Atelier Mondial».
Auf Einladung des Doktoratsprogramms Make/Sense der HGK Basel ist die brasilianische Künstlerin und PhD-Kandidatin Ludgi Porto vom 30. März bis 12. April 2026 zu Gast im Residenzprogramm «HGK Basel @ Atelier Mondial».
Ludgi Porto ist Künstlerin und Doktorandin im Make/Sense-Programm, wo sie von Prof. Dr. Ines Kleesattel, Leiterin Forschung am Institute Arts and Design Education (IADE) der HGK Basel, betreut wird.
Ludgi Portos PhD-Projekt «Relational Bodies: Possession and Exorcism in Artistic Practice» untersucht das Spektrum zwischen Exorzismus, Besessenheit und künstlerischen Praktiken und konzentriert sich dabei auf die Künstlerin Lygia Clark und die Macumba-Rituale aus Brasilien. Es untersucht, inwiefern Macumba die therapeutische Arbeit von Lygia Clark in der Performancekunst beeinflusst haben könnte.
Im Mittelpunkt des Ansatzes stehen die Konzepte der «Dekolonisierung des Unbewussten», basierend auf der Arbeit von Suely Rolnik, und Macumba als eine Reihe spiritueller Praktiken, die eine Verbindung zwischen Menschen und den verzauberten unsichtbaren Lebensformen fördern, wie sie von Luiz Antonio Simas dargestellt werden. Das Projekt zielt darauf ab, diese Definitionen durch künstlerische Praktiken zu vermischen und zu verkomplizieren, die Exorzismus, Besessenheit, Psychotherapie und die Stimme als Schlüsselelement ritueller Ausdrucksformen einbeziehen.
Ludgi Porto erwarb ihren Master of Fine Arts (MFA) in Performance an der ABK Stuttgart (2023, mit DAAD-Stipendium), studierte an der Kunstakademie Münster (2019, DAAD-Stipendium) und nahm ausserdem an einem Austauschprogramm an der Rutgers University teil (2013, CAPES-Stipendium). Sie wurde mit dem DAAD-Preis (2021) und einem Deutschlandstipendium (2022) ausgezeichnet sowie mit einer PROAC-Förderung in São Paulo, Brasilien (2016).
Ihre Arbeiten waren in Projekten am Theater Rampe Stuttgart (2023) und in der Kunsthalle Baden-Baden (2021) zu sehen, und sie wurde 2018 für den EDP-Kunstpreis des Tomie Ohtake Institute nominiert. Ludgi Porto verfügt über umfangreiche Lehrerfahrung und war am SESC Brasilien (2017–2019) tätig, hielt Vorlesungen an der Universidade Estadual Paulista (2016–2018) und am Künstlerhaus Stuttgart (2021–2023).
Das Doktoratsprogramm Make/Sense an der HGK Basel empfängt im Rahmen des Residenzprogramms «HGK Basel @ Atelier Mondial» regelmässig Betreuer:innen und Doktorand:innen der Universität der Künste Linz. Die Residenz soll den bestehenden akademischen Austausch stärken und die Entwicklung gemeinsamer Forschungs-, Ausstellungs-, Publikations- und Veranstaltungsprojekte fördern.

