«We Could Not Resist That Call» – die 31. Folge der Podcast-Reihe «The Tale and the Tongue» des Institute Art Gender Nature (IAGN) der HGK Basel – basiert auf einem Gespräch mit der Cyberfeministin Laurence Rassel.
Die 28. Folge der Podcast-Reihe «The Tale and the Tongue» des Institute Art Gender Nature (IAGN) der HGK Basel trägt den Titel «To Stir the Desire for Something Else» und basiert auf einem Gespräch zwischen der belgischen Cyberfeministin Laurence Rassel und Sonia Fernández Pan, Moderator:in dieser Podcast-Reihe.
Sonia Fernández Pan schreibt über Laurence Rassel: «Ich habe Laurence Ende 2025 auf der Feministaldia in San Sebastián getroffen. Sie sprach über etwas, das sie eine Open-Source-Institution nennt. Genauso wie wir die Maschinen, die wir benutzen, verstehen sollten, indem wir sie öffnen und uns ansehen, woraus sie bestehen, sollten wir auch Institutionen öffnen, um zu verstehen, wie sie wirklich funktionieren.
Im Gespräch mit Laurence kam das Thema Privilegien zur Sprache. Bestimmte Formen des Widerstands als Privileg abzutun, ist auch eine Art, die Tatsache zu leugnen, dass wir immer noch einen gewissen Handlungsspielraum haben. Nicht jeder versteht Erfolg auf dieselbe Weise, und nicht jeder hat dieselben Motivationen oder Bestrebungen. An diesen Unterschieden festzuhalten ist wichtig, gerade um ein Monopol der Wünsche zu vermeiden.
Dieses Gespräch mit Laurence fand Ende Januar 2026 statt. Ich schlug eine Zeitreise vor, zurück in die 1990er-Jahre, um zu sehen, wie es damals in Bezug auf das Internet und die Versprechen der Technologie aussah. Am Ende unseres Treffens kehrten wir noch einmal ins Jahr 2003 zurück. ‹Ich möchte im 21. Jahrhundert nicht allein sein›, sagte Laurence damals. Nun, da wir wissen, wie einsam wir sein können, obwohl wir hypervernetzt sind, ist es vielleicht an der Zeit, immer wieder in die Vergangenheit zurückzukehren – nicht aus Nostalgie für das, was verloren gegangen ist, sondern für das, was wir noch zurückgewinnen können.»
Der Podcast «Promise No Promises!» des Institute Art Gender Nature (IAGN) der HGK Basel ist als akustischer Think-Tank konzipiert, mit dem Ziel neue soziale Sprachen und Methoden zu erproben, um die Rolle von Gender in Kunst, Kultur, Wissenschaft und Technologie zu verstehen. Die Stimme ist dabei von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des individuellen und sozialen Bewusstseins für Gender und Gleichberechtigung. Denken, Erzählen und Zuhören sind Schlüsselelemente.
