Eva Weinmayr, Gastprofessorin am Institute Experimental Design and Media Cultures (IXDM) der HGK Basel, und Sarah-Mai Dang untersuchen in einer neuen Publikation, wie plattformbasierte Formate wissenschaftliche Erkenntnismodelle verändern.
Wie verändern plattformbasierte Publikationsformen die Verlagslandschaft und wissenschaftliche Erkenntnismodelle? Stellen sie deren Ein- und Ausschlussprinzipien infrage? Prof. Dr. Eva Weinmayr, Gastprofessorin am Institute Experimental Design and Media Cultures (IXDM) der HGK Basel, und Dr. Sarah-Mai Dang untersuchen die «Die Politiken des Publizierens» in dem als Open-Access-Publikation im Verlag Meson Press erschienenen Sammelband «Banales Publizieren».
In der Annahme, dass das Teilen von Wissen eine politische Praxis darstellt, diskutieren Eva Weinmayr und Sarah-Mai Dang in ihrem Beitrag mit dem Titel «Die Politiken des Publizierens: Wissenschaftlicher Aktivismus und künstlerisches Veröffentlichen» wissenschaftliche, künstlerische und aktivistische Aspekte des Veröffentlichens. Fragen zur Konstruktion von Autor:innenschaft, zu Praktiken von Care, experimentellen und rechtlichen Implikationen in der Nutzung und Verbreitung von Forschungsergebnissen und nicht zuletzt zu den Möglichkeiten und Grenzen von Open Access spielen für sie dabei eine zentrale Rolle.
Das Gespräch, auf dem der Artikel entstanden ist, basiert auf den Beiträgen von Eva Weinmayr und Sarah-Mai Dang zur Tagung «Banales Publizieren», die von Elisa Linseisen und Dorothea Walzer im April 2023 an der Ruhr Universität Bochum ausgerichtet wurde.
Praktiken, Verfahren und Episteme des Selfpublishings in Kunst, Literatur und Wissenschaft treten heute konkurrierend neben die institutionalisierte Publikationslandschaft. Der von Dorothea Walzer und Elisa Linseisen herausgegebene Band «Banales Publizieren» schlägt vor, die «Banalität» als wesentliches Merkmal des digitalen Selbstpublizierens zu begreifen. Ziel ist es, die Erweiterung und Überformung der institutionalisierten Verlagslandschaft durch plattformbasierte Publikationsmodelle zu verstehen und zu fragen, inwiefern diese Entwicklung (die eigenen) wissenschaftlichen Erkenntnismodelle und ihre konstitutiven Ein- und Ausschlussprinzipien aufs Spiel setzt.

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