Im Rahmen von «Art@Dreispitz» vom 17. Juni 2026 findet im CIVIC der HGK Basel eine Performance von Rondi Park statt. Unter dem Titel «Geup-Sik» (Given to eat) geht es um das Kochen, das Essen und das Teilen als Gesten der Fürsorge und Verbundenheit.
Im Rahmen von «Art@Dreispitz» lädt Rondi Park, Absolventin des Master-Studiengangs Fine Arts am Institute Art Gender Nature (IAGN) der HGK Basel, am Mittwoch, 17. Juni 2026, ab 16 Uhr im Bildungs- und Experimentierort CIVIC der HGK Basel zur kollektiven Performance «Geup-Sik» (Given to eat) ein – einer öffentlichen Kochrunde, bei der das koreanische Fischer:innen-Gericht Choongmoo Kimbap zubereitet und gemeinsam mit dem Publikum geteilt wird.
Rondi Parks Performance «Geup-Sik» (Given to eat) entspringt dem schlichten Wunsch, etwas zu schaffen, das unmittelbar mit Essen verbunden ist – inspiriert von der Vorstellung, dass koreanische Küche nicht komplex, sondern direkt, grosszügig und gemeinschaftlich ist.
Der Raum füllt sich mit der Präsenz der Zutaten: beeindruckende Berge von Tintenfisch, üppige Häufchen frischen Gemüses, feine Edelstahlschalen, die den Alltag in Korea und Thailand heraufbeschwören. Es entsteht nicht nur ein visuelles Arrangement, sondern eine Atmosphäre – durchzogen von Sesamöl, frisch gekochtem Reis und der Fülle des Umami. Der ganze Raum scheint nach Essen zu duften, durchdrungen von der gemeinsamen Tätigkeit, die ihn prägt.
Die Performance entfaltet sich in der Art eines Pop-up-Restaurants: Ausrollen, Schneiden, Zusammenstellen – die Zubereitung wird zu einer gemeinsamen, sichtbaren Handlung. Im Mittelpunkt steht eine schlichte, zugleich bedeutsame Geste: Eine Person reicht einer anderen direkt einen Bissen. Dieses Füttern wird zur Handlung, die Distanzen überwindet, soziale Kreise durchbricht und eine intime Begegnung schafft.
Die Geste erinnert an die Figur der «Küchenfrauen» – jene, die in grossen Mengen kochen, oft für Menschen, die sie nicht kennen, und dabei eine mütterliche, selbstverständliche Fürsorge verkörpern. Sie spiegelt eine Kultur des Fütterns wider: grosszügig, wiederholend, körperlich präsent, und von einem Bedeutungsgehalt getragen, der über das reine Essen hinausgeht. Rondi Park interpretiert dies zugleich als persönliche Erinnerung und als kulturellen Kommentar, in dem eine Form der Fürsorge sichtbar wird, die andernorts nicht selbstverständlich ist.
Eine feine Klangschicht begleitet die Performance und ruft die sinnliche wie emotionale Erfahrung des Essens hervor – wie es sich im Körper anfühlt, wie es sich ansammelt und nachhallt. So wächst das Werk zu einem fortlaufenden Festmahl, einem zeitlich ausgedehnten Fischer:innen-Essen, in dem Genuss und Demut nebeneinander bestehen. Das gemeinsame Essen öffnet einen Raum für direkte, körperliche und gemeinschaftliche Verbundenheit.
«Art@Dreispitz» ist ein gemeinsames Schwerpunktprogramm des Atelier Mondial, des HEK (Haus der Elektronische Künste), des Kunsthaus Baselland und der HGK Basel, das am Mittwoch, 17. Juni 2026, ab 16 Uhr rund um den Freilager-Platz stattfindet – begleitend zur Art Basel 2026.
Das Programm umfasst Ausstellungen, Performances, Musik, Installationen sowie Open Studios und bietet den Besucher:innen eine einzigartige Gelegenheit, die lebendige Vielfalt der künstlerischen Praktiken rund um den Freilager-Platz auf dem Dreispitz-Areal zu erleben.
Eckdaten
- Adresse
- Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW
Freilager-Platz 1
4142 Münchenstein - Durchführungen
- 17.6.2026, 16:00–Open End, CIVIC, HGK Basel
Teilnehmen
Art@Dreispitz: Geup-Sik (Given to eat) – Performance von Rondi Park
- Datum
- 17.6.2026, 16:00–Open End
- Ort
- CIVIC, HGK Basel
