Mit «Flowing Upstream» präsentiert Martin Wöllenstein, Absolvent des Master-Studiengangs Transversal Design an der HGK Basel, an der Volta Art Fair 2026 ein multidisziplinäres Ausstellungsprojekt, das aus seiner Master-Thesis hervorgegangen ist.
Mit «Flowing Upstream» präsentiert Martin Wöllenstein, Absolvent des Master-Studiengangs Transversal Design am Institute Experimental Design and Media Cultures (IXDM) der HGK Basel, an der Volta Art Fair vom 18. bis 21. Juni in Basel ein multidisziplinäres Ausstellungsprojekt, das aus seiner praxisorientierten Master-Thesis zum Müllkolonialismus zwischen Europa und Westafrika hervorgegangen ist. Das Projekt ist eine Kooperation von Martin Wöllenstein (Schweiz) in Zusammenarbeit mit der Supreme Masqueraders Society (Ghana) und Impari (Deutschland) – kuratiert von Carlos Cabral Nunes, Direktor der Perve Galeria Lissabon.
Martin Wöllensteins Master-Thesis basiert auf einer zweijährigen Zusammenarbeit mit Nnoboa Space – einem Kollektiv aus Ghana, das Künstler:innen, Designer:innen, Unternehmer:innen und Aktivisten:innen aus Ghana, Deutschland und der Schweiz zusammenbringt und zu dessen Gründungsmitgliedern Martin Wöllenstein gehört. Gemeinsam arbeitet das Kollekiv an Projekten für soziale und ökologische Transformation im Bildungs- und Designbereich zwischen Ghana und Europa.
Der theoretische Teil der Arbeit orientiert sich an der Frage: Wie kann internationale Süd-Nord-Zusammenarbeit im Kontext von Müllkolonialismus zwischen Europa und Westafrika zu einem systemischen Wandel beitragen?
Für den praktischen Teil konzipierte Martin Wöllenstein eine grosse Upcycling-Textilinstallation in Zusammenarbeit mit Schneidern des Karnevalsvereins Supreme Masqueraders Society in Sekondi-Takoradi, Ghana. Die immersive Installation besteht aus grossen Patchworks, die aus 400 ausrangierten Karnevalskostümen der Ankos Masquerade, dem grössten Karneval Westafrikas, hergestellt wurden. Für dieses Fest werden jedes Jahr über 10'000 Kostüme von Hand genäht. Danach werden diese Kostüme meist weggeworfen oder verschenkt. In den vergangenen zwei Jahren hat das Kollektiv Nnoboa Space solche Kostüme zu Modekollektionen und Kunstwerken upgecycelt.
Die für die Textilinstallation «Flowing Upstream» hergestellten Patchworks dienen als modulare, mobile Wände, um eine immersive Textilarchitektur in Form eines Labyrinths zu errichten.
Das Kunstwerk wurde von Ghana über den Atlantik und den Rhein nach Basel verschifft. Seine Reise kehrt die vorherrschende Richtung der globalen Modeabfallströme um, indem Textilabfälle aus Ghana nach Europa gelangen. Das Projekt strebt eine interne Kreislaufwirtschaft an: Abfall wird zu Kunst. So wird nicht nur ein öffentliches Statement gesetzt, sondern auch neues kulturelles und ökonomisches Kapital generiert. Alle Einnahmen und Chancen, die bei dem Projekt entstehen, werden gleichmässig unter den Kooperationspartner:innen aufgeteilt, um ihre professionelle Praxis und die Zusammenarbeit des Kollektivs weiterhin zu unterstützen.
Besucher:innen der Textilinstallation «Flowing Upstream» an der Volta Art Fair 2026 werden im Inneren des Labyrinths auf Performer:innen treffen, die bestimmte Ideen verkörpern und spezifische Situationen initiieren. In poetischen Interaktionen explorieren Besucher:innen und Performer:innen gemeinsam karnevaleske Methoden wie Camouflage, Mimikry, Rollenspiel oder Verwandlung.
PROJEKTCREDITS
Eckdaten
- Adresse
- Volta Art Fair
Congress Center
Messeplatz
4058 Basel - Durchführungen
- 18.6.2026–21.6.2026, Volta Art Fair, Congress Center, Messeplatz Basel
Teilnehmen
Flowing Upstream: Martin Wöllenstein an der Volta Art Fair 2026
- Datum
- 18.6.2026–21.6.2026
- Ort
- Volta Art Fair
Congress Center
Messeplatz Basel
