Im Bagno Popolare in Baden ist vom 29. März bis 30. Mai 2026 die Ausstellung «Lithium Baths and Electric Bulbs» zu sehen, die auf einer im PhD-Programm Make/Sense der HGK Basel entstandenen Doktorarbeit von Anastasia Kubrak beruht.
Im Bagno Popolare in Baden ist vom 29. März bis 30. Mai 2026 die Ausstellung «Lithium Baths and Electric Bulbs» zu sehen, die auf der künstlerischen Doktorarbeit von Anastasia Kubrak beruht, die sie im gemeinsamen PhD-Programm Make/Sense der HGK Basel und der Universität der Künste Linz durchgeführt hat. Ihre Forschung untersucht die Rolle von Lithium sowohl als kritischen Rohstoff für die Energiewende der EU als auch als medizinischer Wirkstoff.
Ausgehend von einer spekulativen Archäologie des Lithiumwassers verbindet die Ausstellung historische Lithiumbäder mit der industriellen Nutzung des Elements in Batterien und reflektiert so die Schnittstelle zwischen Gesundheit, Energie und Wirtschaft – von der Elektrotherapie bis zur Energiewende.
Die mineralreichen Quellen Badens ziehen seit Jahrhunderten Kurgäste an. Lithium war einer dieser Heilstoffe, die durch Bade- und Trinkkuren an den Promenaden entlang der Limmat konsumiert wurden. Seit seiner Entdeckung im 19. Jahrhundert hat Lithium viele Hoffnungen und Vorstellungen von einer besseren Zukunft geweckt. Heute wird Lithium nicht mehr zur Regeneration des Körpers verwendet, sondern zum Antrieb der Batterien von Elektroautos. Als entscheidendes Element der europäischen Energiewende erlebt Lithium ein Comeback mit dem Versprechen einer anderen Art von Heilung.
Die Ausstellung verfolgt die Geschichte des Lithiums und fragt: Wie entstehen Hoffnungen und Wünsche, die mit bestimmten Substanzen verbunden sind? Die Installation, die im ehemaligen Inhalatorium in Baden inszeniert ist, konzentriert sich auf den Vorgang der Abfüllung von Mineralwasser. Jede Flasche enthält ein Versprechen, von erhöhter körperlicher Leistungsfähigkeit bis hin zur «grünen» Gewinnung von Mineralien. Aber was wäre nötig, um diese Wasser wieder zu entflaschen? Könnte das Baden in Lithium eine Strategie des Widerstands gegen die Rohstoffindustrie und eine Praxis sein, um sich andere Zukunftsszenarien vorzustellen?
Die Vernissage der Ausstellung findet am Samstag, 28. März 2026, um 17 Uhr statt.
Eckdaten
- Veranstaltet durch
- Institute Experimental Design and Media Cultures
- Adresse
- Bagno Popolare Inhalatorium
Limmatpromenade 26
5400 Baden - Durchführungen
- 29.3.2026–30.5.2026, 13:00–17:00, Bagno Popolare Inhalatorium, Baden
Teilnehmen
Lithiumbäder und Glühbirnen: eine spekulative Ausstellung von Anastasia Kubrak in Baden
- Datum
- 29.3.2026–30.5.2026, 13:00–17:00 Uhr
- Ort
- Bagno Popolare Inhalatorium, Baden
- Hinweise
- Öffnungszeiten: jeweils am Samstag und Sonntag, 13 bis 17 Uhr / Vernissage: 28. März 2026, 17 Uhr / Finissage: 31. Mai 2026
