Im Netzwerkmodul Art Education des Institute Arts and Design Education (IADE) der HGK Basel wird vom 7. bis 14. Februar 2026 die Gestaltung von Bildungsprozessen für den Umgang mit unseren Lebenswelten in verschiedenen Formaten vertieft.
Eckdaten
- Veranstaltet durch
- Institute Arts and Design Education (IADE)
- Adresse
- Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW
Freilager-Platz 1
4142 Münchenstein - Durchführungen
- 9.2.2026–14.2.2026, 09:30–16:30, Institut Arts and Design Education, Learning Lab Arts and Design
Programm
Im Netzwerkmodul Art Education des Institute Arts and Design Education (IADE) der HGK Basel wird vom 7. bis 14. Februar 2026 unter dem Titel «taking responsibility» die Gestaltung von Bildungsprozessen für den Umgang mit unseren Lebenswelten in einem abwechslungsreichen Programm mit Vorlesungen, Inputs und Workshops anhand von praktischen Beispielen eingehend untersucht (siehe Programmübersicht).
Wie gehen wir mit unseren Lebenswelten um? Wie übernehmen wir Verantwortung gegenüber den bestehenden Herausforderungen – in sozialer, ökologischer, und auch wirtschaftlicher Dimension? Als Kunstvermittler:innen, als Lehrpersonen Bildende Kunst. Wie können wir also den Umgang mit unseren Lebenswelten in Bildungsprozessen gestalten? Und dies ganz konkret, an dem Ort, an dem wir sind.
Das Netzwerkmodul Art Education geht diesen Fragen nicht nur nach. Als Konsequenz der gemeinsamen Diskussionen, der Vorträge und der Workshops geht es darum, Unterrichtsentwürfe zu entwickeln, die von Kunst und Gestaltung aus eine konkrete Bildung für nachhaltige Entwicklung ins Zentrum stellen.
Programmübersicht
Montag, 9. Februar 2026
09.30–09.40 Uhr: Begrüssung – Dorothée King
09.40–10.00 Uhr: Netzwerkwoche Art Education taking responsibility – Beate Florenz
10.00–10.45 Uhr: Fülle und Knappheit: Nachhaltigkeit als transversales Prinzip im Lehrplan Bildende Kunst – Gabriela Rey
10.45–11.15 Uhr: Pause
11.15–12.30 Uhr: Klimabildung im Kunstunterricht. Impulse aus Kunst und Design – Prof. Dr. Sara Burkhardt
12.30–13.30 Uhr Mittagspause / HGK Basel Campus-Tour – Lena Stockmeyer
13.30–14.00 Uhr: Intro Unterrichtsentwurf und Wochenstruktur – Lena Stockmeyer
14.00–14.30 Uhr: Vorstellung der Workshopleitenden (siehe auch Workshop-Beschreibungen) und Bezug der Workshopräume – Thea Drechsler, Karolin Meunier, Haimo Ganz, Melanie Simoni, Merle Ibach
14.30–16.00 Uhr: Workshopblock 1: Einstieg ins Thema
Dienstag, 10. Februar 2026
09.30–16.30 Uhr: Workshopblock 2 & 3: inhaltliche und praktische Vertiefung
Mittwoch, 11. Februar 2026
09.30–09.45 Uhr Gemeinsamer Start und Einführung Ablauf Marktplatz – Beate Florenz
10.00–12.00 Uhr: Marktplatz: Austausch der Workshopgruppen
12.15–12.45 Uhr: Gemeinsamer Schluss und Informationen zum Nachmittag – Beate Florenz
12.30–13.30 Uhr: Mittagspause
13.30–16.30 Uhr: Besuche vor Ort – Eigenverantwortung
Donnerstag, 12. Februar 2026
09.30–12.30 Uhr: Workshopblock 4: Abschluss und Überleitung Unterrichtsentwurf
12.30–13.30 Uhr: Mittagspause
13.30–16.30 Uhr: Arbeit am Unterrichtsentwurf
Freitag, 13. Februar 2026
09.30–09.45 Uhr: Gemeinsamer Start & Vorgehen Microteaching
10.00–12.00 Uhr: Microteaching: Erprobung der Unterrichtsentwürfe
12.15–12.30 Uhr: Gemeinsamer Abschluss & Infos Netzwerkwoche Frühlingssemester 2026 - Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)
12.30–13.30 Uhr: Abschlussapéro mit Erzeugnissen aus dem Workshop Flour Power
13.30–16.30 Uhr: Überarbeitung Unterrichtsentwurf (späteste Abgabe bis 16.30 Uhr).
Konzept & Organisation: Beate Florenz, Lena Stockmeyer
Workshops
Workshop 1
Entwurzelt, kultiviert, verwachsen: künstlerisch-forschende Pflanzenbestimmung
mit Karolin Meunier, Raum: LLAD, A 1.15
Dieser Workshop beinhaltet einen Ausflug in die nahegelegenen Merian Gärten und daran anschliessende eigene Recherchen. Wir gehen der Kulturgeschichte einzelner Pflanzen nach und tragen Fakten, Bilder, Erzählungen und Spekulationen zusammen. Welche gesellschaftspolitischen Aspekte – wie etwa (post-)koloniale oder wirtschaftliche Interessen – bilden sich darin ab? Und wie lassen sich diese zeigen und vermitteln? Dabei gehen wir auf zeitgenössische Positionen von Künstler:innen ein, deren Forschung sich ökologischen Fragen widmet, zum Beispiel Åsa Sonjasdotters Projekt «The Order of Potatoes».
Workshop 2
Flour Power
mit Haimo Ganz, Raum: FoodCultureLab (Oslostrasse 10)
Einkorn, Emmer, Dinkel, Weichweizen, Hartweizen – Getreide, das unsere Geschichte geprägt hat. Durch den Weizen wurden wir sesshaft, eigneten uns Gebiete an und wurden, wer wir heute sind. In Anbetracht der aktuellen Weltlage täte uns etwas mehr Frieden und Bescheidenheit gut. Wir arbeiten nur mit Mehl und Wasser. Und denken nach über Flour & Power.
Workshop 3
Reparatur als Designhalt(er)ung
mit Merle Ibach, Raum: Malerei A 1.11
Wie reparieren wir Gesellschaft? In diesem Modul erarbeiten wir gemeinsam die Politiken des Reparierens. Ausgehend von den Agenden der EU und der Schweiz – vom «Right to Repair» bis zu den 6R der Nachhaltigkeit – betrachten wir Reparieren als gesellschaftliche und gestalterische Praxis. Im eigenen Tun diskutieren wir das kreative Potenzial des Selbermachens, um zu einer zirkulären Gestaltungskultur beizutragen.
Workshop 4
Tun und Tragen: Textile Reparatur, Slow Fashion, Stickerei
mit Melanie Simoni, Raum: Seminar HGK, A 2.11
Wir befassen uns mit der Reparatur textiler Produkte – im weitesten Sinne. Stickerei entschleunigt und lässt Raum für Gedanken entstehen. Wie und warum kommunizieren wir mit Textilien? Welche Möglichkeiten eröffnet das? Wie haben Generationen vor uns Textilien genutzt und repariert? Wir loten Möglichkeiten des praktischen und künstlerischen Tuns im Feld der Stickerei aus. Während Hands-on-Erprobungen sinnieren wir über die gesellschaftliche und persönliche Bedeutung von Textilien und über Signale, die wir mit (reparierten) Textilien aussenden.
Workshop 5
Wenn Flüsse sprechen: Politische Ökologie im künstlerischen Schreiben
mit Thea Drechsler, Raum: Tondra, A 1.17
Wir untersuchen, wie nicht-menschliche Entitäten wie Flüsse, Berge und Landschaften als Subjekte und teils als Rechtspersonen gedacht werden. Die Anerkennung nicht-menschlicher Entitäten markiert eine notwendige, gesellschaftliche Paradigmenverschiebung vom Denken des Anthropozäns (das menschgemachte Erdzeitalter) hin zur Einsicht in wechselseitige Abhängigkeiten und ökologische Verflechtungen. Ausgehend von einer Kritik an Aufklärung und westlicher Rationalität hören wir Ausschnitte des Deutschlandfunk-Hörspiels «Die Konferenz der Flüsse». Diese bildet die Basis für experimentelle Schreibübungen und Storytelling hin zu einem Perspektivwechsel.
Die Plenumsveranstaltungen am Montag, Mittwoch und Freitag finden in der Aula der HGK Basel (D 1.04) statt. Die Workshops werden in den jeweils angegebenen Räumen durchgeführt.
Das Netzwerkmodul Art Education ist ein gemeinsames Lehrangebot der Master-Studiengänge Art Education der HGK Basel FHNW, der Hochschule der Künste Bern, der Hochschule Luzern und der Zürcher Hochschule der Künste. Das hochschulübergreifende Modul dient dem Austausch in der Lehre und fokussiert den internationalen Diskurs zu Theorie und Forschung der Kunst- und Designvermittlung. Es wird seit 2008 jedes Semester durchgeführt, findet im Wechsel an den verschiedenen Standorten der Hochschulen statt und ist in die Master-Studiengänge der Standorte integriert. Seit 2021 ist das Netzwerkmodul Art Education an der HGK Basel im Learning Lab des Institute Arts and Design Education (IADE) situiert.
Teilnehmen
Taking Responsibility: Netzwerkmodul des Institute Arts and Design Education (IADE) der HGK Basel
- Datum
- 9.2.2026–14.2.2026, 09:30–16:30 Uhr
- Ort
- Institut Arts and Design Education
Learning Lab Arts and Design
