In ihrer künstlerischen Arbeit setzte sich Louise Guerra mit der Theorie, der Geschichte und der Praxis von Kollektivität auseinander.
Eckdaten
Sie war einerseits eine fiktive Künstlerin, die sich Gedanken, Formen, Theorien und Biographien anderer aneignete, andererseits ein Kollektiv, das von 2013 bis 2017 mit Ausstellungen, Publikationen, Performances und weiteren Manifestationen an die Öffentlichkeit trat. Louise Guerra ist eine Figur, deren Praxis auf andere Figuren wie Louise Michel, Louise Bourgeois oder Louise Lawler verweist, mit denen sie den Vornamen teilt. Zunächst standen Malerei und Autorschaft im Zentrum, bald aber wurde deutlich, dass die Interessen von Louise Guerra nach einer neuen künstlerischen Methodik und Praxis verlangten, die auch ästhetische Theorie, Alltagsleben, Politik und Bildung einbezogen.
2018 gründeten die Künstlerinnen Kathrin Siegrist und Chantal Küng das Louise Guerra Archive. Seither befassen sie sich mit dem Nachlass und der Frage, wie deren Werk aktualisiert und vermittelt werden soll. Keine richtige Schule zeigt (beinahe) die gesamte Garderobe von Louise Guerra, aus der Cosima Grand an der Eröffnung für ihre Improvisation einige Stücke auswählen wird.
Kuratiert von Roman Kurzmeyer
Mit einer Performance von Cosima Grand
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 14 – 18 Uhr
Und nach Vereinbarung: dertank.hgk@fhnw.ch
Weitere Informationen: der-tank.institut-kunst.ch
Bild: Louise Guerra, LouiseGuerraArchive/15_storage/03_drawing/LGA_IMG_3070
