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KISO – Kindesschutz bei sexualisierter Onlinegewalt

Kindesschutz und professionelle Unterstützung bei sexualisierter Onlinegewalt in der Schweiz (KISO): eine wissenschaftliche Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW)

Kurzbeschreibung

Viele Kinder und Jugendliche in der Schweiz erleben sexualisierte Onlinegewalt. Dies kann schwerwiegende negative Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden haben und zu einer ernsthaften Gefährdung führen. So viel ist bekannt. Welche Unterstützung Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt im Internet benötigen und welche Unterstützung sie innerhalb des Kindesschutzsystems erhalten – darüber wissen wir jedoch so gut wie nichts. Es gibt derzeit keine Erkenntnisse darüber, auf welchen Wegen Kinder und Jugendliche an Unterstützung kommen, ob sie dabei möglicherweise auf Hindernisse stossen, welche Art der Unterstützung ihnen innerhalb des Kindesschutzsystems angeboten wird, wie sie diese Unterstützung wahrnehmen und wie das Unterstützungssystem grundsätzlich funktioniert.

Diese fundamentale Wissenslücke wollen wir schliessen. Mit der Studie«KISO – Kindesschutz und professionelle Unterstützung bei sexualisierter Onlinegewalt in der Schweiz» («OSAS online sexual abuse support – Understanding the child protection support system for online child sexual abuse in Switzerland: Perspectives of young people and professionals») wollen wir das Bewusstsein schärfen und die Unterstützung für betroffene Kinder und Jugendliche

Projektdesign

KISO will folgende Forschungsfrage beantworten:

  • Welche Unterstützung bietet das Kindesschutzsystem in der Schweiz Kindern und Jugendlichen, die Erfahrungen mit sexualisierter Onlinegewalt gemacht haben?

Damit verbunden sind folgende Unterfragen:

  • Wie funktioniert die Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit Erfahrungen sexualisierter Onlinegewalt innerhalb des Kindesschutzsystems in der Schweiz aus Perspektive der Fachpersonen sowie der Kinder und Jugendlichen?
  • Welche Faktoren erleichtern oder behindern eine erfolgreiche Unterstützung?
  • Welche Stärken und Schwächen hat das Kindesschutzsystem bei der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Erfahrungen sexualisierter Onlinegewalt?

Die Forschungsfragen werden mithilfe eines qualitativen Studiendesigns beantwortet: Sowohl Fachpersonen aus dem Deutschschweizer Kindesschutzsystem als auch 10- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche werden dazu befragt, welche Erfahrungen sie mit Unterstützung zu sexualisierter Onlinegewalt gemacht haben und wie sie die Unterstützung erlebt haben.

Die Ergebnisse der Interviews mit den Fachpersonen sowie mit den Kindern und Jugendlichen werden zueinander in Beziehung gesetzt, um durch den Vergleich beider Perspektiven ein tieferes Verständnis über die Wirksamkeit des Kindesschutzsystems zu erlangen. Im nächsten Schritt diskutieren Fachpersonen aus dem Kindesschutzsystem die Ergebnisse in zwei Workshops. Ziel ist zum einen, die Ergebnisse einem «Realitätscheck» zu unterziehen, und zum anderen, Ideen für innovative Instrumente zu entwickeln, die das Kindesschutzsystem im Umgang mit sexualisierter Onlinegewalt verbessern. Auf dieser Grundlage werden schliesslich praxisorientierte und einfach zu verwendende Instrumente für Fachpersonen erstellt: Broschüren, Empfehlungen, Anleitungen, Checklisten und weiteres. Diese Instrumente sollen dabei helfen, sexualisierte Onlinegewalt zunächst zu erkennen und zu diagnostizieren, wirksame Unterstützung zu bieten und zu beurteilen, wann spezialisierte Beratungsdienste hinzugezogen werden sollten.

Projekttitel

Kindesschutz und professionelle Unterstützung bei sexualisierter Onlinegewalt in der Schweiz (KISO)

Förderinstrument

Projektförderung, Schweizerischer Nationalfonds (SNF)

Projektteam

Prof. Dr. Rahel Heeg, Gesuchstellerin und Projektleiterin

Prof. Dr. Kay Biesel, Gesuchsteller und Projektleiter

Dr. Clarissa Schär, Projektkoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin

Aline Schoch, lic. phil., wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dauer

April 2025 bis März 2029

Zusammenarbeit in Forschung und Dienstleistungen

Soziale Arbeit
Forschung und Dienstleistungen Soziale Arbeit
Rahel Heeg

Prof. Dr. Rahel Heeg

Co-Leiterin Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Telefonnummer

+41 61 228 59 57

E-Mail

rahel.heeg@fhnw.ch

Adresse

Hofackerstrasse 30 4132 Muttenz

Kay Biesel

Prof. Dr. Kay Biesel

Co-Leiter Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Telefonnummer

+41 61 228 59 47

E-Mail

kay.biesel@fhnw.ch

Adresse

Hofackerstrasse 30 4132 Muttenz

Clarissa Schär

Dr. Clarissa Schär

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Telefonnummer

+41 61 228 52 85

E-Mail

clarissa.schaer@fhnw.ch

Adresse

Hofackerstrasse 30 4132 Muttenz

Aline Schoch

Aline Schoch, lic. phil.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Telefonnummer

+41 61 228 52 63

E-Mail

aline.schoch@fhnw.ch

Adresse

Hofackerstrasse 30 4132 Muttenz

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