Dr. Yvonne Volkart, Leiterin Forschung am Institute Art Gender Nature (IAGN) der HGK Basel, referiert am Symposium «Ecological Translation» vom 28./29. April 2026 am Goethe-Institut Athen über pflanzliche Wahrnehmungsformen.
Dr. Yvonne Volkart, Leiterin Forschung am Institute Art Gender Nature (IAGN) der HGK Basel, referiert am Symposium «Ecological Translation», das am 28./29. April 2026 am Goethe-Institut Athen stattfindet, über pflanzliche Wahrnehmungsformen und welche Möglichkeiten die künstlerisch-ästhetische Aneignung von VR-Technologien in diesem Bereich bietet.
In ihrer Publikation «Technologies of Care. From Sensing Technologies to an Aesthetics of Attention in a More-than-Human World» (2023) argumentiert Dr. Yvonne Volkart, dass wir, um unser vorherrschendes System des Extraktivismus zu überwinden und an der gemeinsamen Gestaltung einer anderen Welt mitzuwirken, Technologien der Beziehung zum Ökologischen entwickeln müssen und dass die Kunst dabei eine entscheidende Rolle spielen kann.
Mit Technologien sind dabei «technologisch» basierte Techniken gemeint, aber auch, allgemeiner, ästhetische Praktiken der Aufmerksamkeit für die nicht-menschliche Welt, künstlerische Methoden, die helfen, die Sensibilität für das Nicht-Menschliche und «unsere» menschliche Abhängigkeit davon zu schärfen. In Anlehnung an Natasha Myers spricht Yvonne Volkart vom «Antenne-Werden» und davon, dies zurückzugewinnen, denn im Laufe der kapitalistischen Geschichte wurden uns diese Arten des Wahrnehmens geraubt.
In ihrem aktuellen, vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierten Projekt «Plants_Intelligence. Learning Like a Plant» hat sich der Fokus von Yvonne Volkart von künstlerischen Technologien der Aufmerksamkeit auf die Sinne/Technologien von Pflanzen verlagert: Pflanzen, insbesondere Blumen, sind laut Emmanuele Coccia per Definition Antennen. Wie sind Pflanzen in der Welt, wie berechnen und agieren sie, entscheiden und handeln sie, wachsen und dehnen sie sich aus? Welche Technologien und Methoden machen die Wahrnehmungsweisen von Pflanzen greifbar? Können Virtual-Reality-Technologien uns dazu bringen, wie eine Pflanze wahrzunehmen?
Unter Bezugnahme auf zwei verschiedene Virtual-Reality-Projekte der Künstlerin und Forscherin Rasa Smite greift Yvonne Volkart diese Fragen im Rahmen des Symposiums «Ecological Translation» auf und fragt, welche Möglichkeiten die künstlerisch-ästhetische Aneignung von VR-Technologien eröffnen könnte.
Das interdisziplinäre Symposium «Ecological Translation» vom 28./29. April 2026 im Goethe-Institut Athen mit begleitender Ausstellung, die vom 28. April bis 30. Mai 2026 zu sehen ist, bringt Expert:innen aus den Bereichen Recht, Wissenschaft, Technologie, Politik und Kunst zusammen, um die Implikationen digitaler Naturschutzstrategien zu erörtern. Kein einzelner Fachbereich kann die Komplexität des Klimawandels eigenständig bewältigen.
«Ecological Translation» möchte die Öffentlichkeit für die Chancen und Gefahren sensibilisieren, die sich aus neuen technologischen und wissenschaftlichen Ansätzen zum Klimawandel ergeben, und um das Verständnis dafür zu fördern. Der Begriff «Ecological Translation» bezieht sich sowohl auf die imaginäre Möglichkeit der Übersetzung zwischen Menschen und nichtmenschlichem Leben als auch auf den Begriff der «Ökologie», der sich aus der Korrespondenz unterschiedlicher disziplinärer Vorstellungen von Natur und dem Platz des Menschen darin ergibt.

Kontakt

Dr. Yvonne Volkart
- Telefon
- +41 61 228 40 77 (Zentrale)
- yvonne.volkart@fhnw.ch
