Der CAS Art & Peace verbindet künstlerisches Denken mit Friedensarbeit und sozialem Engagement. In Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW, swisspeace und Atelier Mondial vermittelt die Weiterbildung, wie Kunst in politischen und gesellschaftlichen Spannungsfeldern wirksam werden kann. Sie lernen, partizipative Projekte zu entwickeln, internationale Perspektiven einzubeziehen und Ihr eigenes Vorhaben mit professionellem Mentoring umzusetzen.
Steckbrief
- Abschluss
- CAS Certificate of Advanced Studies
- Lernsetting
- Präsenz
- ECTS-Punkte
- 15
- Nächster Start
- Auf Anfrage
- Unterrichtssprache(n)
- Englisch
- Durchführungsort(e)
- Basel
- Preis
- CHF 6'750 + optionale Reise
Auf einen Blick
- Einzigartige Kooperation aus Kunst und Friedensarbeit: Entwickelt gemeinsam mit Swisspeace und Atelier Mondial, verbindet das Programm künstlerische Praxis mit internationaler Friedens- und Konfliktforschung.
- Praxisorientiertes Lernen und internationales Netzwerk: Workshops, Exkursionen, Mentorings und eine gemeinsame Reise ermöglichen Austausch mit Akteur:innen aus Kunst, Zivilgesellschaft und internationaler Zusammenarbeit.
- Eigenes Projekt im Feld Art & Peace: Teilnehmende entwickeln eine individuelle künstlerische oder partizipative Arbeit und erweitern ihr Profil im Bereich Artivism, Peacebuilding und Cultural Work.
Ziele und Nutzen
Im CAS Art & Peace entwickeln Sie ein fundiertes Verständnis dafür, wie Kunst zur Gestaltung von Gesellschaft beitragen kann – insbesondere in Kontexten von Konflikt, Wandel und Transformation. Die Weiterbildung richtet sich an Kunstschaffende, Kulturvermittelnde, Aktivist*innen und weitere Fachpersonen, die ihre Praxis an der Schnittstelle von Kunst, Friedensarbeit und gesellschaftlichem Engagement vertiefen möchten.
Sie erwerben Kompetenzen, um:
- künstlerisch-friedensfördernde Projekte zu initiieren und umzusetzen – lokal oder international, allein oder kollaborativ
- komplexe gesellschaftliche Dynamiken aus unterschiedlichen Perspektiven zu reflektieren
- mit internationalen Akteur*innen aus Kunst, Forschung und Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten
- partizipative Prozesse mit künstlerischen Mitteln zu gestalten
- Ihre eigene Rolle als Kulturschaffende*r in transformativen Kontexten zu hinterfragen und weiterzuentwickeln
Durch die praxisorientierte Projektarbeit und das interdisziplinäre Umfeld erweitern Sie nicht nur Ihr berufliches Repertoire, sondern auch Ihr Netzwerk im Feld von Artivism, Peacebuilding und Cultural Work.
Zielpublikum
Der CAS Art & Peace richtet sich an Kunstschaffende, die sich in der Friedensförderung engagieren wollen und zugleich an Expert*innen, die in der Internationalen Zusammenarbeit arbeiten und sich für die Rolle der Kunst interessieren.
Aufbau und Inhalte
In Zeiten von Unsicherheit und Gewalt können künstlerische Aktivitäten – so zeigen Studien weltweit – überlebenswichtige Qualitäten wie Zuflucht und Kontinuität bieten. Kunst kann Menschen bei der Verarbeitung von Traumata helfen und zum Aufbau von Resilienz beitragen. In der Friedensförderung rückt das Potenzial der Kunst vermehrt in den Fokus. Denn abseits von starren diplomatischen Protokollen schafft Kunst Räume, in denen Dialoge stattfinden, gesellschaftliche Spannungen thematisiert, und unterschiedliche Perspektiven eingebracht werden können. Kunst bietet Chancen, komplexe Emotionen und Erfahrungen auszudrücken und Potenzial, Konflikte nachhaltig zu transformieren und zum Frieden beizutragen.
Mit Blick auf die gegenwärtige Lage der Welt ist dieses Wissen mehr denn je gefragt. Was kann Kunst in der Konfliktprävention beitragen? Welche Rolle kann Kunst in Mediationsprozessen einnehmen? Und welche Ansätze gibt es im Bereich der Vergangenheitsarbeit?
Programm
Das Programm umfasst Inputs, Workshops, Exkursionen, Atelierbesuche, Mentorings, Peer-to-Peer Learning, eine eigenständige Abschlussarbeit und eine gemeinsame Reise. Die Teilnehmenden entwickeln ein kritisches Verständnis für die Möglichkeiten und Grenzen künstlerischer Initiativen in fragilen Kontexten, erlernen Konzepte und Tools der Friedensförderung und gestalten Projekte, die das Potenzial von Kunst zur Förderung von Dialog und Konflikttransformation beleuchten. Diese Ansätze sind auch für die Weiterbildung von Lehrpersonen relevant, die Kunst im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schule und Gesellschaft verankern möchten.
Teile des Programms sind öffentlich und auch für Schulen zugänglich, um die Themen des CAS Art & Peace breiter bekannt zu machen.
Curriculum
Der CAS Art&Peace beginnt im Januar 2026 und dauert bis August. Er besteht aus vier Blöcken und einer optionalen (dringend empfohlenen) Studienreise.
- Block 1
20.–23. Januar 2026 | Auftakt und theoretische Einführungen, mit Spezialprogramm im Rahmen des 10. Basler Friedensforums. - Block 2
4.–6. März 2026 | Kunst und Mediation - Block 3
15.–18. April 2026 | Kunst und Umgang mit der Vergangenheit - Block 4
20.–22. Mai 2026 | Zukunftsthemen und Vorbereitung auf Studienreise - Studienreise
27.–31. Mai 2026 (optional) - Einreichung der Abschlussarbeit
31. Juli 2026 - Präsentation und Zertifikatsverleihung
28. August 2026, einschließlich Sonderprogramm im Rahmen der Kunsttage Basel
Dozierende
Dr. Alexandra Stäheli
Alexandra Stäheli ist Kulturmanagerin, Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Journalistin. Sie studierte in Basel und Berlin Philosophie, Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte und schloss an der Uni Zürich mit einer Dissertation über das Postmoderne Denken ab.
Von 1999 bis 2009 unterrichtete sie als Dozentin an der HGK Basel im Bereich Bildende Kunst/Medienkunst und an der ZHdK im Bereich Design in den Fächern Bildsemiotik, Kunst-, Design- und Kulturtheorie, Filmgeschichte sowie Philosophie. Von 2003 bis 2009 arbeitete sie als Redaktorin im Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).
Seit 2009 leitet sie das der Christoph Merian Stiftung angegliederte Internationale Künstler*innen-Austauschprogramm Atelier Mondial. Sie hat verschiedene Weiterbildungen rund um die Themen Female Leadership, Internationale Kooperationen sowie Kunst und Traumatherapie gemacht. In ihrer Freizeit ist sie mit dem von ihr begründeten Verein Sharing Stories im Bereich der Leseanimation und Erzähltherapie tätig.
Isabel Prinzing
Isabel Prinzing arbeitet als Leiterin der Kommunikation bei swisspeace, einem Praxis- und Forschungsinstitut, das sich der Reduzierung von Gewalt und der Förderung des Friedens in von Konflikten betroffenen Kontexten widmet. Sie leitet die Entwicklung und Umsetzung umfassender Kommunikationsstrategien und überwacht Veranstaltungen, Websites, Newsletter und Publikationen. Sie managt die Kommunikation mit verschiedenen internen und externen Interessengruppen, wie z. B. dem Stiftungsrat, und sorgt für einen effektiven Dialog und die Pflege starker Beziehungen. Isabel Prinzing ist auch für die Medienarbeit, die Corporate Identity und die interne Kommunikation verantwortlich.
In ihrer Rolle als leitende Projektkoordinatorin für das Basel Peace Forum koordiniert Isabel alle laufenden Aktivitäten. Über diese Plattform hat sie erfolgreich Künstler, Politiker und führende Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft zusammengebracht, um innovative Ideen und kooperative Ansätze zur Friedensförderung zu entwickeln.
Isabel Prinzing promoviert derzeit am Institut für digitale Kommunikationstechnologien der Università della Svizzera italiana. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Analyse verschiedener Visualisierungen und Vorstellungen von Frieden, wobei sie sich besonders dafür interessiert, wie visuelle Darstellungen von Konflikt, Gewalt und Frieden die gesellschaftliche Wahrnehmung und die Narrative beeinflussen.
Ingo Niermann
Ingo Niermann ist Schriftsteller, Künstler und Herausgeber der Buchreihe „Solution“ (Sternberg Press). Zu seinen kürzlich veröffentlichten Projekten gehören das Buch The Monadic Age: Notes on the Coming Social Order (2024) und die Podcast-Serie Ocean Wants (2021). Basierend auf seinem Roman Solution 257: Complete Love (2016) initiierte Niermann die Army of Love (thearmyoflove.net), ein Kollektiv, das eine bedarfsorientierte Umverteilung der sinnlichen Liebe erprobt und fördert. Seine Arbeiten wurden auf der Yokohama Triennale, der Berlin Biennale, der Istanbul Biennale, der DOCUMENTA(13), der La Biennale di Venezia, im MACBA, im MoMA, im mumok, im Castello di Rivoli, im ZKM, beim Steirischen Herbst und im Guggenheim New York gezeigt. Niermann studierte Philosophie und Soziologie an der Freien Universität Berlin und ist Dozent am Institut Art Gender Nature der HGK Basel FNHW, wo er auch das digitale Publikationsprojekt Wild Papers (wildpapers.ch) herausgibt.
www.ingoniermann.com
Weitere Lehrende aus dem Institut Art Gender Nature, von Swisspeace, Atelier Mondial und weiteren Institutionen:
Organisatorisches
Anzahl Teilnehmende
10–15 Personen
Anmeldeunterlagen
Im Online-Anmeldeprozess werden folgende Unterlagen verlangt (max. 10 Seiten als PDF):
- Lebenslauf
- Motivationsschreiben
- Arbeitsproben/Portfolio (Kunst, Design, Texte, Sound, Installationen, Link zu Website etc.)
- Kopie Diplomzertifikate
Informationen und Reglemente
Beratung und Info-Anlässe
Kontakt
Wenn Sie an einer Teilnahme des CAS Art & Peace interessiert sind oder weitere Informationen wünschen, können Sie sich gerne an uns wenden.
- weiterbildung.hgk@fhnw.ch
- academy@swisspeace.ch
- Direkte Anmeldung unter Swisspeace

