In diesem Weiterbildungsmodul lernen Visuelle Gestalter:innen die Grundlagen der generativen Gestaltung und des Creative Codings. In einer Live-Coding-Umgebung entwickeln sie algorithmisch erzeugte Formen und Typografie, experimentieren mit Animation, Interaktion und audio-reaktiven Visualisierungen und gestalten eigene digitale Werkzeuge für die visuelle Kommunikation.
Steckbrief
- Lernsetting
- Präsenz
- ECTS-Punkte
- 2
- Nächster Start
- 6.7.2026
- Dauer
- 1 Woche
- Unterrichtssprache(n)
- Englisch
- Durchführungsort(e)
- Basel, Campus Dreispitz
- Preis
- CHF 900
Auf einen Blick
- Einführung in Creative Coding: Gestaltung wird durch Programmierung erweitert – mit dem Framework p5.js lassen sich visuelle Ideen direkt im Browser umsetzen.
- Generatives Design verstehen und anwenden: Formen, Typografie und Grafiken werden nicht nur gestaltet, sondern durch Code erzeugt und können bei jedem Durchlauf anders aussehen.
- Interaktive und bewegte Visualisierungen entwickeln: Designs reagieren auf Eingaben wie Mausbewegungen, Zufall, Zeit oder Audio und werden so dynamisch und lebendig.
- Eigene digitale Design-Tools erstellen: Teilnehmende lernen, interaktive Werkzeuge und Visuals für Web, visuelle Kommunikation oder experimentelle Projekte (z. B. VJ-Visuals) zu programmieren.
Ziele und Nutzen
Als Designer vor Jahrzehnten den Computer für sich entdeckten, wurde die Computermaus zu einem unverzichtbaren Werkzeug zur Umsetzung ihrer Ideen im digitalen Bereich. Ab den frühen 2000er Jahren ermöglichten Programmier-Frameworks Künstlern und Designern, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen und ihre eigenen Tools zu erstellen, was gemeinhin als creative coding bezeichnet wird. Seit den 2010er Jahren nutzt nun eine neue Generation von Frameworks die Vorteile der höheren Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit von Webbrowsern und setzt das HTML5 Canvas-Element als Sandkasten für die Interaktion ein. Mit Hilfe eines dieser Frameworks, p5.js, kann man schnell Motion Graphics, interaktive Graphiken für eine Website, benutzerdefinierte Tools mit GUI-Elementen und vieles mehr programmieren! Die Verwendung dynamischer Eingaben wie Mausbewegungen, Zufall oder Tageszeit kann zudem Parameter beeinflussen, die das Design von Bildern, Formen, Typographie steuern, um nur einige zu nennen. Dieses spannende Gebiet der unendlichen Möglichkeiten, in dem jedes Rendering einzigartig sein kann, ist das, was wir unter Generativem Design verstehen. In diesem Workshop (der sich sowohl an absolute Anfänger als auch an erfahrene Programmierer richtet) werden wir uns mit den wichtigsten Funktionen für die Generierung von Formen und Schriften beschäftigen, sie in Bewegung setzen, sie durch Benutzerinteraktion beeinflussen und unsere eigenen digitalen Werkzeuge für die visuelle Kommunikation entwerfen. In diesem Arbeitsablauf werden wir die Live-Codierung unter Verwendung einer benutzerdefinierten Umgebung kennenlernen, in der wir sofort erkennen können, wie sich der Code ändert. Deshalb werden wir einen kleinen Schritt weiter gehen und unsere Skizzen audio-reaktiv machen, nur für den Fall, dass Sie am Wochenende VJ sein wollen.
Aufbau und Inhalte
In diesem Weiterbildungsmodul lernen Visuelle Gestalter:innen die Grundlagen der generativen Gestaltung und des kreativen Codings kennen. Der Kurs richtet sich sowohl an Einsteiger:innen als auch an Teilnehmende mit Programmiererfahrung. Im Zentrum steht die algorithmische Erzeugung von Formen und Typografie sowie deren Animation und interaktive Steuerung. Die Teilnehmenden arbeiten in einer Live-Coding-Umgebung, in der Veränderungen im Code unmittelbar visuell sichtbar werden. Aufbauend darauf entwickeln sie eigene digitale Werkzeuge für die visuelle Kommunikation und experimentieren mit audio-reaktiven Visualisierungen.
Weiterbildungsoptionen
Es werden Module/Workshops mit 2 oder 1 ECTS angeboten, die miteinander kombiniert und zusätzlich mit einer individuell betreuten Abschlussarbeit (5 ECTS) zu einem Certificate of Advanced Studies (CAS) führen.
Allgemeine Informationen Workshops Institute Digital Communication Environments (IDCE)
Das Institute Digital Communication Environments (IDCE) bietet Workshops an für Studierende, Dozent:innen und Grafik-Designer:innen.
Die Workshops bieten Einblicke in aktuelle Themen der digitalen und analogen visuellen Kommunikation in einem Studienprogramm, das die reiche Tradition der Basler Schule für Gestaltung widerspiegelt. Praktische Übungen mit einem hohen Grad an Professionalität bilden den Kern der Schwerpunkte dieser Workshops. Input-Sessions vermitteln sowohl Reflexions- als auch Kontextwissen, so dass die Arbeiten der Teilnehmenden in einem zeitgemässen, zukunftsorientierten und für die berufliche Praxis relevanten Kontext beurteilt werden können. Das trinationale Rheintal bietet dabei ein einzigartiges kulturelles Umfeld mit guter Anbindung an Frankreich und Deutschland und an Orte wie das Vitra Design Museum (G), den Isenheimer Altar (F) oder Ronchamps (F). In Basel sind auch die weltbekannte Fondation Beyeler, das Museum Tinguely, das Kunstmuseum, das Schaulager und das Museum für Gegenwartskunst angesiedelt. Neben den Museen bietet Basel zudem eine reichhaltige Mischung an kulturellen Veranstaltungen.
Dozierende
Ted Davis ist Medienpädagoge, Künstler und Designer aus den Vereinigten Staaten und lebt in Basel, Schweiz. Seit 2010 unterrichtet er Interaktionsdesign und koordiniert das UIC/HGK International Master of Design Programm innerhalb des Instituts Digitale Kommunikations-Umgebungen (Institute Digital Communication Environments) IDCE, HGK Basel FHNW. In seiner Arbeit und Lehre erforscht er die Volatilität digitaler Medien durch Glitch und die Reaktivierung älterer ,neuer Medien’ durch neuere Programmiermethoden. Seine Open-Source-Projekte (basil.js, XYscope, P5LIVE, p5.glitch) ermöglichen es Designern, in Adobe InDesign zu programmieren, Vektorgraphiken auf Vektordisplays zu rendern, Visuals mit p5.js in einer Live-Zusammenarbeit zu programmieren und beliebige Medien in Echtzeit im Webbrowser zu glitchen. 2021 erhielt er den Basler Medienkunstpreis für p5.glitch und war Teaching Fellow der Processing Foundation. Mit internationalen Ausstellungen, Vorträgen und Workshops bringt er Studenten bei, die Gestaltungsmöglichkeiten des Computers jenseits von Hand und Maus zu nutzen. teddavis.org
Voraussetzungen und Zulassung
Die Weiterbildungsprogramme richten sich vornehmlich an Personen mit einem akademischen Abschluss einer anerkannten Hochschule und einschlägiger Berufspraxis nach Abschluss des Studiums.Personen mit äquivalenten Kompetenzen werden aufgenommen, wenn sich die Befähigung zur Teilnahme aus einem anderen Nachweis ergibt.
Für weitere Fragen wenden Sie sich an Fachstelle Weiterbildung, Ralf Michel
Organisatorisches
Gebühren
Preisnachlass bei Mehrfachbuchungen:
2 ECTS CHF 900
4 ECTS CHF 1700
6 ECTS CHF 2400
8 ECTS CHF 3000
10 ECTS CHF 3500
20% Preisnachlass mit einem gültigen Studierendenausweis (MA/PhD). Dieser muss mit der Anmeldung eingesendet werden (pdf).
Informationen und Reglemente
Anmeldung
Creative Coding6. Juli 2026
- Datum
- 6.7.2026–10.7.2026
- Dauer
- 5 Tage
- Unterrichtstage
- Donnerstag, Mittwoch, Montag, Dienstag und Freitag
- Ort
- Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW
Freilager-Platz 1
4142 Münchenstein b. Basel










