«Tender Computing» ist ein Konzept und eine Arbeitspraxis, welche eine sanfte, experimentelle und spielerische Art des Physical Computing, d.h. der kreativen Gestaltung interaktiver Objekte und Räume, erforscht. Das Modul bietet eine projektbasierte Einführung in Physical Computing und das Tender-Konzept in einer kuratierten, Lab-artigen Atmosphäre.
Steckbrief
- ECTS-Punkte
- 2
- Nächster Start
- 29.6.2026
- Dauer
- 1 Woche
- Unterrichtssprache(n)
- Deutsch / Englisch
- Durchführungsort(e)
- Basel, Campus Dreispitz
- Preis
- CHF 900
Auf einen Blick
- Tender Computing als innovativer Designansatz: Der Kurs führt in eine sanfte, experimentelle und spielerische Praxis des Physical Computing ein – Gestaltung interaktiver Objekte und Räume mit einem sensiblen Zugang zu Technologie.
- Design trifft Elektronik und Code: Teilnehmende lernen Grundlagen zu elektrischen Schaltkreisen, Prototyping und Coding mit Arduino (C++) und verbinden diese Kompetenzen mit gestalterischen Methoden.
- Interaktive Prototypen entwickeln: Mit Sensoren, Open-Source-Tools und praktischen Experimenten entstehen eigene Projekte, die Interaktion, Materialität und Narrativ miteinander verbinden.
- Technologie kritisch und kreativ einsetzen: Der Kurs reflektiert Funktionalität, Materialität und Gestaltung digitaler Systeme und eröffnet neue Perspektiven für Design im Spannungsfeld von Handwerk und Technologie.
Ziele und Nutzen
- Grundkenntnisse über elektrische Schaltkreise
- Grundkenntnisse Prototyping und Coding mit Arduino (C++)
- Grundkenntnisse im praktischen Gestaltung
- Transfer von allen drei Kompetenzgebieten
Zielpublikum
Der Workshop eignet sich für alle, die an Interaction Design, Visuelle Kommunikation, Vermittlung, Kunst interessiert sind und ihre kreativen Denkweisen herausfordern möchten.
Aufbau und Inhalte
Um interaktive Objekte und Räume zu gestalten, lernen die Teilnehmenden, wie man grundlegende elektronische Schaltkreise entwirft, zusammenbaut und codet. Dies nennt man Prototyping: die Teilnehmenden lernen sowohl selbst hergestellte als auch industrielle Sensoren als In- und Outputs in einem konkreten Projekt mit der der Soft- und Hardware Arduino zu nutzen.Durch das praktische Gestalten werden Prinzipien wie Funktionalität und Nicht-Funktionalität im Kurs kritisch diskutiert. Der Fokus wird auf die Vielfalt der Gestaltung von elektronischen Schaltkreisen durch handwerkliches Arbeiten gelegt.Die Teilnehmenden lernen selbstständig mit Open Source Tools zu arbeiten, Informationen zu recherchieren und im eigenen Projekt anzuwenden. Sie vertiefen ihr Verständnis für den Einsatz von Technologie und lernen über die Gestaltung von Interaktion und handwerklichen Schaltkreisen ein Narrativ zu kommunizieren.
Weiterbildungsoptionen
Es werden Module/Workshops mit 2 oder 1 ECTS angeboten, die miteinander kombiniert und zusätzlich mit einer individuell betreuten Abschlussarbeit (5 ECTS) zu einem Certificate of Advanced Studies (CAS) führen.
Allgemeine Informationen Workshops Institute Digital Communication Environments (IDCE)
Das Institute Digital Communication Environments (IDCE) bietet Workshops an für Studierende, Dozent*innen und Grafik-Designer*innen.
Die Workshops bieten Einblicke in aktuelle Themen der digitalen und analogen visuellen Kommunikation in einem Studienprogramm, das die reiche Tradition der Basler Schule für Gestaltung widerspiegelt. Praktische Übungen mit einem hohen Grad an Professionalität bilden den Kern der Schwerpunkte dieser Workshops. Input-Sessions vermitteln sowohl Reflexions- als auch Kontextwissen, sodass die Arbeiten der Teilnehmenden in einem zeitgemäßen, zukunftsorientierten und für die berufliche Praxis relevanten Kontext beurteilt werden können.
Das trinationale Rheintal bietet dabei ein einzigartiges kulturelles Umfeld mit guter Anbindung an Frankreich und Deutschland und an Orte wie das Vitra Design Museum (D), den Isenheimer Altar (F) oder Ronchamps (F). In Basel sind auch die weltbekannte Fondation Beyeler, das Museum Tinguely, das Kunstmuseum, das Schaulager und das Museum für Gegenwartskunst angesiedelt. Neben den Museen bietet Basel zudem eine reichhaltige Mischung an kulturellen Veranstaltungen.
Dozierende
Sophie Kellner ist Gestalterin und unterrichtet seit 2019 im Bachelor und Master an der HGK Basel. Sie studierte BA Textilingenieurwesen in Albstadt (DE) sowie MA Mode und Integratives Design in Basel (CH).
In ihrem Konzept «Tender Computing», einer Erweiterung von Physical Computing, interessiert sie besonders die Fragestellung nach Ästhetik und (Nicht-)Funktionalität von Elektronik, Material und Code im Gegensatz zu einer Gestaltung nach dem Motto «Technologie um der Technologie Willen». Sie arbeitet forschend, spielerisch und experimentell mit (nicht-)leitenden Materialien, Coding und Narration.
Sophie Kellner unterrichtete an weiteren Institutionen u. a. Akademie der Künste Stuttgart, Kulturvermittlung Kanton Aargau, Haus der elektronischen Künste, Pädagogische Hochschule Basel und Vitra Design Museum. www.sophiekellner.de
Voraussetzungen und Zulassung
Abgeschlossenes Hochschulstudium. Der Workshop eignet sich für alle, die an Interaction Design, Visuelle Kommunikation, Vermittlung, Kunst interessiert sind und ihre kreativen Denkweisen herausfordern möchten.
Organisatorisches
Gebühren
Preisnachlass bei Mehrfachbuchungen:
2 ECTS CHF 900.-
4 ECTS CHF 1700.-
6 ECTS CHF 2400.-
8 ECTS CHF 3000.-
10 ECTS CHF 3500.-
20% Preisnachlass mit einem gültigen Studierendenausweis (MA/PhD). Dieser muss mit der Anmeldung eingesendet werden (pdf).
Informationen und Reglemente
Anmeldung
Tender Computing29. Juni 2026
- Datum
- 29.6.2026–3.7.2026
- Dauer
- 5 Tage
- Unterrichtstage
- Donnerstag, Mittwoch, Montag, Dienstag und Freitag
- Ort
- Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW
Freilager-Platz 1
4142 Münchenstein b. Basel


