Wie kann Kunst zur Kraft für den Frieden werden? Der CAS Art & Peace – eine Kooperation von swisspeace, der HGK Basel FHNW und Atelier Mondial – verbindet künstlerische Praxis mit Friedens- und Konfliktforschung und zeigt, wie Kunst Dialog ermöglicht und Konflikte transformieren kann.
Steckbrief
- Abschluss
- CAS Certificate of Advanced Studies
- Lernsetting
- Präsenz
- ECTS-Punkte
- 10
- Nächster Start
- 19.1.2027
- Dauer
- 8 Monate
- Durchführungssprache
- Englisch
- Durchführungsort
- Basel
- Preis
- CHF 6900 + optionale Reise
Auf einen Blick
- Einzigartige Kooperation: swisspeace, HGK Basel FHNW und Atelier Mondial verbinden künstlerische Praxis mit internationaler Friedens- und Konfliktforschung
- Praxisnah und international vernetzt: Workshops, Exkursionen, optionale Studienreise und Austausch mit Akteur:innen aus Kunst, Zivilgesellschaft und internationaler Zusammenarbeit
- Eigenes Projekt: individuelles oder partizipatives Abschlussprojekt an der Schnittstelle von Kunst und Frieden
Ziele und Nutzen
Die Teilnehmenden verstehen zentrale Konzepte von Frieden und Konfliktsensitivität und können die Möglichkeiten und Grenzen künstlerischer Initiativen in fragilen Kontexten kritisch beurteilen. Sie verknüpfen aktuelle Erkenntnisse aus Friedensforschung und künstlerischer Praxis mit ihrer eigenen Arbeit und entwickeln eigenständig ein Projekt, das das friedensfördernde Potenzial von Kunst zeigt. Sie reflektieren ihre Rolle, kommunizieren mit Akteur:innen aus Kunst, Forschung und internationaler Zusammenarbeit und werden Teil einer Community of Practice.
Zielpublikum
- Fachpersonen in Friedensförderung, humanitärer Arbeit und internationaler Zusammenarbeit
- Künstler:innen, die sich in Friedensförderung und internationaler Zusammenarbeit engagieren möchten
- Vertreter:innen von (zwischen-)staatlichen und Nichtregierungsorganisationen
- Forschende in Friedens- und Konfliktforschung oder künstlerischer Praxis
- Kunstpädagog:innen, Lehrpersonen sowie Kunst- und Kulturvermittler:innen
Aufbau und Inhalte
In Zeiten von Unsicherheit und Gewalt können künstlerische Aktivitäten – so zeigen Studien weltweit – überlebenswichtige Qualitäten wie Zuflucht und Kontinuität bieten. Kunst kann Menschen bei der Verarbeitung von Traumata helfen und zum Aufbau von Resilienz beitragen. In der Friedensförderung rückt das Potenzial der Kunst vermehrt in den Fokus. Denn abseits von starren diplomatischen Protokollen schafft Kunst Räume, in denen Dialoge stattfinden, gesellschaftliche Spannungen thematisiert, und unterschiedliche Perspektiven eingebracht werden können. Kunst bietet Chancen, komplexe Emotionen und Erfahrungen auszudrücken und Potenzial, Konflikte nachhaltig zu transformieren und zum Frieden beizutragen.
Mit Blick auf die gegenwärtige Lage der Welt ist dieses Wissen mehr denn je gefragt. Was kann Kunst in der Konfliktprävention beitragen? Welche Rolle kann Kunst in Mediationsprozessen einnehmen? Und welche Ansätze gibt es im Bereich der Vergangenheitsarbeit?
Programm
Das Programm umfasst Inputs, Workshops, Exkursionen, Atelierbesuche, Mentorings, Peer-to-Peer Learning, eine eigenständige Abschlussarbeit und eine gemeinsame Reise. Die Teilnehmenden entwickeln ein kritisches Verständnis für die Möglichkeiten und Grenzen künstlerischer Initiativen in fragilen Kontexten, erlernen Konzepte und Tools der Friedensförderung und gestalten Projekte, die das Potenzial von Kunst zur Förderung von Dialog und Konflikttransformation beleuchten. Diese Ansätze sind auch für die Weiterbildung von Lehrpersonen relevant, die Kunst im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schule und Gesellschaft verankern möchten.
Teile des Programms sind öffentlich und auch für Schulen zugänglich, um die Themen des CAS Art & Peace breiter bekannt zu machen.
Curriculum
Der CAS Art&Peace beginnt im Januar 2027 und dauert bis August. Er besteht aus vier Blöcken und einer optionalen (dringend empfohlenen) Studienreise.
- Block 1
19.–22. Januar 2027 | Auftakt und theoretische Einführungen, mit Spezialprogramm im Rahmen des Basler Friedensforums. - Block 2
3.–5. März 2027 | Umgang mit der Vergangenheit - Block 3
14.–16. April 2027 | Aktivismus und Dialog - Block 4
26.–28. Mai 2027 | Zukunftsthemen - Studienreise
Datum folgt (optional) CHF 1200, exkl. Reise/Unterkunft - Einreichung der Abschlussarbeit
31. Juli 2027 - Präsentation und Zertifikatsverleihung
27. August 2027
Dozierende
Dr. Alexandra Stäheli, Programmleitung
Kulturmanagerin, Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Journalistin. Studium der Philosophie, Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte in Basel und Berlin, Promotion an der Universität Zürich. 1999–2009 Dozentin an der HGK Basel und der ZHdK, 2003–2009 Redaktorin im Feuilleton der NZZ. Seit 2009 leitet sie Atelier Mondial, das internationale Künstler:innen-Austauschprogramm der Christoph Merian Stiftung.
Isabel Prinzing, Programmleitung
Leiterin Kommunikation bei swisspeace, einem Praxis- und Forschungsinstitut für Friedensförderung in konfliktbetroffenen Kontexten. Als leitende Projektkoordinatorin des Basel Peace Forum bringt sie Künstler:innen, Politiker:innen und Zivilgesellschaft zusammen. Sie promoviert an der Università della Svizzera italiana zu Visualisierungen und Vorstellungen von Frieden.
Weitere Dozierende:
- Dr. Gal Harmat, Senior Reseracher, Analysis & Impact Program, swisspeace
- Pamela Favre, Psychoogin & Program Officeere, Dealing withe the Past Program, swisspeace
- Yota Tsotra, Künstlerin, Forscherin
- weitere Expert:innen werden bekannt gegeben.
Organisatorisches
Anzahl Teilnehmende
20 Personen
Anmeldeunterlagen
Im Online-Anmeldeprozess werden folgende Unterlagen verlangt (max. 10 Seiten als PDF):
- Lebenslauf
- Motivationsschreiben
- Arbeitsproben/Portfolio (Kunst, Design, Texte, Sound, Installationen, Link zu Website etc.)
- Kopie Diplomzertifikate
Informationen und Reglemente
Reglemente vor September 2026
Teilnahmebedingungen für das Weiterbildungsprogramm (PDF)
Reglemente gültig ab 1. September 2026
Programmreglement CAS Art & Peace (PDF) (folgt)
Programmbedingungen CAS Art & Peace (PDF) (folgt)
Informationen zur Weiterbildung FHNW (fhnw.ch)
Weiterbildungsordnungen der Hochschulen FHNW (fhnw.ch)
Beratung und Info-Anlässe
Kontakt
Wenn Sie an einer Teilnahme des CAS Art & Peace interessiert sind oder weitere Informationen/Beratung wünschen, können Sie sich gerne auch an swisspeace wenden:
- academy@swisspeace.ch, Magdalena Boucaud, T +41 61 551 56 34
- Direkte Anmeldung unter Swisspeace
Info-Anlass
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