Wie entwickelt sich die Arbeitswelt im Bereich Data Science – und sind Studierende mit ihrer Studienwahl noch auf dem richtigen Weg? Diese Fragen standen im Zentrum des Alumni-Infoanlasses zur Vertiefungsrichtung Managerial Data Science (MDS) an der Hochschule für Wirtschaft.
Martin Sterchi und Fabian Heimsch, beide Dozierende im Bachelor Betriebsökonomie sowie im englischsprachigen Programm International Management, begrüssten insgesamt rund 50 Teilnehmende.
Ein Arbeitsmarkt im Wandel
Der Anlass wurde vor dem Hintergrund eines sich stark verändernden Arbeitsmarkts konzipiert. Viele Studierende beschäftigt aktuell die Frage, wie zukunftssicher ihre Ausbildung ist, insbesondere im Kontext von künstlicher Intelligenz.
Alumni gaben Einblicke in ihre aktuellen Tätigkeiten und berichteten aus erster Hand über Entwicklungen im Berufsalltag. Dabei wurde deutlich: Die Einsatzfelder sind breit und reichen weit über klassische Rollen wie Business Analyst hinaus.
Managerial Data Science im Wandel
Ein zentrales Element des Anlasses war die Entwicklung der Vertiefungsrichtung MDS, von den Anfängen bis in die Zukunft.
Seit der ersten Durchführung im Jahr 2022 ist das Interesse stark gewachsen. Bereits beim zweiten Durchlauf wurden zwei Klassen geführt. Praxisnähe spielte von Beginn an eine wichtige Rolle, etwa durch Einblicke in reale Anwendungen wie beim Nachrichtendienst des Bundes.
Künstliche Intelligenz nimmt eine immer zentralere Rolle ein. Gleichzeitig verändert sich das Feld von Data Science und Programmierung rasant. Diese Dynamik führt auch zu Unsicherheiten bei Studierenden – insbesondere in Bezug auf ihre Jobchancen.
Aus den Profilen der Alumni wurde jedoch ersichtlich, dass sich vielfältige Karrierewege eröffnen. Zudem zeigt sich ein klarer Trend: Stellen mit Bezug zu AI werden weiter zunehmen.
Der Blick nach vorne macht deutlich, wohin die Reise geht:
AI wird Programmierprozesse vereinfachen, während gleichzeitig die Schnittstellen zwischen Business und IT an Bedeutung gewinnen. Die Anforderungen verschieben sich – hin zu mehr Steuerung, strategischem Denken und interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Stimmen aus der Praxis
Die Alumni bestätigten in ihren Erfahrungsberichten mehrere zentrale Entwicklungen. So gewinnen strategische Aufgaben zunehmend an Bedeutung gegenüber rein operativen Tätigkeiten, während sich gleichzeitig zeigt, dass Inhalte aus dem Studium direkt im Berufsalltag angewendet werden können. Darüber hinaus wird erwartet, dass Künstliche Intelligenz zwar Prozesse grundlegend verändern wird, jedoch nicht zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen führt. Stattdessen verschiebt sich die berufliche Rolle stärker in Richtung des gezielten Steuerns und Einsetzens von AI. Vor diesem Hintergrund bleibt kontinuierliche Weiterbildung ein entscheidender Faktor.
Besonders hervorgehoben wurde die Rolle als Schnittstelle zwischen Business und IT – eine Kompetenz, die im Arbeitsmarkt zunehmend gefragt ist.
Gleichzeitig wurde betont, dass AI nicht in allen Bereichen uneingeschränkt eingesetzt werden kann, etwa aufgrund strenger Datenschutzrichtlinien in sensiblen Branchen wie dem Gesundheitswesen.
Weiterbildung als nächster Schritt
Im Rahmen des Anlasses wurde auch der Masterstudiengang MSc in Strategischem Management und Leadership vorgestellt. Dieser bietet unter anderem die Möglichkeit, sich in den Bereichen Entrepreneurial Leadership and Innovation oder Strategische Entscheidungsfindung mittels Data Science zu spezialisieren – ein in dieser Form einzigartiges Angebot in der Schweiz.
Der Studienstart im September 2026 stösst bereits auf grosses Interesse.
Austausch und Vernetzung im Fokus
Beim anschliessenden Apéro nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich weiter auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und individuelle Fragen zu vertiefen.
Der Anlass zeigte deutlich: Trotz Unsicherheiten bietet der Bereich Data Science vielfältige Perspektiven, insbesondere für jene, die bereit sind, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Chancen neuer Technologien aktiv zu nutzen.
Kontakt

Dr. Martin Sterchi
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