Der erfolgreiche Unternehmer Andreas Lenzhofer teilt seine Erfahrung mit Studierenden im Modul «Leadership in der Praxis».

Nach einer erfolgreichen Karriere in der internationalen Unternehmensberatung hatte Andreas Lenzhofer beschlossen, nochmals bei null anzufangen und ein eigenes Unternehmen zu gründen. Mittlerweile ist seine Firma dagsmejan weltweit mit funktionaler Schlafbekleidung erfolgreich. Diesen grossen Erfahrungsschatz gibt er nun als Gastdozent im praxisorientierten Modul «Leadership in der Praxis» von Prof. Dr. Ruedi Nützi an die Studierenden der Hochschule für Wirtschaft FHNW weiter.
Beim Schritt in die Selbständigkeit reizte ihn die damit verbundene Autonomie und die Verantwortung, selbst etwas aufzubauen:
«Die erste Unternehmung gründete ich noch zu meiner Studienzeit. Aber da war es für mich noch zu früh, ich musste erst meinen Rucksack mit der nötigen Erfahrung füllen. Im Studium profitierte ich vor allem von den Meta-Skills: wie lerne ich am besten, wie kann ich mich weiterentwickeln und meinen Horizont erweitern.»
Vor der Gründung von dagsmejan im Jahr 2016 analysierten Andreas Lenzhofer und seine Partnerin die kommenden Mega-Trends und identifizierten Potenzial im Bereich Personal Health und Well Being:
«Das Thema ‹Schlaf› war an einem Wendepunkt und hatte Momentum, denn guter Schlaf ist ausschlaggebend für die Gesundheit und ein langes Leben. Da gab es eine Marktlücke für funktionale Schlafbekleidung nach dem Vorbild der hochspezialisierten Sportbekleidung.»
Nachdem die Produkte von dagsmejan zunächst von der Konkurrenz belächelt wurden, werden sie mittlerweile imitiert, was den Firmengründer auch stolz macht.
Leadership für die nächste Generation
Mit diesem unternehmerischen Erfolg im Rücken will er seine Leadership-Prinzipien nun an die nächste Generation von Studierenden vermitteln:
«Leadership ist ein breites Thema. Man muss ein Team aufbauen und von der gemeinsamen Vision begeistern, damit alle für dasselbe Ziel am gleichen Strang ziehen. Das ist verbunden mit hohen Erwartungen an die Mitarbeitenden, aber auch an sich selbst – man kann von seinem Team nicht etwas erwarten, das man selbst nicht auch vorlebt.»
Schliesslich funktioniert ein Startup anders als eine Grossunternehmung. Die Rollen bei dagsmejan sind breit gefasst, alle Mitarbeitenden teilen sich operative und strategische Verantwortungen. Andreas Lenzhofer hilft als Gründer immer noch mit, den Messestand aufzubauen und Produkte zu verkaufen.
Dennoch räumt er mit den Startup-Klischees auf:
«Es gibt eine romantisierte Vorstellung, dass wir im Startup alle gemeinsam singen und ums Lagerfeuer tanzen. Das ist falsch. Als Startup muss man kämpfen, denn niemand hat auf einen gewartet.»
Entscheidend für einen erfolgreichen Schritt ins Unternehmertum sind für ihn der Mut, es zu wagen und die Bereitschaft, die nötige Verantwortung zu übernehmen:
«Man muss mit der Reise einfach mal starten und es auch wirklich wollen. Nach dem Motto ‹burn the boats›, es gibt kein zurück.»
Dagsmejan in den Medien

