Ende Juni bis Anfang Juli 2026 fand die 6. internationale Society 5.0 Conference im Skukuza Safari Lodge im südafrikanischen Krüger-Nationalpark statt. Organisiert wurde die Konferenz von sechs Universitäten gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Im Zentrum standen aktuelle Fragen rund um Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und die Rolle des Menschen in einer zunehmend vernetzten Welt.
Die Society 5.0 Conference bringt Forschende, Lehrende und Praxisvertretende aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen. Ihr Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu teilen, neue Perspektiven zu entwickeln und den internationalen Austausch über gesellschaftliche Herausforderungen zu fördern. Die Hochschule für Wirtschaft FHNW engagiert sich seit mehreren Jahren als Mitorganisatorin der Konferenz und leistet damit einen Beitrag zur internationalen Diskussion über die Zukunft von Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft.
Technologie im Dienst der Gesellschaft
Das Konzept «Society 5.0» geht ursprünglich auf die Vision einer menschenzentrierten Gesellschaft zurück, in der digitale Technologien nicht Selbstzweck sind, sondern zur Lösung konkreter gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Im Fokus stehen Fragen wie die nachhaltige Nutzung von Ressourcen, die Gestaltung zukunftsfähiger Städte, neue Formen der Zusammenarbeit oder der verantwortungsvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Die Konferenz greift diese Themen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven auf. Diskutiert werden nicht nur technische Innovationen, sondern auch deren Auswirkungen auf Menschen, Organisationen und Gesellschaften. Damit entsteht ein interdisziplinärer Austausch, der weit über einzelne Fachgebiete hinausgeht.
Für die Hochschule für Wirtschaft FHNW sind diese Fragestellungen von besonderer Relevanz. Forschende aus verschiedenen Instituten befassen sich mit zukünftigen Wirtschaftsformen, digitalen Transformationsprozessen und nachhaltigen Entwicklungspfaden. Entsprechend war die Hochschule auch 2026 mit mehreren wissenschaftlichen Beiträgen an der Konferenz vertreten.
Forschung mit Bezug zur Praxis
Die Vielfalt der präsentierten Arbeiten spiegelte die thematische Breite der Konferenz wider. Die Beiträge reichten von Fragestellungen zu Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Datenanalyse bis hin zu neuen Ansätzen für Entscheidungsunterstützung und Optimierung.
Zwei der vorgestellten Arbeiten beschäftigten sich unter anderem mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz und Optimierungsverfahren dazu beitragen können, Nachhaltigkeitsziele in der Praxis umzusetzen. In einem Projekt wurde untersucht, wie Dachbegrünungen in Städten bei begrenzten finanziellen Ressourcen möglichst wirkungsvoll geplant werden können. Ein anderes Projekt analysierte, wie öffentliche Räume so vergeben werden können, dass sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Kriterien berücksichtigt werden.
Neben den eigentlichen Präsentationen bot die Konferenz zahlreiche Gelegenheiten für Diskussionen, Feedback und die Anbahnung neuer Kooperationen. Die offene und internationale Atmosphäre förderte den Austausch zwischen Forschenden unterschiedlicher Disziplinen und Herkunftsländer. Gerade dieser Dialog ist ein zentraler Bestandteil der Society 5.0 Conference: Gemeinsam nach Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu suchen und wissenschaftliche Erkenntnisse in einen breiteren Kontext einzuordnen.
Die diesjährige Konferenz zeigte erneut, wie wichtig internationale Plattformen für den Austausch über die Zukunft von Technologie und Gesellschaft sind. Sie bot Raum für neue Ideen, kritische Fragen und praxisnahe Forschung, und unterstrich die Bedeutung einer menschenzentrierten und nachhaltigen Gestaltung des digitalen Wandels.
Master of Science Sustainable Business Development (trinational)
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