Am vergangenen Freitag, dem 22. Mai 2026, konnten 54 Absolventinnen und Absolventen einen erfolgreichen Abschluss des Vorbereitungskurses Verwaltungsweiterbildung feiern und ihre Zertifikate entgegennehmen.
Ein grosser Rucksack an Erfahrungen
So bewertete Christa Luginbühl, Programmleiterin der Weiterbildungsprogramme für das Öffentliche Gemeinwesen, die Möglichkeiten, die der Vorbereitungskurs auf den Eidgenössischen Fachausweis in diesem Berufsbild biete. Sie begrüsste die anwesenden Absolventinnen und Absolventen der beiden Klassen und ihre Gäste und gratulierte herzlich zum erfolgreichen Abschluss. Ebenso freute sie sich über die Anwesenheit von Repräsentanten der Fachverbände, wie Daniel Baumgartner, Präsident der Finanzfachleute Aargauer Gemeinden und Tanja Reist, Präsidentin der Steuerfachleute Aargauer Gemeinden.
Die Ansprache hielt Prof. Dr. Beat Habegger, Co-Leiter des Instituts für Nonprofit und Public Management der Hochschule für Wirtschaft, FHNW. Er verband seine Gratulation mit einer Anerkennung für das Durchhaltevermögen und die Disziplin, die eine berufsbegleitende Weiterbildung erfordere. Geopolitische und gesellschaftliche Verwerfungen, rasante Veränderungen durch Digitalisierung und andere Anforderungen führten dazu, dass vieles, was heute selbstverständlich erscheine, in 5-10 Jahren ganz anders aussehen könne. Es ergeben sich aber auch Chancen, diesen Veränderungen mit den neu erworbenen Kompetenzen begegnen zu können. Der öffentliche Sektor sei gross und vielfältig und habe unmittelbar mit der Gesellschaft zu tun. Staat, Verwaltung – das gäbe es gar nicht ohne die Menschen.


Für 2030 geht eine PwC Studie für die Schweiz von einer Fachkräftelücke von über 130’000 Personen aus
Die PwC-Studie erstellte eine Modellrechnung für die öffentliche Verwaltung, dem Bildungswesen, öffentlicher Sicherheit, der Verteidigung und dem Spitalwesen. Demnach fehlen allein der öffentlichen Verwaltung über 30’000 Fachkräfte. Das sind 25 % des zu jenem Zeitpunkt erforderlichen Personals. Massnahmen, diese Lücke zu füllen könnten sein, effizienter zu arbeiten – das ergebe sich eventuell durch die Digitalisierung, aber auch optimierte Prozesse. Die Möglichkeit, als attraktive Arbeitgeberin auf allen Staatsebenen aufzutreten wäre erstrebenswert. Hier sei ein Umdenken erforderlich. Flexible Arbeitsmodelle, zum Beispiel, könnten helfen, gerade Frauen als Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Haltungen, wie «Das haben wir immer schon so gemacht» und «Gemeindeverwaltung geht nur mit einem 100%-Pensum» werden nicht mehr tragen. Eine Transformation sei notwendig. Das Institut leiste seinen Beitrag zu dieser Transformation mit entsprechenden Projekten, aber auch mit Weiterbildungen, die viele Bereiche und Themen in der öffentlichen Verwaltung abdeckten.
Für die eidgenössische Prüfung «Fachfrau/Fachmann öffentliche Verwaltung», die die erfolgreichen Teilnehmenden nun noch vor sich haben, wünschte Beat Habegger viel Erfolg und versicherte: «Ihnen stehen alle Türen offen!».
54 Zertifikate konnten ausgestellt werden
Bei der anschliessende Zertifikatsübergabe durch Christa Luginbühl und Beat Habegger, assistiert von Mitarbeiterinnen des Weiterbildungssekretariates, gab es zum Zertifikat eine Rose sowie viel Applaus für die erfolgreichen Teilnehmenden.
Die Feier wurde musikalisch umrahmt durch die junge Band «Ju».
Zum Abschluss dankte Christa Luginbühl allen Mitwirkenden und lud herzlich zum Apéro riche ein. Diese Gelegenheit zu Gesprächen und kulinarischem Genuss wurde gerne genutzt.

Öffentliches Gemeinwesen - Verwaltungsweiterbildung
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