Digitale Transformation und demografischer Wandel führen dazu, dass in vielen Branchen und Funktionen ein spürbarer Fachkräftemangel und / oder ein umfassender Reskilling-Bedarf entstehen.
Der demografische Wandel, die Digitalisierung und der zunehmende Fachkräftemangel stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig verfügen Mitarbeitende ab 50 über wertvolle Erfahrung, Fachwissen und Kompetenzen, die für Organisationen von grosser Bedeutung sind. Das von Innosuisse geförderte Projekt «Late Careers» zeigt auf, wie Unternehmen Laufbahnen in der späteren Erwerbsphase aktiv fördern und langfristig gestalten können.
Herausforderungen und Handlungsfelder
Die Untersuchungen machten deutlich, dass altersbezogene Vorurteile nach wie vor verbreitet sind und Investitionen in die Entwicklung von Mitarbeitenden 50+ teilweise bremsen. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass ältere Mitarbeitende ihre Leistungs- und Lernfähigkeit – insbesondere im digitalen Umfeld – nachweislich unter Beweis stellen.
Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählen:
- Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdeinschätzungen der Beschäftigungsfähigkeit (Employability)
- Eine zu wenig vorausschauende Personalentwicklung im Kontext der Digitalisierung
- Geringe Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitenden beim Technostress
- Ungenutzte Potenziale für lebenslanges Lernen im Arbeitsalltag
- Höhere Erwartungen an die Eigenverantwortung älterer Mitarbeitender hinsichtlich ihrer Karriereentwicklung
- Altersbezogene Diskriminierung, von der sowohl ältere als auch jüngere Mitarbeitende betroffen sein können
- Zu geringe Investitionen in die Entwicklung von Mitarbeitenden 50+ aufgrund von Vorurteilen und Effizienzüberlegungen
Projektdetails
- Typ
- Forschungsprojekt
- Forschungsfeld
- Flexibilisierung und Lebenslanges Lernen
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Wirtschaft FHNW / Institut für Personalmanagement und Organisation
- Partner
- Umsetzungspartner: Grass & Partner AG
- Förderung
- Innosuisse
- Laufzeit
- September 2018 - Dezember 2020
- Leitung
- Prof. Dr. Sibylle Olbert-Bock
- Mitarbeit
- FHNW: Prof. Dr. Anita Graf, Susanne Dornemann, Prof. Dr. Martina Zölch, Jasmin Diezi
ST: Nermina Beganovic, Prof. Dr. Lisa Marie Giermindl
Kontakt

Prof. Dr. Sibylle Olbert-Bock
- Telefon
- +41 62 957 24 05
- sibylle.olbert@fhnw.ch