Praxisleitfaden für ein Schweizer KMU für eine glaubwürdige und rechtssichere Nachhaltigkeitskommunikation, inkl. Leitplanken für Begriffsnutzung, darauf basierende Schulungspotentiale und ein ressourcenschonender Freigabeprozess.
Ausganglage
Neue gesetzliche Vorgaben und steigende Erwartungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen erhöhen den Handlungsdruck auf Unternehmen. Das KMU hat substanzielle ökologische und soziale Massnahmen (u. a. Produktion auf Bestellung, erneuerbare Energien, Restholzverwertung, Nachhaltigkeitsindex), kommuniziert, diese jedoch bewusst zurückhaltend und ohne klar definierte Regeln und Prozesse. Dies führt zu Unsicherheiten im Umgang mit Nachhaltigkeitsbegriffen, erhöht potenzielle Greenwashing- und Reputationsrisiken und lässt bestehende Positionierungspotenziale ungenutzt.
Vorgehen
Die Projektarbeit kombiniert eine Analyse der bestehenden Nachhaltigkeitskommunikation und des Markt-/Wettbewerbsumfelds mit der Aufarbeitung relevanter rechtlicher und normativer Grundlagen. Ergänzend wurden vier leitfadengestützte Experteninterviews (Recht, Unternehmensführung, Verkauf, Kommunikation) durchgeführt. Aus Literatur, Analyse und Interviewergebnissen wurden Erfolgsfaktoren abgeleitet und in einen praxisnahen Leitfaden mit Begriffsklärungen, Nachweislogik, Rollen/Prozessen und Checklisten überführt.
Ergebnisse
Das Ergebnis ist ein anwendbarer Leitfaden für eine rechtssichere und glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation für das KMU. Er enthält Regeln zur Nutzung sensibler Begriffe (z.B. «nachhaltig», «klimafreundlich»), Anforderungen an Nachweise und Dokumentation sowie ein internes Freigabeprozedere mit praxisorientierten Checklisten für Kommunikations-/Nachhaltigkeitsverantwortliche und Mitarbeitende der Front. Ergänzend werden Schulungsbausteine (E-Learning) zur Verankerung im Alltag beschrieben.
Projektdetails
- Typ
- Studierendenprojekt
- Themen
- Unternehmenskommunikation und Kreislaufwirtschaft
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Wirtschaft FHNW
- Laufzeit
- 2026
- Mitarbeit
- Andrea Hauser, Amer Mujkic, Laura Lorenzon, Baran Tekkilic, Mateo Debrunner
