Geomatik im MINT-Sommercamp FHNW 2026
Vom 3. bis 5. August fand das MINT-Sommercamp der FHNW am Campus Muttenz statt. 24 wissensdurstige Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren erkundeten die FHNW und nahmen an spannenden Workshops im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) teil. Betreut wurden die Kinder von Studierenden der PH FHNW, die das Programm mit gemeinsamen Spielen ergänzten.
Geomatik spielerisch entdecken
Beim Workshop Geomatik konnten die Kinder die Vielseitigkeit dieser Disziplin kennenlernen. Zu Beginn erhielten die Kinder eine Einführung, was Geomatik überhaupt ist. Anschliessend konnten die Kinder von sich selbst eine 3D-Rekonstruktion mittels Photogrammetrie durchführen. Die Photogrammetrie bietet die Möglichkeit, mit der Aufnahme vieler überlappender Fotos 3D-Modelle zu erstellen. Dabei mussten die Kinder möglichst still vor einer Wand mit Messmarken stehen, um ein detailliertes und unverzerrtes Modell von sich selbst zu erhalten.
Parallel dazu erkundete die andere Hälfte der Gruppe mit Laptops, Luftbildteppichen und dem AR-Sandkasten unterschiedliche Methoden, wie Geodaten visualisiert werden können. Dabei versuchten die Kinder Ortschaften oder markante Bauten auf dem Luftbildteppich oder in Online-Kartendiensten zu finden. Im AR-Sandkasten konnten die Kinder spielerisch kennenlernen, wie sich Höhenlinien verhalten, wenn sich die Landschaft verändert oder wie sich Wasserverläufe im hügeligen Sand verhalten.
Nach einer Verpflegungspause mit einem kurzen Ausflug auf das Dach des Campus Muttenz ging es für die Kinder nach draussen.
Ein Teil der Gruppe versuchte sich beim Schätzen von Distanzen. Dabei mussten die Kinder Bälle werfen oder kicken und anschliessend schätzen, wie weit der Ball gekommen ist. Nachdem alle ihre Schätzungen abgegeben hatten, wurde mithilfe eines Tachymeters die Distanz exakt gemessen und mit den Schätzungen verglichen. Die Kinder waren dabei jedes Mal erstaunt, wie stark ihr Schrittmass doch von der effektiven Distanz abwich.
Die andere Hälfte der Gruppe durfte sich in der Zwischenzeit mit der GNSS-Schatzsuche widmen. Die Kinder mussten dabei mit einem satellitengestützten Messinstrument (GNSS) vergrabene Schätze in Form von Süssigkeiten finden. Dabei war Teamwork gefragt, um das eher schwere GNSS zum Zielort zu tragen. Die Kinder mussten dafür in diesem Jahr nicht so stark graben, da der trockene Boden nicht gut geeignet war, um Schätze optimal zu verstecken. Die Kinder freuten sich trotz allem über jeden Fund, den sie im Campus-Park gemacht haben.

Zum Abschluss ging es nochmals zurück in die kühlen Unterrichtsräume, wo die Kinder noch einen Einblick zu Thermalkameras erhielten. Dabei hatten die Kinder die Möglichkeit verschiedene Objekte oder sich selbst vor die Kamera zu stellen und die unterschiedlichen Temperaturen zu sehen. Die verschiedenen Eigenschaften der verwendeten Materialien sorgten dabei für Erstaunen.
Neben dem Geomatik-Workshop nahmen die Kinder noch an einigen anderen interessanten Workshops anderer Hochschulen, wie Robotik, Licht und Taschenlampe, farbige Experimente oder Kugelschreiber teil. Das MINT-Sommercamp findet jährlich anfangs August am FHNW Campus Muttenz und FHNW Campus Brugg-Windisch statt.
Fotos: Beate Weickgenannt, Luca Siciliano & Micha Tschanz












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