Die Ansprechbar ist ein niedrigschwelliges, kostenfreies Peer-Gesprächsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene. Das Konzept: Geschulte junge Menschen stehen zu definierten Zeiten zum Zuhören und zum Gespräch bereit und leisten damit wertvolle Unterstützung. So kann präventiv gearbeitet und das Gesundheitssystem entlastet werden.

Hintergrund
Die Psychiatriekommission beider Basel hatte im Rahmen ihres Psychiatriekonzepts verschiedene Handlungsfelder und entsprechende Massnahmen für die Versorgungsregion Basel formuliert. Eine Massnahme betrifft ein Präventionsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene nach dem niederländischen Vorbildprojekt «@ease». Nach einer Machbarkeitsstudie wurde ein Team der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW für die Umsetzung betraut.
Mit Start des Schuljahrs 2026/2027 wird es ein niederschwelliges, kostenfreies Gesprächsangebot ohne Voranmeldung geben. Die Umsetzungsphase startete im Oktober 2025. Hierfür wurden eine fachliche sowie eine Jugendbegleitgruppe installiert, um die Perspektiven der Jugendlichen im Projekt sicherzustellen. Entscheide wurden der Steuerungsgruppe übergeben. So konnten in diesem Zeitrahmen ein Konzept, die Rekrutierung der Fachpersonen, ein entsprechendes Kommunikationskonzept und eine Kooperation für die Umsetzung aufgebaut werden. Das Angebot trägt den Namen «Ansprechbar» und wird im Café Finkmüller in der Markthalle Basel dreimal wöchentlich am Nachmittag angeboten.
Projektdetails
- Forschungsfeld
- Gesundheitsförderung und Prävention, Lebenslagen und soziale Teilhabe
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Soziale Arbeit FHNW / Institut Beratung, Coaching und Sozialmanagement, Institut Kinder- und Jugendhilfe
- Partner
- Psychiatriekommission beider Basel (Auftraggeberin), Universitäre Psychiatrische Kliniken (Kooperationspartner)
- Förderung
- Christoph Merian Stiftung, Thomi Hopf Stiftung, Fördertopf gegen Einsamkeit
- Laufzeit
- November 2024 bis Juni 2028 (Machbarkeitsstudie 11/24 bis 3/25, Aufbauphase 10/25 bis 8/26, Pilotprojekt 8/26 bis 6/28)
- Leitung
- Sarah Bestgen (Aufbau), Sarah Madörin und Remo Hofmann (Evaluation und wissenschaftliche Begleitung)
- Mitarbeit
- Roger Kirchhofer, Lalitha Chamakalayil
Ziele und Vorgehen
Mit Aufnahme der Tätigkeit vor Ort wird die zweijährige Pilotphase wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Universitären Psychiatrischen Kliniken und die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW stellen die Fachpersonen, welche das Angebot verantworten und vor Ort präsent sind. Bei dem Angebot handelt es sich um ein peer-basiertes Beratungsangebot, jedoch können die Fachpersonen bei Bedarf hinzugezogen werden. Ihre Kernaufgabe liegt in der Schulung und Betreuung der Peers (im Projekt «Listener» genannt). Nach zwei Jahren wird entschieden, ob das Projekt in eine Regelstruktur überführt werden kann. Die Evaluation ist formativ angelegt, sodass die Ergebnisse als Steuerungsinstrument dienen können und eine valide Handlungsgrundlage für Interventionen bilden.
Dabei interessiert insbesondere, wer das Angebot besucht und wie es beurteilt wird. Eine Nachbefragung widmet sich dem Interesse, wie es den Besuchenden nach dem Gespräch in der Ansprechbar erging.
Kontakt

Sarah Bestgen
- Telefon
- +41 62 957 21 01
- sarah.bestgen@fhnw.ch

Sarah Madörin
- Telefon
- +41 62 957 27 82
- sarah.madoerin@fhnw.ch

Remo Hofmann
- remo.hofmann@fhnw.ch

Lalitha Chamakalayil
- Telefon
- +41 61 228 52 65