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Management trifft IT – wie Christopher Steitz Studium, Engagement und internationale Erfahrungen verbindet, Hochschule für Wirtschaft FHNW

2.7.2026 – Hochschule für Wirtschaft


Christopher Steitz hat gleich einen Bachelor- und zwei Masterabschlüsse erworben und dabei Management mit IT kombiniert. Neben dem Studium engagierte er sich international, baute ein starkes Netzwerk auf und entwickelte Fähigkeiten, die ihn weit über den Hörsaal hinaus prägen. In diesem Interview erzählt er, wie Offenheit, Mut und Struktur seinen Weg geformt haben und warum er diesen jederzeit wieder gehen würde.

  • Story

Christopher, du hast dich für einen Studienweg entschieden, der mehrere Abschlüsse umfasst. Kannst du kurz erläutern welche Studiengänge du absolviert hast und wie dein Double Degree genau aussah?

Ich habe mich bewusst für einen etwas breiteren Studienweg mit Fokus auf Management und IT entschieden, weil ich früh gemerkt habe, dass beide Bereiche in der heutigen Arbeitswelt immer stärker zusammenwachsen.

Zunächst habe ich den Bachelor in Business Administration (International Management) absolviert. Danach folgte der Master in International Management. Zusätzlich habe ich mich entschieden, noch einen Master in Business Information Systems zu absolvieren.

Durch die Kombination der beiden Masterstudiengänge ergab sich für mich ein Double Degree. Einige Module wurden mir angerechnet, wodurch ich den MSc in Business Information Systems in verkürzter Form absolvieren konnte und mich stärker auf die Kern- sowie Wahlmodule fokussieren konnte.

Für mich persönlich war das Double Degree nie einfach nur ein zusätzlicher Abschluss. Es war vielmehr eine Erfahrung, die mir eine klare Denkweise, ein starkes Framework und eine sehr gute Basis für die Zukunft gegeben hat. Und ehrlich gesagt hat mir dieser Weg einfach unglaublich viel Spass gemacht.

Für mich persönlich war das Double Degree nie einfach nur ein zusätzlicher Abschluss. Es war vielmehr eine Erfahrung, die mir eine klare Denkweise, ein starkes Framework und eine sehr gute Basis für die Zukunft gegeben hat. Und ehrlich gesagt hat mir dieser Weg einfach unglaublich viel Spass gemacht.

Was hat dich motiviert, diesen Weg einzuschlagen, trotz des zusätzlichen Aufwands und der Komplexität?

Ich glaube, viele unterschätzen vor allem den echten Mehrwert eines solchen Studienwegs und überschätzen gleichzeitig die Nachteile. Natürlich braucht es gute Selbstorganisation, klare Prioritäten und Disziplin. Aber aus meiner Sicht ist es absolut machbar, wenn man strukturiert arbeitet und bewusst plant.

Was viele zusätzlich unterschätzen, sind die Soft Skills, die man auf diesem Weg entwickelt. Durch die Zusammenarbeit mit sehr unterschiedlichen Menschen entwickelt man Fähigkeiten wie Leadership, Teamarbeit und Kommunikation ganz automatisch weiter.

Weshalb hattest du dich für das Studium an der FHNW entschieden?

Einerseits hat mich die praxisnahe Ausrichtung überzeugt. Viele Projekte, Case Studies und Gruppenarbeiten hatten einen direkten Bezug zur Wirtschaft und zu realen Herausforderungen von Unternehmen. Man arbeitet nicht nur theoretisch mit Modellen, sondern versucht, konkrete Lösungen für echte Problemstellungen zu entwickeln. Auch der Austausch mit Dozierenden war spannend, weil viele selbst aus der Praxis kommen und dadurch sehr reale Einblicke geben konnten.

Zusätzlich war für mich die internationale Ausrichtung der Hochschule sehr attraktiv, weil man früh die Möglichkeit erhält, mit Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen und Hintergründen zusammenzuarbeiten und internationale Perspektiven kennenzulernen. Diese internationale Komponente erweitert den eigenen Horizont gravierend und bereitet gleichzeitig sehr gut auf die heutige globale Arbeitswelt vor.

Du hast Management und IT in deinem Studium kombiniert. Wie ergänzen sich diese beiden Bereiche? Welchen konkreten Mehrwert siehst du in dieser Kombination?

Für mich ist die Kombination aus Management oder Business und IT heute wichtiger denn je, weil beide Bereiche mittlerweile sehr stark miteinander verschmolzen sind.

Technologien verändern Geschäftsmodelle, Prozesse und ganze Branchen in einem enormen Tempo. Besonders sichtbar wird das aktuell durch Entwicklungen wie Artificial Intelligence. Und in Zukunft wird das mit Themen wie beispielsweise Quantum Computing oder noch stärkeren datengetriebenen Systemen weiter zunehmen. Unternehmen brauchen deshalb Menschen, die sowohl die Business-Seite als auch die technologische Perspektive verstehen.

Für mich persönlich war ein grosser Takeaway vor allem der Aufbau von Digital Literacy und AI Literacy. Also nicht nur zu verstehen, wie Technologien funktionieren, sondern auch, welche strategischen Auswirkungen sie auf Unternehmen, Leadership und Geschäftsmodelle haben.

Bezüglich deiner Studieninhalte: Welche Themen oder Fragestellungen interessieren dich aktuell besonders? Und warum sind sie aus deiner Sicht zukunftsrelevant?

Ein grosser Fokus liegt für mich auf Artificial Intelligence und Digitalisierung. Mich interessiert besonders, wie AI Geschäftsmodelle, Entscheidungsprozesse und die strategische Unternehmensführung verändert. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Unternehmen AI sinnvoll, verantwortungsvoll und nachhaltig einsetzen können. Ich glaube, dass wir hier erst am Anfang einer Entwicklung stehen, die praktisch jede Branche beeinflussen wird.

Zusätzlich interessiert mich auch das Thema Finance und Impact. Besonders spannend finde ich die Frage, wie finanzielle Mittel gezielt eingesetzt werden können, um neben wirtschaftlichem Erfolg auch ökologische und soziale Ziele zu fördern. Die Verbindung von Rendite und nachhaltigem Impact wird aus meiner Sicht in Zukunft eine immer grössere Rolle spielen.

Auch die internationale Perspektive spielt dabei eine wichtige Rolle. Viele dieser Entwicklungen sind global und betreffen Unternehmen, Märkte und Gesellschaften weltweit. Deshalb ist es wichtig, nicht nur technologische oder wirtschaftliche Aspekte isoliert zu betrachten, sondern auch die internationalen und gesellschaftlichen Auswirkungen mitzudenken.

Hast du während dem Studium neue Stärken von dir entdeckt?

Ja, definitiv. Was ich besonders spannend fand, war die Erfahrung, dass sich gewisse Schwächen im Laufe des Studiums gezielt zu Stärken entwickeln können.

Ein gutes Beispiel dafür ist für mich der Bereich Finance. Zu Beginn des Studiums war das eher eine Schwäche, zumindest nicht unbedingt mein stärkstes Fachgebiet. Durch die Kombination aus Theorie, praktischer Anwendung und verschiedenen Projekten entwickelte sich daraus aber ein echter Interessens- und Kompetenzbereich.

Sehr viel mitgenommen habe ich auch im Bereich Teamarbeit und zwischenmenschliche Kompetenzen. Gerade in internationalen und interdisziplinären Teams merkt man schnell, wie wichtig eine gute Arbeitsatmosphäre ist. Mir war es immer wichtig, dass alle Teammitglieder eingebunden werden und unterschiedliche Perspektiven Platz haben. Besonders spannend fand ich oft, dass gerade ruhigere Personen sehr wertvolle Ideen eingebracht haben, wenn man ihnen bewusst Raum gegeben hat. Dadurch habe ich eine grosse Wertschätzung für unterschiedliche Hintergründe, Kulturen und Denkweisen entwickelt.

Gleichzeitig habe ich gelernt, offen für Veränderungen und neue Perspektiven zu bleiben und Prozesse kritisch zu hinterfragen. Dadurch entstand bei mir auch ein starkes Mindset des lebenslangen Lernens.

Gleichzeitig habe ich gelernt, offen für Veränderungen und neue Perspektiven zu bleiben und Prozesse kritisch zu hinterfragen. Dadurch entstand bei mir auch ein starkes Mindset des lebenslangen Lernens.

Gibt es etwas, dass dich im Studium besonders überrascht hat?

Positiv überrascht hat mich, wie viele Möglichkeiten und Unterstützungsangebote es während des Studiums gibt. Beispielsweise Angebote wie Career Services oder verschiedene studentische Organisationen helfen schon früh dabei, sich weiterzuentwickeln, Kontakte aufzubauen und eigene Interessen zu entdecken. Während des Studiums öffnen sich dadurch oft Türen, mit denen man am Anfang gar nicht gerechnet hätte.

Ein weiterer Punkt, den ich sehr geschätzt habe, war die Kultur an der FHNW. Die Kommunikation war aus meiner Sicht sehr offen, respektvoll und auf Augenhöhe. Studierenden-Anliegen wurden ernst genommen und Feedback wurde nicht einfach nur gesammelt, sondern oft tatsächlich umgesetzt. Dieses Gefühl, aktiv mitgestalten zu können, fand ich besonders motivierend.

Du hast dein Studium stark in einem internationalen Kontext gestaltet. Was macht diese internationale Erfahrung für dich besonders und was konntest du bisher daraus mitnehmen?

Während meines Studiums war ich in unterschiedlichen internationalen Kontexten unterwegs. Dazu gehörte unter anderem ein Auslandsemester in Schweden, wo ich sechs Monate studieren durfte. Zusätzlich hatte ich einen Virtual Exchange mit Vietnam im Rahmen eines SEED-Moduls, bei dem wir mit einem Team aus den Philippinen zusammengearbeitet haben. Dann gab es International Student Projects wie connectUS mit Aufenthalten in New York, Boston und Toronto. Im Master International Management hatte ich ausserdem Module unter anderem in New York, Estland und Finnland. Im Business Information Systems Master kam noch eine Studienreise nach Südafrika dazu. Zusätzlich durfte ich Einblicke in EU-Institutionen in Brüssel erhalten.

connectUS

Das Spannendste daran war für mich zu sehen, wie unterschiedlich Business und Zusammenarbeit weltweit funktionieren. Unterschiedliche kulturelle Kontexte beeinflussen Entscheidungen, Leadership, Kommunikation und Arbeitsweisen sehr stark. Gerade der Vergleich zwischen Europa, den USA und Afrika war unglaublich spannend, weil die Herangehensweisen teilweise komplett unterschiedlich sind.

In Schweden habe ich beispielsweise viele Ähnlichkeiten zur Schweiz wahrgenommen, aber gleichzeitig auch spannende kulturelle Unterschiede im Umgang miteinander und in der Arbeitsweise erlebt. Südafrika war wiederum sehr eindrücklich, weil man dort starke Gegensätze direkt sieht, beispielsweise zwischen Townships und Gated Communities. Das eröffnet eine komplett andere Perspektive auf Wirtschaft, Gesellschaft und Innovation.

Auch der Virtual Exchange war eine sehr wertvolle Erfahrung, weil er gezeigt hat, wie internationale Zusammenarbeit heute oft funktioniert, nämlich digital, über verschiedene Zeitzonen hinweg und vor sehr unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Genau solche Situationen sind heute in vielen Unternehmen Alltag.

Du hast dich neben dem Studium stark engagiert. Würdest du das wieder tun und wenn ja warum?

Ja, auf jeden Fall, weil dieses Engagement meine Studienzeit erheblich bereichert hat, sowohl persönlich als auch beruflich.

Ein grosser Teil davon waren die internationalen Erfahrungen, besonders durch mein Engagement beim Erasmus Student Network, also ESN. Dort hatte ich die Möglichkeit, eng mit Austauschstudierenden aus vielen verschiedenen Ländern zusammenzuarbeiten, zusammen Events zu organisieren und internationalen Studierenden die Schweiz näherzubringen, was wirklich eine besondere Erfahrung war.

Zusätzlich habe ich mich stark in der Fachschaft Wirtschaft Olten sowie auf Hochschulebene bei students.fhnw engagiert. Dort ging es vor allem darum, Studierende zu vertreten, ihre Anliegen einzubringen und aktiv an der Weiterentwicklung des studentischen Umfelds mitzuwirken.

Was mir dabei besonders wichtig war, war der konkrete Mehrwert für andere Studierende. Durch Events, Projekte und verschiedene Angebote konnten wir das Studium für viele Menschen angenehmer, zugänglicher und vernetzter machen. Gerade der Austausch zwischen Studierenden aus unterschiedlichen Studiengängen und kulturellen Hintergründen war aus meiner Sicht unglaublich wertvoll.

Ich konnte ein starkes Netzwerk innerhalb der FHNW aufbauen und erhielt Einblicke in Prozesse und Strukturen, die sonst im Verborgenen geblieben wären. Gleichzeitig entwickelte ich automatisch viele Soft Skills weiter, beispielsweise Organisation, Kommunikation, Leadership und Verantwortungsbewusstsein.

Auch emotional war diese Erfahrung für mich sehr besonders. Es ist ein schönes Gefühl, für andere Studierende eine Ansprechperson zu sein, Unterstützung bieten zu können und zu merken, dass man tatsächlich etwas bewirken kann. Die Wertschätzung, die man dabei von Mitstudierenden zurückbekommt, bedeutet mir sehr viel.

Was war dein grösstes Highlight im Studium?

Ich würde gar nicht sagen, dass es das eine grösste Highlight gab, sondern vielmehr viele kleine und grosse Momente, die zusammen meine gesamte Studienzeit zu einer besonderen Erfahrung gemacht haben.

Natürlich waren auch die Abschlüsse und Diplomfeiern sehr emotionale Momente. Das Diplom am Ende wirklich in der Hand zu halten, fühlt sich nach all den Jahren unglaublich wertvoll an. Noch schöner war aber fast die Reaktion von Familie, Freunden und allen Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Dieses Gefühl von gemeinsamem Stolz und Unterstützung bleibt definitiv in Erinnerung.

Wenn ich die letzten 5,5 Jahre zusammenfasse, dann waren es vor allem die Vielfalt der Erfahrungen, die mein Studium so besonders gemacht haben. Die Kombination aus Lernen, internationalen Erfahrungen, persönlicher Entwicklung, Freundschaften und Engagement hat meine Begeisterung für Weiterentwicklung enorm geprägt.

Das Studium hat mir letztlich gezeigt, wie viel Freude persönliche Entwicklung machen kann und wie wertvoll es ist, offen für neue Erfahrungen, Menschen und Perspektiven zu bleiben.

Das Studium hat mir letztlich gezeigt, wie viel Freude persönliche Entwicklung machen kann und wie wertvoll es ist, offen für neue Erfahrungen, Menschen und Perspektiven zu bleiben.

Wenn du auf deinen bisherigen Weg zurückblickst, worauf bist du am meisten stolz?

Ein wichtiger Punkt ist sicher der Mut, gewisse Entscheidungen überhaupt zu treffen. Ich habe mich bewusst für einen breiteren und teilweise auch anspruchsvolleren Studienweg mit mehreren Abschlüssen entschieden, weil ich mich fachlich und persönlich möglichst vielseitig entwickeln wollte. Dabei hatte ich nicht immer auf jede Frage sofort eine Antwort, aber ich habe gelernt, trotzdem Entscheidungen zu treffen und meinen Weg konsequent weiterzugehen.

Gleichzeitig bin ich stolz darauf, Studium, Arbeit und Engagement parallel gemeistert zu haben. Es gab definitiv intensive Phasen, in denen viel gleichzeitig lief. Gerade in solchen Momenten habe ich gelernt, strukturiert zu arbeiten, Prioritäten zu setzen und langfristige Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Dieses Durchhaltevermögen hat mich persönlich sehr geprägt.

Besonders stolz bin ich auch auf meine persönliche Entwicklung während dieser Zeit. Ich habe nicht nur fachlich sehr viel gelernt, sondern auch persönlich. Beispielsweise Verantwortung zu übernehmen, Projekte zu leiten, mit unterschiedlichsten Menschen zusammenzuarbeiten und ein klares, strukturiertes Mindset aufzubauen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für mich der Impact, den ich durch mein Engagement leisten durfte. Durch die Arbeit in der Fachschaft, bei students.fhnw oder in internationalen Organisationen konnte ich nicht nur für mich selbst lernen, sondern auch etwas für andere Studierende bewegen. Projekte umzusetzen, Veranstaltungen zu organisieren oder studentische Anliegen einzubringen, war für mich unglaublich wertvoll und erfüllend.

Sehr stolz bin ich ausserdem auf die Beziehungen und das Netzwerk, das in dieser Zeit entstanden ist. Über die Jahre durfte ich mit vielen inspirierenden Menschen zusammenarbeiten und echte Freundschaften aufbauen, die weit über das Studium hinausgehen. Gerade die internationale Zusammenarbeit und die Begegnungen mit Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen haben mich nachhaltig geprägt.

Wie werden deine internationalen und interdisziplinären Erfahrungen deiner Meinung nach deine berufliche Zukunft beeinflussen? Kannst du dir vorstellen, langfristig im Ausland oder international zu arbeiten?

Ich bin überzeugt, dass genau diese internationalen und interdisziplinären Erfahrungen meine berufliche Zukunft sehr stark prägen werden.

Durch die vielen internationalen Erfahrungen habe ich gelernt, mit unterschiedlichen Kulturen, Denkweisen und Arbeitsweisen umzugehen. Man entwickelt ein besseres Verständnis für globale Zusammenhänge, internationale Märkte und unterschiedliche Perspektiven auf Business und Zusammenarbeit. Gleichzeitig lernt man auch, sich schnell auf neue Umfelder einzulassen und flexibel zu bleiben, was heute in einer globalisierten Arbeitswelt von höchster Wichtigkeit ist.

Was meine Zukunft betrifft, kann ich mir sehr gut vorstellen, temporär international zu arbeiten oder für einige Jahre ins Ausland zu gehen. Mich motivieren neue Kulturen, internationale Teams und dynamische Arbeitsumfelder sehr. Gleichzeitig sehe ich meine langfristige Perspektive aber klar in der Schweiz. Die Schweiz ist für mich mein Zuhause und der Ort, zu dem ich immer wieder zurückkehren möchte.

Was würdest du deinem früheren «Ich» in einem Satz mitgeben?

In einem Satz würde ich sagen: «Vertrau deinem Weg, bleib neugierig und nimm dir bewusst Zeit, die Reise auch zu geniessen.»

Welchen Rat würdest du Studierenden geben, die ein Auslandsstudium oder einen Doppelabschluss in Betracht ziehen?

Der wichtigste Punkt ist wahrscheinlich: einfach machen. Viele überlegen sehr lange oder warten auf den «perfekten» Zeitpunkt. Aber solche Chancen kommen meist nicht oft im Leben. Der grösste Schritt ist meistens gar nicht das Studium selbst, sondern die Entscheidung, es überhaupt zu wagen.

Gleichzeitig ist Offenheit wichtig. Ein Auslandsstudium oder ein Double Degree bedeutet sicher, die eigene Komfortzone zu verlassen. Man trifft auf neue Kulturen, andere Denkweisen und teilweise auch ungewohnte Arbeits- und Lernstile. Genau darin liegt aber der grosse Mehrwert. Man lernt nicht nur fachlich unglaublich viel, sondern entwickelt sich auch persönlich enorm weiter.

Ich würde ausserdem empfehlen, gut zu planen, aber trotzdem flexibel zu bleiben. Gerade internationale Erfahrungen bringen oft spontane Chancen, neue Kontakte oder unerwartete Möglichkeiten mit sich. Struktur hilft definitiv, aber manchmal entstehen die besten Erfahrungen genau dann, wenn man offen für Veränderungen bleibt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, solche Möglichkeiten wirklich aktiv zu nutzen. Nicht einfach nur «dabei sein», sondern bewusst netzwerken, Projekte mitnehmen, Kontakte knüpfen und sich engagieren. Viele der wertvollsten Erfahrungen entstehen ausserhalb des klassischen Unterrichts, beispielsweise in internationalen Teams, bei Projekten oder durch Gespräche mit Menschen aus anderen Kulturen und Fachrichtungen.

Für mich persönlich waren genau diese internationalen und interdisziplinären Erfahrungen die prägendsten Teile meines gesamten Studiums. Sie haben meinen Blick auf Business, Technologie und die Welt nachhaltig verändert und ich würde diesen Weg jederzeit wieder gehen.

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