Die Sicherheitspolitik richtet sich zunehmend auf Resilienz statt nur auf Risiken. Strategische Vorausschau ermöglicht langfristiges Denken, stärkt Prävention und Verteidigung und verbessert das Sicherheitsmanagement für aktuelle und zukünftige Bedrohungen.
Wichtige Punkte
Die moderne Sicherheitspolitik verlagert ihren Fokus von der Betrachtung aller Arten von Risiken hin zur Anpassung an alle Arten von Situationen. Sicherheitsorganisationen – Verteidigungsministerien, Nachrichtendienste, Polizeikräfte und Streitkräfte – müssen daher ihren Schwerpunkt stärker auf ein resilienzorientiertes Sicherheitsmanagement legen.
Strategische Vorausschau kann einen wichtigen Beitrag zu resilienzorientiertem Sicherheitsmanagement leisten, da sie einen synchronisierten Blick auf mehrere Bedrohungen im Rahmen einer langfristigen Sicherheitsperspektive ermöglicht. Mehrere Sicherheitsorganisationen, darunter auch die NATO, haben bereits damit begonnen, strategische Vorausschau zu nutzen.
Sicherheitsorganisationen sollten strategische Vorausschau-Aktivitäten sehr sorgfältig auswählen, um sicherzustellen, dass sie ihrem vorgesehenen Zweck dienen. Das Prozessmodell und die Erfolgsfaktoren, die in dieser Strategischen Sicherheitsbewertung (SSA) dargelegt sind, bieten Orientierung, was erforderlich ist, damit vorausdenkendes Handeln zum Standard in Sicherheitspolitik und Sicherheitsorganisationen wird.
Strategische Vorausschau hat das Potenzial, die Denkweise, das Verhalten und das Handeln von Organisationen und ihren Mitarbeitenden zu verändern. Dadurch kann sie die Bemühungen zur Prävention, Verteidigung gegen und Minderung von Sicherheitsrisiken stärken und zur effektiven Sicherheitspolitik in Bezug auf die aktuelle und zukünftige Risikolandschaft beitragen.
Autor:innen
Prof. Dr. Beat Habegger
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