Studierende berichten: Hackathon Frühlingssemester 2026
Der Hackathon im 4. Semester des BSc Geomatik bietet den Studierenden die Möglichkeit, in Kleingruppen eine eigene Projektidee zu entwickeln und diese innerhalb von zwei intensiven Tagen am Campus umzusetzen. Obwohl die (Geo-)Programmierung bei der Realisierung eine grosse Rolle spielt, so ist der Hackathon vor allem eine Gelegenheit wichtige praktische Erfahrungen zu sammeln: Wie lassen sich Projekte strukturieren und umsetzten? Wie können Rollen verteilt und Arbeiten organisiert werden? Und wie lässt sich das Produkt darstellen und nach aussen kommunizieren?
Hier stellen die Gruppen ihre Ideen und Resultate vor:
Build a Bridge

Wir haben alle schon davon gehört. Es soll eine neue Brücke gebaut werden und bereits die Vorstudie kostet mehr als der eigentliche Brückenbau. Was wäre, wenn es ein Tool gäbe, welches den verkehrstechnischen Nutzen für jede denkbare Brücke in jeder Stadt Weltweit in Minutenschnelle berechnen kann. Und das nicht nur für Brücken, sondern auch Tunnels und Strassen, für Autos, Fahrräder und Fussgänger – alles Kostenfrei, auf Basis von globalen Datensätzen. «Build a Bridge» ist ein Prototyp einer stadtplanerischen Anwendung, die den Nutzen einzelner Wegstrecken in Bezug auf die Reisezeit innerhalb einer Stadt untersucht. Basierend auf globalen Open Source Daten ist die Anwendung skalierbar und für eine Vielzahl von Anwendungen einsetzbar.

StreetLore Basel

Im Rahmen des Hackathons «Geoprogrammierung II» haben wir Streetlore Basel geschaffen. Eine interaktive Karte, die jeden der 1061 Basler Strassennamen und deren Hintergrund verknüpft. Wir haben alle Strassen nach Geschlecht, Themenkategorie und Epoche klassifiziert. Per Streamlit lassen sich Strassen filtern (z. B. «alle Strassen aus dem Mittelalter mit männlichen Namensgebern») und auf einer Folium-Karte erkunden. Gleichzeitig kann man auch die kategorisierten Daten als Statistiken begutachten.
Genre Diffusion Map


Unsere Idee für den Hackathon: eine interaktive Karte, die zeigt, wie sich ein Musikgenre geografisch über die Zeit verändert. Als Datenbasis diente «MusicBrainz», eine öffentliche Musikdatenbank, die von einer globalen Community gepflegt wird. Nach zwei Tagen Programmierarbeit ist ein «Jupyter Notebook» entstanden, in dem man aus einer Vielzahl von Genres wählen und sich die Verbreitung anschliessend auf einer interaktiven Karte anzeigen lassen kann. Anbei sind zwei Beispielkarten des Genres Hip Hop aus den Jahren 1985 und 2020.
Gipfelquest
Viele Bergbegeisterte denken, sie kennen jeden Berg in- und auswendig, doch ist das wirklich so? Wir bieten die ultimative Herausforderung: Kannst du Berge anhand von verschiedenen Merkmalen erkennen?
Jedes Merkmal, dass du brauchst, zieht ein paar Sekunden von der Zeit ab, die restlichen Sekunden ergeben deine Punktzahl. Wähle aus vier Möglichkeiten den Berg aus, und versuch auf der Highscoreliste zu landen.
«Wer und was ist betroffen, wenn der Rheinpegel steigt?
In unserem Projekt untersuchen wir, welche Gebiete und Gebäude in Basel bei steigendem Rheinpegel potenziell betroffen wären. Dafür haben wir anhand von einem Höhenmodell (swissALTI3D) mögliche Überflutungsflächen berechnet. Anschliessend wurden wichtige Gebäude (Krankenhäuser und andere öffentliche Gebäude) dargestellt und die Resultate als Karte auf einer Webseite eingebunden.

Zusätzlich haben wir historische Hochwasserereignisse recherchiert, um das Thema besser einzuordnen.

Lagerplatz-Finder Schweiz

Ein Lager zu planen ist oft aufwendig, besonders die Suche nach einem geeigneten Platz gestaltet sich mühsam. Genau hier setzt unser Projekt an: Mit einer interaktiven Karte möchten wir mögliche Lagerplätze im Kanton Baselland sichtbar machen. Zuerst werden ungeeignete Flächen, wie zum Beispiel Geröll- und Felsgebiete, Jagdbanngebiete, Auengebiete, Moorlandschaften und Siedlungsgebiete ausgeschlossen. Danach können die Nutzerinnen und Nutzer interaktiv einstellen, für wie viele Personen das Lager geplant ist und wie weit sich die Lagerplätze maximal von Infrastrukturobjekten wie ÖV-Haltestellen, Hydranten und Bauernhöfe entfernen dürfen. So wird die Suche nach einem geeigneten Lagerplatz für Jugendgruppen, Schulen oder Vereine deutlich einfacher, schneller und übersichtlicher.
Wohnscore

Wer eine neue Wohnung sucht, stellt sich immer dieselben Fragen: Wie weit ist es zum nächsten Bahnhof? Gibt es einen Park in der Nähe? Ist die Schule gut erreichbar?
Wohnscore beantwortet genau das. Mit einer interaktiven Web-App, die für jeden Wohnort in der Stadt Zürich automatisch die Erreichbarkeit von wichtigen Alltagszielen berechnet. Mithilfe von OpenStreetMap-Daten und einem persönlichen Gewichtungssystem können Nutzerinnen und Nutzer selbst festlegen, was ihnen wichtig ist. Sei es der öffentliche Verkehr, Einkaufsmöglichkeiten oder Grünflächen. Daraus wird ein individueller Wohn-Score. Das Ergebnis wird auf einer interaktiven Karte visualisiert, die auf einen Blick zeigt, wie gut ein Standort zur eigenen Lebensweise passt.
Autoren Projekte: Studierende Bachelor in Geomatik im 4. Semester
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