Sicheres Trinkwasser, sanitäre Infrastruktur und Hygiene im Rahmen internationaler Zusammenarbeit und humanitärer Massnahmen
Die Forschungsgruppe Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) widmet sich der Verbesserung des Zugangs zu sicherem Trinkwasser, sanitärer Infrastruktur und Hygiene im Rahmen internationaler Zusammenarbeit und humanitärer Massnahmen.
Das interdisziplinäres Expert*innenteam führt wirkungsorientierte Forschung durch und unterstützt Organisationen bei der Entwicklung und Bewertung innovativer WASH-Technologien und -Ansätze.
Fachgebiete
- Entwicklung und Evaluierung von WASH-Technologien und -Interventionen
- Unterstützung offener sozialer Innovationen, die auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und Produktion vor Ort ausgerichtet sind
- Interdisziplinäre Ansätze für WASH, einschliesslich Gesundheit, Industrie- und Sozialdesign, Verhaltenspsychologie, Informations- und Kommunikationstechnologien, Bildung und Architektur
- Systemorientierter Ansatz zur Verbesserung der Nachhaltigkeit humanitärer Massnahmen
- Kontextspezifische Schulungen für Praktiker:innen, Lehrkräfte und Studierende
- Lehrplanentwicklung mit Universitäten und Partnerschaften für angewandte Forschung
- Backstopping und technische Unterstützung für Organisationen, die in den Bereichen internationale Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe tätig sind
Forschungsschwerpunkte
WASH-Innovation und -Evaluierung

Verbesserter Zugang zu sicherem Trinkwasser, sanitärer Infrastruktur und Hygiene (WASH) in der internationalen Zusammenarbeit.
Unsere Forschung befasst sich mit WASH-Infrastruktur in Haushalten, Gemeinden und Institutionen. Wir arbeiten mit Nichtregierungsorganisationen, Universitäten, Behörden und Berufsbildungszentren zusammen, um WASH-Innovationen zu bewerten und umzusetzen, sowie die Nachhaltigkeit von WASH-Massnahmen zu beurteilen.
In unseren Projekten entwickeln wir Richtlinien für kontextspezifische Handwasch-Infrastruktur und innovative Handwaschwasser-Recyclingsysteme für Schulen und Gesundheitseinrichtungen, die nicht an ein funktionierendes Wassersystem angeschlossen sind. Die Etablierung eines nachhaltigen Infrastrukturmanagements ist ein wichtiger Bestandteil dieser Projekte. Unsere Wasserversorgungsprojekte konzentrieren sich auf ressourceneffiziente und gravitationsbetriebene Technologien für die Wasseraufbereitung in Haushalten, Gemeinden und Institutionen. In einem umfassenden Ansatz arbeiten wir an der Stärkung der Resilienz zentralisierten WASH-Infrastrukturen.
Bei der Abwasserbehandlung von Einrichtungen und kleinen Gemeinden setzen wir auf naturbasierte Lösungen, die anaerobe Verfahren, Pflanzenkläranlagen und biologische Abwasserbehandlung kombinieren. Wir unterstützen die Einrichtung von Abwasseranalyselabors und bieten Schulungen zur Bewertung und Analyse der Infrastruktur sowie zur Projektplanung an. Ausserdem evaluieren wir wasserlose Sanitärtechnologien für Haushalte und Gemeinden. Ein effektives Management ist ein entscheidender Aspekt aller unserer WASH-Projekte.
WASH in Krisen

Die Zahl der humanitären Krisen, die durch Konflikte, Naturkatastrophen oder von Menschen verursacht werden, nimmt stetig zu. Derzeit ist jeder 23. Mensch auf der Welt auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Bereitstellung von Wasser, Hygiene und sanitärer Infrastruktur ist in Krisen für das Überleben und die Prävention von Krankheiten unerlässlich.
Die Krisen betreffen zunehmend städtische Gebiete mit komplexer voneinander abhängiger Infrastruktur, was die humanitäre Hilfe erschwert. Der Klimawandel und langanhaltende Krisen verschlimmern die Vulnerabilität der betroffenen Bevölkerung. Die Nachhaltigkeit von WASH-Interventionen ist auch im humanitären Kontext von entscheidender Bedeutung.
Wir arbeiten mit humanitären Organisationen und Behörden zusammen, um Erkenntnisse über die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von WASH-Technologien und -Interventionen in Krisen zu gewinnen. Unser Schwerpunkt liegt auf der Bewertung von Innovationen im WASH-Sektor, der Integration interdisziplinärer Ansätze und technischer Unterstützung für humanitäre Organisationen und Behörden.
WASH-Bildungs- und Forschungspartnerschaften

Wir arbeiten eng Zusammen mit Universitäten bei der Entwicklung von WASH-Lehrplänen und -Kursen. Die Lehrpläne und -Kuse konzentrieren sich auf Themen wie Wasserversorgung, Abwasserbehandlung, Hygiene, WASH in Notfällen, Nachhaltigkeit und Resilienz sowie Wasser und Gesundheit. Zu unseren Aktivitäten gehören die Bereitstellung von Schulungs- und Lehrmaterialien für Studierende, Lehrkräfte und Praktiker:innen, sowohl persönlich als auch online. Wir unterstützen Partneruniversitäten bei der Entwicklung von Lehrplänen und WASH-Kursen. Darüber hinaus bauen wir Kooperationen in der angewandten Forschung auf, führen Laboranalysen zur Wasser- und Abwasserqualität durch, implementieren Konzepte zur Technologie- und Wirkungsevaluierung und pflegen Forschungsnetzwerke.
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Kontakt

Dr. Maryna Peter
- Telefon
- +41 61 228 57 92
- maryna.peter@fhnw.ch
