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EUT-Studium @ home Nr. 10 – Unterricht ohne direkten Blickkontakt

FHNW|7. Juni 2020

Concetta Beneduce, stellvertretende Studiengangleiterin und Dozentin Analysis

Blick in die Analysis-Vorlesung: Concetta Beneduce oben links mit den EUT-Studierenden in der Analysis-Vorlesung auf Webex. Bild: ZVG.

Ein Teil des öffentlichen Lebens ist zurück und die letzte Semesterwoche steht an. Was bedeutet das für den Unterricht, der noch immer online stattfindet?

Die Studierenden sind müde geworden. Dies haben sie in einem Feedback vor einigen Wochen rückgemeldet. Die Lockerungen der Corona-Massnahmen können den Studierenden nun helfen, etwas mehr Abwechslung in den Alltag zu bringen. So können sie sich besser konzentrieren und auf die Modulschlussprüfungen vorbereiten.

Sie haben nun bereits mehr als zwei Monate Online-Unterricht hinter sich. Was war zu Beginn die grösste Herausforderung?

Am Anfang habe ich mir viele Fragen gestellt. Einerseits waren sie organisatorischer Natur: Wie lade ich die Teilnehmenden ein? Wie kann ich eine Vorlesung aufzeichnen? Bis Mitte März habe ich Webex oder Teams nämlich nie wirklich benutzt. Zuerst mussten wir uns mit dieser Software vertraut machen.

Andererseits waren da aber auch ganz viele didaktische Fragen: Wie kann ich auf die individuellen Lernbedürfnisse der Studierenden eingehen? Wie sollen schwächere Studierende behandelt werden? Im Online-Unterricht ist die Gefahr gross, dass man als Dozentin schwächere Studierende verliert. Deshalb habe ich zusätzliche Sprechstunden für die persönliche Betreuung angeboten. Ich habe den Unterricht auch aufgezeichnet. Die Videos sind ideal für die Repetition des Stoffs oder die Vorbereitung auf Prüfungen. Ich habe zudem versucht, Prüfungsformen zu finden, die es mir erlauben, die Noten mit einem guten Gewissen zu setzen. Das hat gut funktioniert.

Eine grosse Herausforderung im Online-Unterricht ist, dass der direkte Blickkontakt fehlt. Ich spüre kaum, ob die Studierenden etwas verstanden haben oder nicht. Im Laufe der Zeit haben die Studierenden und ich neue Wege entwickelt, um zu interagieren. – Beispielsweise konnte ein Student seinen Bildschirm mit mir teilen und so schauten wir auf denselben Lösungsweg. Das war dann ähnlich wie beim herkömmlichen Unterricht vor Ort.

Was ist Ihnen leichtgefallen?

Da ich nicht mehr pendle, kann ich eine Stunde später aufstehen. Ich konnte also etwas mehr schlafen.

Was ist die wichtigste Regel für den Online-Unterricht?

Eine gute Struktur ist essenziell!

Ein kleiner Blick in die Zukunft: Wie profitieren die Hochschulen von dieser Corona-Zeit?

Digitales Unterrichten erfordert neue didaktische Konzepte. In der Corona-Zeit sind innovative und kreative Lösungen enstanden. Es war also eine unerwartete Gelegenheit, um neue Lernmethoden auszuprobieren und sie zu reflektieren.

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