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EUT-Studium @ home Nr. 11 – keine One-Man-Show

FHNW|15. Juni 2020

Dominique Helfenfinger, Dozent der Module Heizung Lüftung Klima und Sanitärtechnik

Dozierende brauchen eine gute Ausrüstung für interaktiven Online-Unterricht, meint Dominique Helfenfinger. Bild: ZVG.

Das Semester ist um. Nun stehen die Prüfungen an. Wie haben Sie das Online-Semester als Dozent gestaltet?

Neben den technischen Hilfsmitteln und Tools wie Webex oder MS Teams habe ich mir zusätzlich eine Dokumenten-Kamera gekauft. Dank dieser konnte ich während des Unterrichts Themen gemeinsam mit den Studierenden Schritt für Schritt erarbeiten. Das wäre mit einer Powerpoint-Präsentation nur schwer umsetzbar gewesen. So konnte ich detaillierter und zielgerichteter auf Fragen eingehen.

Was waren die Herausforderungen?

Ich wollte den Unterricht mit den neuen Hilfsmitteln so authentisch wie möglich gestalten, damit dieser für die Studierenden und mich stimmig war. Ich wollte, dass sich alle aktiv einbringen können und sollen, damit keine One-Man-Show entsteht. Mit den technischen Hilfsmitteln sollte somit ein Gefühl des Präsenz-Unterrichtes geschaffen werden.

Was ist gut gelaufen?

Es ist gelungen, den Studierenden das Gefühl zu vermitteln, dass sie direkt vor Ort an der Vorlesung teilnehmen. Aus meiner Sicht war kaum ein Unterschied zum Präsenzunterricht erkennbar. Ganz im Gegenteil: Ich hatte gar das Gefühl, dass sich einige stärker eingebracht hatten als zuvor.

Was ist die wichtigste Regel für den Online-Unterricht?

Wichtig ist – wie allerdings im Präsenzunterricht auch – eine gute Vorbereitung, um auf die Fragen zum Thema eingehen zu können. In diesem Zusammenhang von Bedeutung ist es auch, als Dozent über die adäquaten Hilfsmittel zu verfügen. Beispiel: Dokumentenkamera, geeignete Software, genügend Monitore etc.

Ein kleiner Blick in die Zukunft: Was profitieren die Hochschulen von dieser Corona-Zeit?

Ein grosser Gewinn für die Hochschule wird in Zukunft sein, dass zahlreiche Phasen des Präsenz- durch Fernunterricht möglich sein könnte. Vorteile für Studierende und Dozierende gleichermassen: örtliche Unabhängigkeit, Zeitersparnis wegen wegfallender Anreise und bei Aufzeichnung der Vorlesung kann diese jederzeit wieder abgerufen werden, um das Gelernte im Anschluss zu vertiefen (zeitliche Unabhängigkeit). Bei Raumengpässen bietet sich Online-Unterricht ebenfalls an. Zudem könnte diese Art von Unterricht die Akquisition von neuen Studierenden erleichtern, denen es aufgrund der geographischen Distanz bisher nicht möglich war, regelmässig an der FHNW vor Ort zu sein. Kurz: grösstmögliche Flexibilität in allen Bereichen!

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