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EUT-Studium @ home Nr. 5 – mehr Ruhezeit

FHNW|2. Mai 2020

Vera de Spindler, Studentin im letzten Semester

Mit Blick auf die Berge lässt es sich gut arbeiten: Aussicht aus Vera de Spindlers Küche. Bild: ZVG.

Was hat sich seit Mitte März in Ihrem Alltag verändert?

Da ich normalerweise jeden Morgen mit dem Zug eine grosse Distanz zurücklegen muss, geniesse ich das Fernstudium und das Distance Learning sehr. Ich komme zu mehr Ruhezeit. Ausserdem habe ich den starken Zusammenhalt unter den Studierenden erlebt und viel über Microsoft Teams gelernt.

Ihr Unterricht findet nun online statt. Welche Art von Themen können so problemlos vermittelt werden? 

Ich bin der Meinung, dass alle Themen und Inhalte von fast jedem Unterricht problemlos auch im Fernstudium vermittelt werden können. Schwieriger wird’s, wenn es darum geht, etwas zu erarbeiten. Wo Kreativität und die Entwicklung von Ideen gefragt sind, braucht es Synergie, die nur durch die Anwesenheit verschiedener Personen entsteht.

Was ist die grösste Herausforderung bei der Arbeit an der Bachelor-Thesis im «Homeoffice»? 

Ich habe bei meiner Thesis Glück. Es geht um relationale Datenbanken und deren Einbindung in ein Tool für Gebäudeanalyseausweise (GEAK). Da kann vieles auch ohne physische Anwesenheit erarbeitet werden. Eigentlich wäre in den nächsten Wochen ein Workshop geplant gewesen. Gerade dabei sind die bereits erwähnten Synergien das A und O. Wir müssen noch schauen, wie wir dieses Problem lösen und welche Alternativen uns zur Verfügung stehen.

Was gefällt Ihnen an der neuen Studiensituation?

Mir gefällt die eingekehrte Ruhe. Ich arbeite gerne im Zug, werde mir nun aber bewusst: Unter der Woche sah ich die Sonne selten, weil ich jeweils erst spät heimkam. Im Moment gehe ich vor und nach der Arbeit in den Garten oder am See spazieren. Das tut gut!

Wenn Sie in fünf Jahren zurückdenken an diese Zeit: Was wird Ihnen wohl in Erinnerung bleiben?

Obwohl die Umstände ernst sind, finde ich die Zeit eine spannende Erfahrung. Einer Konsumgesellschaft tut es gut, einmal zu merken, dass man eben nicht einfach so immer alles haben kann. Ich selber musste mich bisher kaum einschränken und bin daher in einer privilegierten Position. Da fällt es leicht, die Situation so zu betrachten.

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