Corona und Fernstudium

EUT-Studium @ home Nr. 6 – Admin aus der Ferne

FHNW|10. Mai 2020

Elvira Knam, administrative Assistentin im Studiengang

Buddha nimmt es gelassen: Blick auf Elvira Knams Schreibtisch. Bild: ZVG.

Was hat sich in Ihrem Arbeitsalltag seit Mitte März am meisten verändert?

Ich muss nicht mehr täglich zur Arbeit pendeln. So habe ich 2,5 Stunden, die ich anderweitig verwenden kann. Zum Beispiel schlafe ich länger oder ich drehe eine Runde um den Häuserblock, bevor es an den Schreibtisch geht.

Welche Arbeiten lassen sich gut im Homeoffice erledigen?

Geht es rein um die Zielerreichung, lässt sich fast alles im Homeoffice machen. Im Homeoffice kann ich zwar Störfaktoren (mit Ausnahme der Nachbarn) besser steuern, aber ich bekomme viele Aktivitäten und Entwicklungen in meinem Umfeld nicht mehr so gut mit. Als Administrativkraft bin ich weniger aktiv in Teams eingebunden, sondern mehr aus dem Hintergrund zuarbeitend tätig. Das macht es etwas schwieriger, am Puls des Geschehens zu bleiben.

Für welche Arbeiten gehen Sie an die Fachhochschule?

Aktuell für keine.

Was vermissen Sie in dieser Zeit – und was geniessen Sie?
Eher zufällige und absichtslose Begegnungen und ihr Potenzial gehen verloren. Kommunikation ist zu 100% geplant, zweckmässig kanalisiert und auf zwei Dimensionen reduziert. Das ist gewöhnungsbedürftig! Am Morgen von Vogelzwitschern anstelle von Verkehrslärm und Geschrei geweckt zu werden, ist hingegen ein Vergnügen dieser Zeit.

Wenn Sie in fünf Jahren zurückdenken an diese Zeit: Was wird wohl in Erinnerung bleiben?
Was als unmöglich galt, wird auf einmal möglich: leere Strassen, freier Himmel, dauerhaft geschlossene Konsumstätten – und wie hauchdünn die Kruste der Zivilisation ist, auf der sich unser Leben abspielt.

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