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Experimentieren mit der Schreckschusspistole: Ehemalige zu Besuch in Windisch

30. November 2018

Was machen ehemalige EUT-Studierende? Was ist ein typischer EUT-Werdegang? Und: Womit trumpft man als Energie- und Umweltingenieur auf? Rund 90 Ehemalige, Studierende und Dozierende tauschten sich am vergangenen Freitag im Rahmen von “EUT Berufspraxis” zum Studium und seinen Chancen aus. Drei Ehemalige referierten zu ihrem Berufsalltag.

Conferencier und stellvertretender Studiengangleiter Peter Stuber mit den drei Referenten. Bild: KE.
Philipp Notter zeigt mit Filmen seinen Arbeitsalltag im Umfeld der Bauphysik. Bild: RW.

Philipp Notter, Kopitsis Bauphysik AG

Dass er ein richtiger Berufsmensch ist, demonstrierte der EUT-Absolvent Philipp Notter mit einem Experiment: Er brachte eine Schreckschusspistole mit und zeigte anhand einer Messung die Nachhallzeiten bei verschiedenen Frequenzen auf. Bei seinem Arbeitgeber, der auf Bauphysik und Akustik spezialisiert ist, erstellt er Nachweise für Lärm- und Schallschutz, macht Energienachweise und organisiert die Formalitäten für verschiedene Labels wie zum Beispiel Minergie. In seinem Alltag kann er breites Wissen aus dem Studium anwenden, insbesondere aus der Vertiefung Energie in Gebäuden.

Simon O. Werz, Limeco

“Ich bin EUTler der zweiten Generation”, sagte Simon O. Werz zu Beginn seiner Präsentation. Seit Sommer 2016 arbeitet er als Ingenieur bei Limeco, der interkommunalen Anstalt für Kehricht- und Abwasserreinigung im Limmattal. Und er ist nicht der einzige Ehemalige: Ab Januar seien es drei EUT-Absolventen, die bei Limeco arbeiten, zwei davon im Bereich der Erneuerbaren Energien und Fernwärme. Bei der Abfallverbrennung entstehen jährlich rund 320 GWh Energie pro Jahr, wovon 200 GWh als Fernwärme weiterverwertet werden. Es gibt also noch Potenzial. Deshalb wächst das Fernwärmenetz rasant – rund um die Limeco in Dietikon wird gebaut und sollen bis 2023 rund 50 Kilometer Leitungen verlegt werden. Im Bereich des Verkaufs braucht er den Durchhaltewillen, den er sich im Studium antrainiert hat.

Simon O. Werz bei seiner Präsentation über die Arbeit im Bereich Fernwärme. Bild: RW.

Martin Haag, Axpo Solutions AG

Seit einem Jahr arbeitet der EUTler Martin Haag bei der Axpo in Baden als Junior Solutions Engineer mitten im Zentrum der Stromwirtschaft und blick dabei täglich auf den gesamteuropäischen Energiehandel. Dabei verantwortet er hauptsächlich die Entwicklung einer neuen Handelssoftware, die sowohl die Strompreise als auch die Kraftwerksverfügbarkeit und die optimalen Preise im gesamten Axpo-Imperium anzeigt. Spass mache die kreative Arbeit, die Weiterentwicklung die Softwares – “und hektische Situationen, in denen man schnell denken muss”. Für seine Arbeit als Softwareentwickler dient ihm das grundsätzliche Wissen über Energiewirtschaft, aber auch das system- und prozessorientierte Wissen.

Martin Haag erzählt von seinem Beruf als Solutions Engineer. Bild: RW.
Beim Apéro im Anschluss an die Referate tauschen sich Ehemalige, Studierende und Dozierende aus. Bild: RW.
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