Im Rahmen einer Short-Term-Mobility an der University of Warmia and Mazury (UWM) in Olsztyn, Polen, nahmen mehrere Studierende der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW an der Summer School Traces in the Landscape teil.
Eine Woche lang beschäftigten sie Studierende der FHNW mit Landschaft, Geschichte und Kultur der Region rund um unsere ChallengeEU-Partneruniversität in Olsztyn. Dabei entstanden nicht nur neue fachliche Eindrücke, sondern auch internationale Kontakte. Hier berichten sie von ihren Erfahrungen.
Was hat euch motiviert, an der Summer School teilzunehmen?
Olivia: Ich war noch nie in Polen und habe mich über die Chance gefreut, die Masuren und Warmia kennenzulernen. Ausserdem begeistere ich mich für praktische Aktivitäten wie Linoldruck.

Jasmin: Ich wollte die Gelegenheit nutzen, einen Austausch im Ausland zu erleben, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen und eine andere Universität von innen zu sehen. Dass man dafür ECTS-Punkte erhielt und ein Teil der Reise finanziert wurde, hat die Entscheidung zusätzlich erleichtert.
Vincent: Für mich bietet eine solche Reise die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in ein neues Land, eine neue Hochschule und andere Denk- und Arbeitsweisen zu erhalten. Gleichzeitig lernt man neue Menschen kennen und kann sich austauschen.
Timon: Ich fand es spannend, ein internationales Projekt in Polen zu erleben und mich mit Landschaft und Geschichte vor Ort zu beschäftigen.
Wurden eure Erwartungen erfüllt?
Timon: Ja, meine Erwartungen wurden übertroffen. Überraschend war, wie abwechslungsreich die Woche mit Exkursionen, Gruppenarbeit und Austausch war.
Jasmin: Ich hatte etwas mehr Landschaftsarchitektur erwartet, trotzdem fand ich die Summer School sehr gelungen und spannend, weil ich Einblicke in ein völlig anderes Fachgebiet erhalten habe.
Wie unterschied sich die Summer School vom Studium an der FHNW?
Timon: Es war sehr praxisnah aufgebaut. Man konnte frei arbeiten und eigene Ideen einbringen.

Olivia: Es war sehr bereichernd, dass Studierende aus Landschaftsarchitektur, Architektur, Visual Arts und Geomatik teilgenommen haben.
Vincent: Der Fotografiekurs war sehr spannend, weil wir etwas über Bildaufbau, Perspektiven und die Inszenierung von Motiven gelernt haben. Besonders gefallen hat mir aber der Druckworkshop, bei dem wir von der ersten Idee bis zum fertigen Stempel alles selbst umsetzen konnten.
Jasmin: Da ich bisher noch keine Summer School an der FHNW besucht habe, fällt mir ein direkter Vergleich schwer. Der Unterricht wirkte jedoch insgesamt etwas lockerer als der reguläre Studienalltag. Auch die Atmosphäre auf dem Campus war anders: Die Universität verteilt sich auf mehrere Gebäude, was einen ganz anderen Eindruck vermittelt als der Campus Muttenz der FHNW
Welche Erlebnisse bleiben besonders in Erinnerung?
Edda: Überall sind Wälder und Seen, an denen man Tiere entdecken kann.
Olivia: Der tägliche Spaziergang durch den Campus-Wald-Park war wunderschön. Fast jeden Tag gab es etwas Neues zu entdecken – von Fröschen bis zu einem Fuchs, der den Weg kreuzte.

Olivia: Die Kajaktour auf der Łyna, teilweise im Regen, hat viel Spass gemacht.
Jasmin: Erinnern werde ich mich vermutlich vor allem an die Menschen, den Austausch mit den anderen über die Länder, Studiengänge, Kulturen und vieles mehr. Was mir sicher auch bleiben wird, sind die traditionellen roten Mauerwerke, die wirklich sehr schön aussehen. Und an die Kajaktour, die wir inmitten von Olsztyn machen durften. Es war so grün, man dachte man ist auf einmal mitten im Dschungel.
Vincent: Am ersten Abend gingen wir gemeinsam an den See, genossen den Sonnenuntergang und lernten uns besser kennen. Der Abschluss mit der Ausstellung unserer Arbeiten, einem grossen Buffet und einem gemeinsamen Abend in der Stadt war ebenfalls ein besonderes Erlebnis.
Wie habt ihr die internationale Gruppe erlebt?
Timon: Die Gruppe war sehr offen und angenehm. Das gemeinsame Interesse am Thema stand klar im Vordergrund.
Olivia: Es herrschte eine neugierige Atmosphäre. Man wollte die kulturellen Eigenheiten der anderen kennenlernen und gleichzeitig gemeinsam am Thema arbeiten.
Jasmin: Bei der Gruppeneinteilung wurde darauf geachtet, die Nationalitäten zu mischen. Das fand ich sehr gelungen.
Vincent: Die meisten Teilnehmenden kamen aus Lettland und Polen. Alle waren sehr freundlich und offen. Obwohl wir uns erst wenige Tage kannten, waren wir eine unglaublich harmonische Gruppe. Unterschiedliche Kulturen und Ansichten wurden neugierig und respektvoll ausgetauscht. Das hat mich positiv überrascht.
Edda: Es gab eine Grüppchenbildung, diese hat sich im Laufe der Woche durch gemeinsame Freizeitaktivitäten wieder aufgelöst.
Was hat euch besonders gut gefallen?
Edda: Die Gastfreundschaft der Partneruniversität und die Kajaktour.
Olivia: Der Austausch mit den anderen Studierenden und der sehr grüne, parkähnliche Campus.
Timon: Die Exkursionen und die Gruppenarbeit, weil man viel direkt vor Ort lernen konnte.
Jasmin: Eigentlich alles. Die Summer School war eine tolle Erfahrung, die ich jederzeit weiterempfehlen würde. Auch wenn das Thema nicht ganz meinen ursprünglichen Erwartungen entsprach, konnte ich viele neue Einblicke gewinnen. Es ist immer bereichernd, den eigenen Horizont zu erweitern und sich auf neue Themen einzulassen
ChallengeEU – Europäische Hochschulallianz
Kontakt
Anja Huovinen
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