Die Schweiz will Gesundheitsdaten besser nutzen – für Forschung, Versorgung und zunehmend auch mit Künstlicher Intelligenz. Doch medizinische Informationen liegen noch immer in unterschiedlichen Systemen und Formaten vor, sind nur schwer miteinander verknüpfbar und lassen bislang kaum Rückschlüsse auf kausale, medizinisch nutzbare Zusammenhänge zu. Die Hochschule für Life Sciences FHNW stärkt ihre Forschung in diesem Bereich: Dr. Bram Stieltjes übernimmt als neuer Leiter die fachliche Weiterentwicklung der Forschungsgruppe Klinische Informationssysteme.
Eine Patientin wird in verschiedenen Abteilungen eines Spitals behandelt. Ihre medizinischen Informationen entstehen dabei in unterschiedlichen Systemen und stehen dem Behandlungsteam nicht immer in einer gemeinsamen, verständlich nutzbaren Form zur Verfügung. Wie können solche Daten sicher zusammengeführt und medizinisch sinnvoll ausgewertet werden, damit sie Ärztinnen und Ärzte bei der Behandlung unterstützen und zugleich neue Erkenntnisse für die Forschung ermöglichen?
Mit solchen Fragestellungen beschäftigt sich die Forschungsgruppe Klinische Informationssysteme am Institut für Medizintechnik und Medizininformatik der Hochschule für Life Sciences FHNW. Im Fokus stehen Informationssysteme, die unterschiedliche Datenquellen zusammenführen und medizinische Informationen für Forschung und Versorgung nutzbar machen. Dazu entwickelt die Forschungsgruppe interoperable Lösungen und digitale Entscheidungshilfen für die klinische Praxis.
Neue Leitung mit enger Verbindung zur klinischen Praxis
Per 1. September 2026 übernimmt Dr. Bram Stieltjes die Leitung und fachliche Weiterentwicklung der Forschungsgruppe Klinische Informationssysteme.

«Mit Bram Stieltjes gewinnen wir einen ausgewiesenen Experten für die Weiterentwicklung dieses Forschungsbereichs. Seine Erfahrung in medizinischer Forschung, Gesundheitsdaten und klinischer Anwendung wird wichtige Impulse für unsere angewandte Forschung und Lehre setzen», sagt Prof. Dr. Erik Schkommodau, Leiter des Instituts für Medizintechnik und Medizininformatik der Hochschule für Life Sciences FHNW.
Parallel zu seiner Tätigkeit an der Hochschule für Life Sciences FHNW bleibt Bram Stieltjes in seinen bisherigen Funktionen am Universitätsspital Basel tätig. Dadurch entstehen wertvolle Anknüpfungspunkte zwischen angewandter Forschung und klinischer Praxis und die Möglichkeit, Fragestellungen aus der Praxis in die Forschung einzubringen und Erkenntnisse in konkrete Anwendungen zu überführen.
Mit der Weiterentwicklung des Forschungsbereichs will die Hochschule für Life Sciences FHNW einen Beitrag bei der Entwicklung und Transformation des Gesundheitswesens in der Schweiz leisten.
Kontakt
Prof. Dr. Erik Schkommodau
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- +41 61 228 54 19
- erik.schkommodau@fhnw.ch

