Der Nachhaltigkeitswettbewerb der FHNW prämierte in der zehnten Ausgabe drei Siegerprojekte.
Die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW und die Pax zeichneten am 21. Oktober 2026 in der Markthalle in Basel mit Unterstützung von BaselCircular die Gewinnerteams der diesjährigen Swiss Sustainability Challenge aus.
Erfolgreiche zehn Jahre
Im Zentrum des Abends standen neben den diesjährigen Finalteams auch die Entwicklung der Swiss Sustainability Challenge und ihre bisherigen Gewinnerinnen und Gewinner. Zum zehnjährigen Jubiläum blickte die Veranstaltung zudem auf nachhaltige Ideen und Projekte aus den Jahren 2017 bis 2025 zurück.

Auch der Stadt-Basler Regierungsrat Kaspar Sutter und Stefan Joller, Vizepräsident Hochschulentwicklung der FHNW, zeigten sich an der Jubiläumsveranstaltung von der Ideenvielfalt und dem Engagement der Finalisten begeistert. In ihren Ansprachen betonten sie die Bedeutung einer nachhaltigeren Wirtschaft. Regierungsrat Kaspar Sutter erklärte: «Wir brauchen neue Ansätze, wie wir unser lineares Wirtschaften zirkulärer aufbauen können und schonend mit unseren Ressourcen umgehen. Start-ups leisten hierzu einen wichtigen Beitrag, denn sie bringen neue Ideen ein. Die Swiss Sustainability Challenge bringt diese zwei wichtigen Elemente – Innovation und Nachhaltigkeit – zusammen.»
Die Gewinner 2026
Die Jury zeichnete «Winduction, «Ginto» und «Greenlyze» mit den Pax Sustainability Awards aus. Die drei Projekte befassen sich mit unterschiedlichen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen.
1. Platz: Winduction – erneuerbare Energie für Fahrzeuge unterwegs

Winduction verfolgt die Vision, den Strassenverkehr mithilfe erneuerbarer Energie zu dekarbonisieren. Das Projekt will Sonnenenergie in Echtzeit auf Fahrzeuge übertragen, während diese unterwegs sind. Dadurch soll erneuerbare Energie dann genutzt werden können, wenn sie produziert wird, und der Bedarf an zusätzlicher Speicherung sinken.
2. Platz: Ginto – Informationen zur Zugänglichkeit

Ginto erfasst und teilt strukturierte Informationen zur Zugänglichkeit von Lokalitäten sowie Freizeit- und Mobilitätsangeboten. Damit unterstützt die Plattform Menschen mit Beeinträchtigungen dabei, Reisen, Restaurantbesuche und weitere Alltagsaktivitäten selbstständig zu planen.
3. Platz: Greenlyze – Ökobilanzen einfach zugänglich

Greenlyze macht Ökobilanzierung so einfach wie eine Suchanfrage. Nach der Eingabe eines Produkts berechnet die Plattform automatisch dessen Umweltwirkungen. Damit werden fundierte Nachhaltigkeitsanalysen für alle zugänglich. Gleichzeitig sparen Fachpersonen bei ihren Analysen viel Zeit durch die Automatisierung zeitintensiver Arbeitsschritte.
Rematter sichert sich Jubiläums-Sonderpreis
Zum zehnjährigen Bestehen hat die Swiss Sustainability Challenge mit Unterstützung von BaselCircular einen Jubiläums-Sonderpreis mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft vergeben. Ausgezeichnet wurde «Rematter». Das Projekt setzt sich für eine ressourcen- und klimapositiv ausgerichtete sowie sozial gerechte Bauwende ein und konzipiert dazu spezielle Holz-Lehm-Decken.
Publikumspreis für Salvage Studio
Während der Preisverleihung hatte das Publikum die Möglichkeit, über die Vergabe eines Publikumspreises abzustimmen. Das Team hinter Salvage Studio überzeugte die Zuschauenden mit ihrem Pitch am meisten und gewann damit den ersten Publikumspreis in der Geschichte der Swiss Sustainability Challenge. Salvage Studio gibt Materialien aus zurückgebauten Ausstellungen ein zweites Leben und verwandelt sie gemeinsam mit lokalen Handwerkern in einzigartige Designobjekte.
Zehn Jahre Ideen für eine nachhaltigere Zukunft
Seit 2017 unterstützt die Swiss Sustainability Challenge Menschen dabei, Ideen für soziale und ökologische Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln. Die Finalteams erhalten Coachings, nehmen an Kursen und Workshops teil und präsentieren die Entwicklung ihrer Projekte vor einer Jury. Prof. Dr. Claus-Heinrich Daub, Dozent für nachhaltige Unternehmensführung an der FHNW und Projektleiter der Swiss Sustainability Challenge erklärt: «Wenn wir heute auf zehn Jahre Swiss Sustainability Challenge zurückblicken, sehen wir vor allem die Menschen und Ideen, die diesen Wettbewerb geprägt haben. Viele Projekte haben sich seit ihrer Teilnahme weiterentwickelt. Genau das ist unser Anspruch: Impulse zu geben und Menschen zu ermutigen, ihre Ideen für eine nachhaltigere Zukunft voranzutreiben.»

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Ananda Wyss
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