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Weiterbildungen

CAS Kindesschutz bei häuslicher und sexualisierter Gewalt, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Hochschule für Soziale Arbeit


Die Erfahrung von häuslicher oder sexualisierter Gewalt beeinflusst die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen schwerwiegend. Das CAS-Programm vermittelt praxisbezogenes Wissen und bietet Orientierung für eine professionelle Gestaltung von Einschätzungs- und Hilfeprozessen.

Web_Header_CAS_sexualisierte_u_häus_gew.jpg

Steckbrief

Abschluss
CAS Kindesschutz bei häuslicher und sexualisierter Gewalt
Lernsetting
Remote und Präsenz
ECTS-Punkte
15
Nächster Start
19.3.2026
Unterrichtssprache(n)
Deutsch
Durchführungsort(e)
Muttenz und Olten
Preis
CHF 7 800
Nummer
K08

Ziele und Nutzen

Kinder und Jugendliche, die von häuslicher oder sexualisierter Gewalt betroffen sind, erleben komplexe Belastungen und Gefährdungen, die gravierende Auswirkungen auf ihre Entwicklung haben. Bei Fachpersonen im Kindesschutz löst die Vermutung, dass ein Kind sexualisierte oder häusliche Gewalt (mit)erlebt, häufig Unsicherheit und Handlungsdruck aus. Diese Situationen stellen hohe Anforderungen an die Gefährdungseinschätzung und die Auswahl geeigneter Interventionen, die den Schutz und das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt stellen
Dieses CAS-Programm befähigt Sie, in solchen Situationen fachlich fundiert und sicher zu handeln. Es thematisiert Gefährdungseinschätzung, rechtliche Rahmenbedingungen, interprofessionelle Zusammenarbeit und die Abwägung zwischen freiwilliger Hilfe und zivilrechtlichen Kindesschutzmassnahmen. Die im Programm erworbenen Kenntnisse unterstützen die Gestaltung wirksamer Hilfeprozesse für betroffene Kinder und Jugendliche.


Zielpublikum

  • Fachpersonen der Sozialen Arbeit (und Bezugsprofessionen) aus Diensten (Sozialdienste, Kinder- und Jugenddienste, interne Abklärungsdienste der KESB u. Ä.) oder Organisationen (v.a. private Anbieter), die durch die KESB angeordnete Kindeswohlabklärungen durchführen.
  • Fachpersonen der Sozialen Arbeit (und Bezugsprofessionen), die von der KESB verfügte Kindesschutzmassnahmen verantworten und begleiten (Mandatsträger:innen).
  • Fachpersonen aus kindesschutzrelevanten Organisationen, die mit Fragen der Einschätzung von Gefährdungen und Belastungen von Kindern und / oder mit der Begleitung solcher Kinder betraut sind und über Grundwissen und kompetenzen im Kindesschutz verfügen (z.B. Schulsozialarbeiter:innen, Beratungsstellen).

Aufbau und Inhalte

Das CAS-Programm vermittelt handlungsorientiertes Wissen und praxisbezogene Kompetenzen. Es setzt sich aus Präsenzmodulen, Selbststudium, dem Besuch von Praxisorganisationen sowie Selbstreflexion in Form von Supervision und angeleiteter fallbezogener Arbeit (Fallwerkstätten) zusammen. Nach einem ersten Teil, in dem der Erwerb von Grundlagenwissen im Vordergrund steht, folgen stärker praxisorientierte Module, in denen die Teilnehmer:innen ihre methodischen Kompetenzen und den professionellen Umgang mit Kindeswohlgefährdungen im Kontext häuslicher und sexualisierter Gewalt vertiefen und festigen.

Folgende Module können auch unabhängig von der Teilnahme am CAS-Programm gebucht werden:

  • Kindeswohlgefährdung im Kontext häuslicher Gewalt: Formen, Ursachen und Folgen
  • Kindeswohlgefährdung im Kontext sexualisierter Gewalt: Formen, Ursachen und Folge
  • Rechtliche Grundlagen des Kindesschutzes im Kontext häuslicher und sexualisierter Gewalt
  • Gefährdungseinschätzung und Vorgehen bei Verdacht und Hinweisen auf Mitbetroffenheit von häuslicher Gewalt
  • Gefährdungseinschätzung und Vorgehen bei Verdacht und Hinweisen auf sexualisierte Gewalt
  • Grundsätze und Methoden der Gesprächsführung mit Kindern im Kontext (vermuteter) häuslicher und sexualisierter Gewalt
  • Grundsätze und Methoden der Gesprächsführung mit Eltern im Kontext (vermuteter) sexualisierter und häuslicher Gewalt
  • Unterstützung und Begleitung von Kindern im Kontext (vermuteter) häuslicher Gewalt
  • Unterstützung und Begleitung von Kindern im Kontext (vermuteter) sexualisierter Gewalt
  • Kindesschutz im Kontext häuslicher und sexualisierter Gewalt: Interprofessionell und interinstitutionell arbeiten
  • Sexualisierte Gewalt in Institutionen und institutionelle Antworten (Schutzkonzepte)

Inhalt

Nach Abschluss dieses CAS-Programms können Sie:

  • Aktuelles Fachwissen zum Kindesschutz im Kontext von häuslicher und sexualisierter Gewalt anwenden.
  • Fachlich fundierte Einschätzungen treffen, Urteile fällen und bei Hinweisen auf Kindeswohlgefährdungen kompetent handeln.
  • Den Hilfe- und Unterstützungsbedarf von betroffenen Kindern und ihren Familiensystemen professionell ermitteln und entsprechende Interventionen einleiten.
  • Die Zusammenarbeit mit relevanten Stellen und Fachkräften bei der Fallbearbeitung effektiv gestalten und koordinieren.
  • Methoden der traumasensiblen Gesprächsführung in der Kommunikation mit Kindern und ihrem Umfeld anwenden.

Voraussetzungen und Zulassung

Die Eingangskompetenzen zur Teilnahme am CAS-Programm sind ein Hochschulabschluss (Bachelor oder Master oder äquivalente Tertiärabschlüsse) sowie Berufserfahrung im Handlungsfeld Kindesschutz. Personen mit höherer Berufsbildung können teilnehmen, sofern sie einschlägige Berufserfahrung und in verantwortlichen Funktionen äquivalente Kompetenzen nachweisen können.


Organisatorisches

Detailprogramm (PDF)

Modulübersicht (PDF)

Teilnahmebedingungen (PDF)

Bemerkung

Änderungen und Preisanpassungen vorbehalten


Beratung

Kontakt

Jasmin Rickenbacher

Jasmin Rickenbacher

Weiterbildungskoordinatorin, Services, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Telefon
+41 62 957 29 74
E-Mail
jasmin.rickenbacher@fhnw.ch
Aline Schoch

Aline Schoch

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Telefon
+41 61 228 52 63
E-Mail
aline.schoch@fhnw.ch
Brigitte Müller

Dr. Brigitte Müller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Telefon
+41 61 228 59 61
E-Mail
brigitte.mueller@fhnw.ch

Anmeldung

Kindesschutz bei häuslicher und sexualisierter Gewalt
CAS Kindesschutz bei häuslicher und sexualisierter Gewalt

Datum
19.3.2026–25.6.2027
Dauer
19. März 2026 - 25. Juni 2027
Ort
Muttenz und Olten
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