Wohnqualität statt Quadratmeter: EUT-Studierende untersuchen nachhaltiges Wohnen
Wie lässt sich Wohnraum effizienter nutzen, ohne an Lebensqualität zu verlieren? Dieser Frage gingen Fabienne Eltag, Naim Borer und Marc Cajochen im Rahmen des Projektmoduls P2 des Bachelorstudiengangs Energie- und Umwelttechnik (EUT) nach. Im Video fassen sie ihre Erkenntnisse zusammen und geben Einblick in ihre Projektarbeit.
Wachsender Flächenverbrauch im Wohnungsbau
Die Wohnfläche pro Person nimmt in der Schweiz seit Jahrzehnten zu – und damit auch der Ressourcen- und Energieverbrauch. Kleinere Haushalte, steigende Lebenserwartung und neue Wohnansprüche wie Homeoffice oder Gästezimmer treiben diesen Trend an. Jeder zusätzliche Quadratmeter benötigt Baumaterialien und Energie – sowohl beim Bau als auch im Betrieb.
Gemeinsam nutzen statt privat besitzen
Die Studierenden untersuchten, wie ökologische, soziale und ökonomische Anforderungen bereits früh in der Planung berücksichtigt werden können. Ihre zentrale Erkenntnis: Wohnqualität hängt nicht allein von der Grösse einer Wohnung ab. Kompakte, nutzungsneutrale Grundrisse und gemeinschaftlich nutzbare Räume – etwa für Gäste, Homeoffice oder Hobbys – können private Wohnflächen reduzieren, ohne Komfort einzubüssen.
Flexibel für jede Lebensphase
Ebenso wichtig ist die langfristige Anpassungsfähigkeit: Flexible Grundrisse, Schaltzimmer oder nutzungsoffene Räume ermöglichen es, Wohnungen an veränderte Bedürfnisse anzupassen. Aus ihrer Analyse entwickelten die Studierenden einen praxisorientierten Planungsleitfaden für ein Architekturbüro.
Praxisnah studieren an der FHNW
Das Projekt ist Teil Studiums Energie- und Umwelttechnik an der FHNW, wo Studierende reale Herausforderungen rund um Nachhaltigkeit, Gebäude und Umwelt bearbeiten.
Dieser Beitrag entstand im Rahmen des Projektmoduls P2 und wurde erarbeitet von:
- Fabienne Eltag – ökologische Perspektive
- Naim Borer – soziale Perspektive
- Marc Cajochen – ökonomische Perspektive
Durch die Betrachtung dieser drei Nachhaltigkeitsdimensionen entstand eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie Wohnraum künftig bedürfnisgerechter und gleichzeitig ressourcenschonender gestaltet werden kann.
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